Gesundheitspolitischer Frühschoppen mit Dr. Dieter Geis

Veröffentlicht am .

2017 11 24 DAK FrühschoppenZum Vergrößern bitte klicken.

„Senior Health. Herausforderungen für Versorgung und Prävention“ lautete der Titel des gesundheitspolitischen Frühschoppens, zudem die DAK und der Verein Health Care Bayern Experten in den Bayerischen Landtag eingeladen hatte.

In seiner Rolle als Vorsitzender von Health Care Bayern diskutierte der CSU-Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses Bernhard Seidenath mit Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie am EGZB der Charité, Dr. Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, Hans-Dieter Nolting, Geschäftsführer des IGES-Instituts, Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstandes der DAK-Gesundheit, und Sophie Schwab, Leiterin Landesvertretung der DAK-Gesundheit, über die Versorgung von älteren Patienten.

Wie der demographische Wandel konkret aussieht, zeigte Hans-Dieter Nolting an Hand von Zahlen auf. So habe in den Jahren 2005 bis 2015 in Deutschland die Bevölkerung im Alter zwischen 65 bis 89 Jahren um 1,1 Millionen Menschen zugenommen, was einem Plus von 7,2 Prozent entspricht. Folge: Die Krankenhausbehandlungen in diesem Alter seien um 25 Prozent und die Pflegebedürftigkeit um 16,3 Prozent gestiegen. 

2017 11 24 DAK Frühschoppen GeisZum Vergrößern bitte klicken.

In ihrem Eingangsstatement unterstrich Prof. Steinhagen-Thiessen deshalb, dass Multimorbidität ein wichtiges Thema in den Hausarztpraxen sei: „Von den über 79-Jährigen haben ca. 88 Prozent mehr als fünf körperliche Erkrankungen“, erklärte die Altersforscherin und forderte neue Wege, um Senioren so zu behandeln, dass sie trotzdem Lebensqualität hätten. Wichtig seien dafür Prävention und Aufklärung, wie eine Patientenschulung für chronisch Kranke und deren Angehörige. Außerdem schlug Prof. Steinhagen-Thiessen nach Schweizer Vorbild „präventive Hausbesuche“ vor.

„Menschen von der Wiege bis zur Bahre medizinisch zu begleiten, ist die Kernaufgabe von uns Hausärztinnen und Hausärzten“, stellte Dr. Dieter Geis klar und erteilte damit vereinzelten Rufen nach einem Facharzt für Geriatrie eine klare Absage: „Gerade wir Hausärzte, die an der HzV teilnehmen, bilden uns regelmäßig im Bereich der Geriatrie weiter und können unsere Patienten bestmöglich versorgen.“ Allerdings gäbe es in Bayern schon jetzt zu wenige Hausärzte. Es sei deshalb illusorisch, flächendeckend für ganz Bayern Geriatrieärzte zu fordern. 

Dr. Geis: „Als Allgemeinmediziner betrachten wir immer den ganzen Menschen. Gerade bei alten Menschen, die oft an mehreren Erkrankungen leiden, ist dieser Ansatz ein Zeichen für eine gute und humane Medizin.“

Kontakt

HzV: Vertragsinhalte

Tel 089 1273927-30 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

HzV: Abrechnung

Tel 02203 57561111 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fortbildungsveranstaltungen

Tel 089 1273927-50 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verbandsmitgliedschaft

Tel 089 1273927-10 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hausarzt Patienten Magazin

Heft HA17 10 Titel R05 webHier finden Sie die bisherigen Beihefter des Bayerischen Hausärztever- bandes
und Ihr Bestellformular.

medCAST

medcast

Prof. Montag über Big Data in Wissenschaft und Medizin

Newsletter bestellen

icon mailAbonnieren Sie
unsere BHÄVnews.