Regress-Umfrage 2014

Klares Votum: Knapp 95 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte in Bayern glauben, dass die Regressandrohung das Verordnungsverhalten negativ beeinflusst. Das zeigt, so das Ergebnis der Regress-Umfrage des Bayerischen Hausärzteverbandes, an der sich mehr als 500 Ärzte beteiligt haben. Über 98 Prozent kennen das Thema Regress aus eigener Erfahrung. Dabei haben sich über 60 Prozent der Hausärzte bislang mit einem bis neun Regressverfahren auseinandersetzen müssen, 33 Prozent mit zehn bis 49 Verfahren. Ein Arzt gab sogar an, dass er im Laufe seines Berufslebens bereits mit über 100 Regressverfahren konfrontiert worden ist.

Bei jedem 4. Medikamentenregress werden Beträge über 10.000 Euro gefordert. Die  Beträge, die bei einem negativen Ausgang des Verfahrens vom Arzt gezahlt werden müssen, sind dann in der Regel geringer. So liegt bei mehr als der Hälfte aller Medikamenten-Regresszahlungen der Betrag bei bis 1000 Euro.
Auf der anderen Seite ist die Arbeitsbelastung, die für den Arzt und dessen Praxis mit einem Regressverfahren verbunden ist, enorm. Während einige Ärzte angaben, dass sie für die Zurückweisung eines Regressverfahrens mehrere Stunden benötigen, sprachen andere davon, über Tage oder sogar über Wochen damit beschäftigt gewesen zu sein, jede einzelne Verordnung zu prüfen. So schrieb ein Arzt, dass ein Regress ihn 60 Arbeitsstunden gekostet habe „plus circa 20 schlaflose Nächte.“

Hinzu kommen bei vielen Ärzten nicht unerhebliche Kosten für eine juristische Beratung im Regressverfahren. Bei 17 Prozent der Hausärzte, die Angaben zu Anwaltskosten machten, lagen diese unter 500 Euro, 21 Prozent kamen auf 500 bis 2000 Euro und bei 17 Prozent bewegten sich die Beratungskosten zwischen 2000 und 5000 Euro, weitere 18 Prozent lagen zum Teil deutlich darüber. Unter den 27 Prozent, die in ihren Regressverfahren kein Geld für eine juristische Beratung ausgegeben hatten, verfügten einige über eine entsprechende Rechtschutzversicherung.

„Diese Zahlen bestätigen eindrucksvoll, dass eine Regressforderung keinesfalls eine Bagatelle für den betroffenen Arzt ist, wie dies von verschiedenen Krankenkassenvertretern immer wieder gerne dargestellt wird“, kommentiert Dr. Markus Beier, 2. Stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes das Ergebnis - ein weiteres Argument für die neue und gerechtere Prüfvereinbarung, die jetzt kurz vor der Unterzeichnung steht.

 

Patientenumfrage 2013

Erste Umfrageergebnisse: Bayerische Patienten stehen hinter der HzV

Mit Stand vom 28.07.2013 haben rund 11.000 Patienten an der Patientenumfrage des Bayerischen Hausärzteverbandes teilgenommen. Dabei zeichnet sich ein positiver Trend ab: Die Patienten stehen mit ganz überwiegender Mehrheit zu ihren Hausärzten, zur HzV und wenden sich gegen Regresse.

RegressDie Frage zum Beispiel, ob Ärzte mit ihrem persönlichen Vermögen für die Verordnungen von Arzneimitteln, Krankengymnastik etc. haften sollen, beantworteten 90 Prozent mit „nein".

 
RegressEine Absage erteilen die Patienten der Refinanzierungsklausel: Auf die Frage, ob eine leistungsgerechte Bezahlung ihres Hausarztes beziehungsweise ihrer Hausärztin nur möglich sein soll, wenn diese durch Einsparungen bei Therapiekosten gegenfinanziert wird, antworten 87 Prozent mit „nein".

 HZV-PflichtDie gesetzliche Verpflichtung der Krankenkassen,ihren Versicherten eine besondere hausärztliche Versorgung anzubieten, halten nach aktueller Auswertung der Umfrage 78 Prozent für „sehr wichtig" und weitere 20 Prozent für „wichtig".

Interessant sind auch die Antworten zu der Frage, wofür die Krankenkasse Beitragsgelder ausgeben sollten. Auf Callcenter der Kassen können 96,5 Prozent demnach verzichten, auf Besuche von Kassenmitarbeitern rund 87 Prozent. Auch die Internet-Bewertung vom Ärzten hält die Mehrheit der Umfrageteilnehmer offenbar nicht für wichtig: Rund 70 Prozent finden, dass dafür keine Beitragsgelder verwendet werden sollten. Auch Werbung und Marketing sollen sich die Kassen keine Mitgliedsgelder kosten lassen, finden gut 92 Prozent der Umfrageteilnehmer. Anders sieht es bei Bonusprogrammen der Kassen aus: Immerhin 63 Prozent sind damit einverstanden, dass dafür Mitgliedsbeiträge ausgegeben werden.

Sie können sich noch weiter an der Umfrage beteiligen!

Patientenumfrage
Anschreiben Patientenbogen

 

Politikerumfrage 2013

15 Fragen zur Gesundheitspolitik: Bayerns Hausärzte fühlen Politikern auf den Zahn

Auswertung der Politikerumfrage

Politikerumfrage
Presseerklärung

 

Mitgliederbefragung 2012

Wo sollen künftig die Schwerpunkte der Verbandsarbeit liegen, welche berufspolitischen Projekte liegen den Mitgliedern besonders am Herzen, und welche Maßnahmen zur Durchsetzung hausärztlicher Forderungen würden Sie mittragen – das waren Schwerpunkte der großen BHÄV-Mitgliederumfrage im Sommer 2012.

Rund ein Drittel der BHÄV-Mitglieder nahm sich die Zeit, auf den Fragenkatalog einzugehen, den die AG Vernetzung im BHÄV vorbereitet hatte. Hier finden Sie die Auswertung der Mitgliederbefragung, der weitere folgen sollen, und Kommentare dazu.

Auswertung Mitgliederbefragung 2012
Kommentar Dr. Geis
Kommentar der AG Vernetzung

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