Weiterbildung - Palliativmedizin AAPV (praxisbegleitend)

Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV) für niedergelassene Haus- und Fachärzte/-Innen

Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, ist für uns niedergelassene Ärztinnen und Ärzte schon immer ein wichtiger Bestandteil unserer Tätigkeit. Wir kennen unsere Patienten und deren Familienangehörige in der Regel über einen längeren Zeitraum und genießen ein spezielles Vertrauensverhältnis. Das macht die Qualität der Beziehung Arzt – Patient im ambulanten Umfeld aus, die auch die Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV) trägt.

Der Gesetzgeber hat mit der Spezialisierten Ambulante Palliativversorgung (SAPV) ermöglicht, dass Menschen trotz komplexer Symptomlast in ihrer vertrauten Umgebung begleitet werden können. Die SAPV ist in vielen Regionen Bayerns etabliert, die AAPV ist als Regelversorgung vorausgesetzt, aber unseres Erachtens weder entsprechend gefördert noch honoriert.

Unser Ziel ist, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte für ihre Aufgabe der palliativen Begleitung Schwerstkranker in der AAPV zu stärken. Zudem wollen wir beim Gesetzgeber durch Professionalisierung der AAPV auf eine angemessene Honorierung unserer Tätigkeit hinwirken.

Die Bundesärztekammer definiert die Basisweiterbildung in der Palliativmedizin wie folgt:

Basiskurs                                                  
Kurs-Weiterbildung
40 Unterrichtseinheiten à 45 Min.          
(40 Std.)
  Fallseminar mit Supervision in drei Modulen 120 Std.
- Modul 1: Der schwerkranke, sterbende Patient, sein soziales 
                 Umfeld und das behandelnde Team (40 Std.)       
- Modul 2: Der individuelle Prozess des Sterbens im
                 gesellschaftlichen Kontext (40 Std.)
- Modul 3: Professionelles Handeln in d. Palliativmedizin (40 Std.)

Mit dem Ziel die AAPV zu stärken, hat die Arbeitsgruppe AAPV, bestehend aus qualifizierten Ärztinnen und Ärzten aus dem Bereich Palliativmedizin, ein Konzept zur praxisbegleitenden Weiterbildung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte entwickelt. Diese Kurs-Weiterbildung bezieht sich auf den Basiskurs von 40 Unterrichtseinheiten. Um die Zusatzbezeichnung Palliativmediziner/In führen zu dürfen, müssen weitere drei Module von insgesamt 120 Std. absolviert werden. Diese weiterführenden Module bieten z.B. die Hospizakademien an.

Wir bieten zusammen mit unseren Kooperationspartnern der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) diese Kurs-Weiterbildung (Basiskurs) von 40 Std. in einem neuen Format an, das den Bedingungen und Bedürfnissen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte entgegen kommt – dem Blended Learning.

Die Inhalte entsprechen dem gemeinsamen Curriculum der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Beides - Inhalte und Format - sind von der Bundesärztekammer und der DGP anerkannt.

Die 40 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Min. sind aufgeteilt in:

  • E-Learning über die KVB-Plattform Cura Campus: 11 UE + 1 UE Abrechnung u. SAPV – Verordnung (eine Zusatz- UE)
  • Präsenzunterricht an drei Samstagen: 1 x 9 und 2 x 8 UE - 25 UE
  • Hospitation von mind. 4 UE in einem regionalen SAPV – Team (bzw. in einer anderen regionalen Versorgungsstruktur)

Warum dieses Format?
Mit diesem Format wurde die Möglichkeit geschaffen, die 40 Std. Kurs-Weiterbildung komplett praxisbegleitend zu erwerben.

Blended Learning besteht aus E-Learning Modulen und Präsenzveranstaltungen.

E-Learning – Schwerpunkt der KVB:
Wir möchten Sie darin unterstützen, sich das nötige Wissen auf Cura Campus örtlich und zeitlich flexibel zu erwerben. Die E-Learning Module müssen vor jeder Präsenzveranstaltung bearbeitet werden. Sich daraus ergebende inhaltliche Fragen können anschließend im Präsenzmodul mit den Kursleiterinnen besprochen werden.
In jedem E-Learning Modul wird das nötige Wissen schriftlich vermittelt und anschließend geprüft. Die Lernerfolgskontrolle besteht aus 10 Multiple – Choice – Fragen mit 3 - 5 Antwortmöglichkeiten, wobei nur eine Antwort richtig ist. Die Bestehensgrenze liegt bei mindestens 70 Prozent richtiger Antworten.

