Einen Beruf, der Spaß macht und mit einer Familie vereinbar ist...

...wünscht sich Medizinstudentin Daniela Schlosser. Dass die Allgemeinmedizinin vor diesem Hintergrund in der engeren Auswahl ist, zeigt ihr die Famulatur in der Hausarztpraxis von Dr. Renate Waas und Kollegen.

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„Von alleine gibt es keinen Nachwuchs. Wenn wir wollen, dass es mit der Hausarztmedizin auch in Zukunft weiter geht, müssen wir den jungen Studierenden zeigen, wie es sich anfühlt, Hausärztin oder Hausarzt zu sein“, erklärt Dr. Renate Waas.

Gemeinsam mit ihrem Mann Christian und den Fachärzten für Allgemeinmedizin Dr. Marta Picucci und Dr. Manuel Sommer führt die 53-Jährige eine moderne hausärztliche Gemeinschaftspraxis in Bogen. „Zu unserem Team gehört außerdem noch eine angestellte Ärztin und ein Arzt in Weiterbildung" erläutert sie. "Daniela erhält bei uns ein realistisches Bild unseres Berufes. Sie ist deshalb auch dabei, wenn wir nach der Sprechstunde die Abrechnung machen. Abgeschreckt hat sie das bislang nicht.“

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„Das ist meine erste Famulatur und ich finde es sehr beeindruckend, was Hausärzte alles wissen“, erzählt Daniela Schlosser, die im 5. Semester in Regensburg Medizin studiert. Die 21-Jährige: „Ich habe mich schon immer für Naturwissenschaften interessiert. Und es macht mir sehr viel Freude, mit Menschen zu arbeiten. Ich kann mir durchaus vorstellen, mich später als Fachärztin für Allgemeinmedizin auf dem Land niederzulassen.“ Und dies, obwohl die 1,0-Abiturientin auch andere, lukrativere Wege einschlagen könnte: „Um die Höhe des Gehaltes geht es mir nicht. Ich möchte einen Beruf, der mich erfüllt und mir Spaß macht. Und der sich irgendwann auch mal mit einer Familie vereinbaren lässt. Insofern ist die Allgemeinmedizin schon mal in meiner engeren Auswahl, obwohl ich ja noch mitten im Studium stecke und mich erst in ein paar Jahren entscheiden muss.“

Die Famulatur in Bogen ist Teil des gemeinsamen Förderprojektes von Bayerischer Hausärzteverband und Techniker Krankenkasse. Um Medizinstudierenden die Famulatur in einer Landarztpraxis zu ermöglichen, werden dabei Unterbringungs- und Reisekosten bis zu einem Betrag von 500 Euro erstattet. Weitere Informationen zu dem Förderprojekt finden Sie hier