Famulatur in der Landarztpraxis: „Ich durfte sehr viel sehen und lernen und das in einem familiären, angenehmen Umfeld“

Daria Farahmand kZum Vergrößern bitte klicken.

Weil in Universitätsstädten „die meisten Ärzte unter einem ständigen Studentenwechsel leiden“, hat sich Daria Farahmand, die an der Universität Würzburg Medizin studiert, bewusst eine Landarztpraxis für ihre Famulatur ausgesucht. Mit Unterstützung durch das gemeinsame Famulaturförderprojekt des Bayerischen Hausärzteverbandes und der Techniker Krankenkasse (TK) lernte sie den Alltag im Hausarztzentrum Büchenbach im mittelfränkischen landkreis Roth bei Dr. H. J. Wiedemann, Dr. Wolfgang Hafner und Gerhard Frisch kennen. Hier ihr Bericht:

Ich habe mich bewusst für eine Famulatur auf dem Land entschieden, da gerade in den Unistädten die meisten Ärzte unter einem ständigen „Studentenwechsel“ leiden und man als einzelne Person nicht mehr so viel Beachtung findet.

Ganz anderes war es bei der Praxis in Büchenbach. Ich war die erste Famulantin seit langer Zeit und sowohl die Ärzte als auch die MFAs haben mich schnell in das Team integriert. Alle waren immer bemüht meine Fragen zu beantworten und mir weiter zu helfen.

Zu meinen Tätigkeiten zählten Blut abnehmen, Fäden ziehen, die Auskultation von Herz und Lunge, Palpation und vieles mehr. Ich bekam einen Einblick in die Wundversorgung und durfte selbstständig Patientenakten, Laborwerte und spannende Fälle aufarbeiten, die dann gemeinsam besprochen wurden. Mit Einverständnis der Patienten durfte ich bei Gesprächen zu hören und war überrascht wie vielfältig die Erkrankungen sind, die ein Hausarzt behandelt. Vom grippalem Infekt, über Depressionen, Rückenschmerzen und der Herzinsuffizienz bis hin zu seltenen Tumoren und Erkrankungen. Ich wurde mit zu Hausbesuchen und in das nahe gelegene Altenheim genommen.

Die Atmosphäre in dem Seniorenheim war sehr familiär, sowohl zwischen den Patienten und dem Arzt als auch zwischen dem Pflegepersonal und dem Arzt. Hier konnte ich eindeutig spüren wie miteinander für das Wohl der Patienten gearbeitet wird.

Ich verstand sehr schnell, welch eine wichtige Rolle der Hausarzt für viele Patienten spielt. Er ist nicht „nur“ der Behandler, sondern auch Seelsorger und Ratgeber. Gerade auf dem Land sind die Patienten teilweise von Geburt an in den Händen ihres Hausarztes und bringen ihm deshalb mehr Vertrauen entgegen als man anfangs erwartet. Besonders diese Nähe zum Patienten hat mir sehr gut gefallen. Außerdem ist es spannend die Lebens-und Krankheitsgeschichte von Patienten miterleben zu dürfen.

Ich hatte Glück und durfte sehr viel sehen und lernen und das in einem familiären, angenehmen Umfeld. Zurück an der Klinik werde ich sicherlich die Geduld und die Zuwendung meiner Hausarztpraxis in Büchenbach vermissen, aber gerade deshalb wird sie mir als vielleicht beste Famulatur in Erinnerung bleiben.

Dariah Farahmand (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) über ihre Famulatur im Hausarztzentrum Büchenbach in Mittelfranken.

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