Präsenzmodule – Schwerpunkt der Hausärztlichen Service und Wirtschaftsgesellschaft mbH (HSW GmbH)  - ein Tochterunternehmen des Bayerischen Hausärzteverbandes e.V.: Alle anderen Inhalte werden innerhalb der Präsenzmodule im Plenum (max. 24 Teilnehmer) und in Kleingruppen interaktiv und anhand von Fallbeispielen erarbeitet und vermittelt. Das Verhältnis von Interaktion und Frontalvortrag beträgt 50:50. Bitte bringen Sie eigene Fallbeispiele mit, die Sie bitte vor der Präsenzveranstaltung per E-Mail der jeweiligen Kursleiterin zu kommen lassen. Die Kursleiterin wird dann geeignete Fallbeispiele für das Plenum auswählen (Umfang ca. 1 Seite Din A4).

Hospitation:
Durch eine Hospitation in einem SAPV - Team erhalten Sie Einblicke in dessen Arbeitsweise, was der besseren Vernetzung zwischen AAPV und SAPV dienen soll. Adressen von SAPV-Teams, bei denen Sie hospitieren können, erhalten Sie zusammen mit der Seminarzusage. Sollten keine SAPV - Teams in Ihrer Region vorhanden sein, können Sie in einer anderen Versorgungsstruktur (Palliativstation, palliativmedizinische Dienste, stationäres Hospiz) mit der Sie zukünftig zusammen arbeiten möchten, hospitieren.


Seminarinhalte – Kurs-Weiterbildung (40h) – Blended Learning:

  •  Trainingseinheit A – E-Learning Module: 
         Grundlagen der Palliativmedizin, Ethik, Teamarbeit: Zusammenarbeit mit anderen
         Berufsgruppen; Abrechnung und Verordnung (Zusatzmodul)

  •  Trainingseinheit A – Präsenzveranstaltung:
       
     Modul A1 Grundlagen der Palliativversorgung
         Modul A2 Wahrnehmung und Kommunikation
         Modul A3 Psychische und spirituelle Faktoren
         Modul A4 Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen

  •  Trainingseinheit B – E-Learning Module: 
        Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Zusammenarbeit und Kommunikation mit anderen
        Institutionen der Palliativversorgung

  •  Trainingseinheit B – Präsenzveranstaltung
         Modul B1 Schmerztherapie
         Modul B2 Psychosoziale Aspekte: Selbstbestimmung am Lebensende
         Modul B3 Symptomkontrolle (Aufbau auf Modul E-Learning)
         Modul B4 Zusammenarbeit u. Kommunikation mit anderen Institutionen der Palliativversorgung
         (Aufbau auf Modul E-Learning)

  •      Trainingseinheit C – E-Learning Module:
         Rechtliche und ethische Grundlagen: Vollmachten und Verfügungen, Palliative Geriatrie und  
         Symptomkontrolle

  •  Trainingseinheit C
         Modul C1 Rechtliche und ethische Grundlagen
         Modul C2 Symptomkontrolle

Seminargebühr: 600,00 € inkl. 19% MwSt. pro Person

Diese Gebühr teilt sich auf in:
520,00 € für die E-Learning Module und die Präsenzveranstaltungen incl. Tagungsgetränke, Kaffeepausen und Mittagessen und 
80,00 € für die Hospitation. Die Hospitationsgebühren werden wir weiterleiten an die entsprechenden SAPV - Teams bzw. an andere Versorgungsstrukturen.

Die Kurs-Weiterbildungen sind bereits ausgebucht. Sollten Sie Interesse an einer Kurs-Weiterbildung haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit Carmen Fröstl unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Kontakt

HzV: Vertragsinhalte

Tel 089 1273927-30 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

HzV: Abrechnung

Tel 02203 57561111 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fortbildungsveranstaltungen

Tel 089 1273927-50 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verbandsmitgliedschaft

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