Studium

Voraussetzungen für das Medizinstudium

Bundesweites Vergabeverfahren

Der Studiengang Humanmedizin ist zulassungsbeschränkt (numerus clausus). Die Universitäten ermitteln einmal jährlich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze. Diese werden dann nach bestimmten Kriterien wie u.a. der Wartezeit und der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung vergeben. Im Vorfeld legen die Universitäten keine bestimmten Notenwerte fest. Erst nach Abschluss des Verfahrens steht fest, welche Note erforderlich war, um zugelassen zu werden.

Die Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de, ehemals "Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen", kurz: ZVS) vergibt nur noch ca. 40 % der Studienplätze des zulassungsbeschränkten Studiengangs Humanmedizin (20 % für die Abitursbesten und 20% für die Auswahl nach Wartezeit).                                                       

Ca. 60% der Studienplätze werden von den Hochschulen selbst im sog. Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergeben. Die Teilnahme am AdH ist nur im Rahmen der Bewerbung bei der Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) möglich! Zusätzlich zur Bewerbung bei hochschulstart.de wird von einigen Hochschulen eine weitere Bewerbung bzw. Zusendung von Unterlagen verlangt.  

Erfahren Sie mehr unter http://www.hochschulstart.de/

 

Test für Medizinische Studiengänge (TMS)

Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) / "Medizinertest" ist ein spezifischer Studierfähigkeitstest und prüft das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen. Das Ergebnis des TMS ist ein Auswahlkritrium im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) an den bayerischen medizinische Fakultäten in Erlangen-Nürnberg, München, Regensburg und Würzburg.

Die Teilnahme am Test für Medizinische Studiengänge (TMS) ist für die Zulassung für den Studiengang Humanmedizin freiwillig. Die Chance auf einen Studienplatz in der Quote „Auswahlverfahren der Hochschulen“ AdH (gemäß den hochschuleigenen Kriterien in unterschiedlicher Gewichtung) kann sich allerdings durch das Testergebnis erhöhen.

Erfahren Sie mehr unter http://www.tms-info.org/index.php?id=ueber_den_tms

 

Medizinische Fakultäten und Lehrstühle für Allgemeinmedizin in Bayern

Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Mit einem gemeinsamen Festakt in der Orangerie der FAU Erlangen-Nürnberg würdigten die Universität und Bayerischer Hausärzteverband den ersten ordentlichen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin in Bayern sowie die Berufung von Prof. Dr. Thomas Kühlein zum Lehrstuhlinhaber. Hier und im Video-Beitrag erfahren Sie mehr dazu.

 

 

 

TU München 

mit dem Institut für Allgemeinmedizin     (Stiftungslehrstuhl der KV Bayerns und der AOK Bayern)

 

Ludwigs-Maximilians-Universität München

mit dem Institut für Allgemeinmedizin

UR

 

Universität Regensburg

mit der Lehr- und Forschungseinheit Allgemeinmedizin „Allmed“

 

Julius-Maximilians Universität Würzburg

mit dem Lehrbereich Allgemeinmedizin

Famulatur und Blockpraktikum in der Hausarztpraxis

Famulatur

Die Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) sieht seit Oktober 2013 eine Pflichtfamulatur von einem Monat in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung vor. Medizinstudenten, die sich zum 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung anmelden, müssen innerhalb der Famulaturen (Gesamtdauer vier Monate) einen Monat verpflichtend in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung nachweisen.

Blockpraktikum

Im klinischen Studienabschnitt (5. bis 10. Semester) werden Fünf der 21 gewählten Hauptfächer durch Blockpraktika während der Semester vertieft: Innere Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin (mind. 2 Wochen laut neuer AO!), Kinderheilkunde, Frauenheilkunde. 

Famulatur-/Praktikumsbörse

Auf den folgenden Seiten werden Angebote und Gesuche für Famulatur-/ und Praktikumsplätze in Hausarztpraxen veröffentlicht. Einige Praxen übernehmen sogar die Kosten für Anfahrt, Kost und Logis. Für Qualität und Wahrheitsgehalt kann der Bayerische Hausärzteverband keine Gewähr übernehmen. Sollte es Grund zur Beanstandung geben, so setzen Sie sich schnellstmöglich mit uns in Verbindung. Die Nutzung dieser Plattform ist kostenfrei.

Zur Famulatur-/Praktikumsbörse

Famulaturpraxen im Porträt

Beispielhaft stellen wir Ihnen einige Hausarztpraxen vor, die regelmäßig Famulatur- und Praktikumsplätze anbieten. Die Praxisportraits finden sie hier.

Famulaturförderung

Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse hat der Bayerische Hausärzteverband ein Projekt zur Famulaturförderung in Landarztpraxen aufgelegt. Medizinstudierende werden motiviert, Ihre Famulatur in einer Landarztpraxis zu absolvieren, um so Interesse für die ambulante, ländliche Primärversorgung zu wecken. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Famulaturberichte von Studierenden, die am Famulaturförderprojekt des Bayerischen Hausärzteverbandes und der TK teilgenommen haben, finden Sie hier.

Ein weiteres Projekt zur Famulaturförderung ist "Land.in.Sicht!" - ein gemeinsames Pilotprojekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden e.V. (bvmd) und der KVB, das ebenfalls Medizinstudierende für die Famulatur in einer Landarztpraxis gewinnen will. Erfahren Sie hier mehr über dieses Projekt!

PJ in der Hausarztpraxis / Praktikumsbörse

Das Praktische Jahr (PJ) schließt sich an den klinischen Teil des Medizinstudiums an. Medizinstudenten haben während des PJ die Chance, ein Tertial in der Allgemeinmedizin zu absolvieren und können somit "aus erster Hand" Einblick in die Hausarztpraxis gewinnen. Der Bayerische Hausärzteverband setzt sich weiterhin dafür ein, dass das PJ künftig in vier Quartale aufgeteilt wird wobei ein Quartal verplichtend in der Hausarztpraxis zu absolvieren ist. Somit wäre gewährleistet, dass alle Medizinstudenten Einblick in die Allgemeinmedizin erhalten und praktische Erfahrung in der Hausarztpraxis sammeln können. Gespräche mit jungen Medizinern zeigen uns immer wieder, dass das Interesse an der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin hoch ist, sobald diese während des Studiums (im Rahmen der Famulatur oder PJ) Einblick in die Köngisdisiplin Allgemein- und Familienmedizin erhielten.

10 gute Gründe für ein PJ in der Allgemeinmedizin:

  1. Know-how aus erster Hand und 1:1 Betreuung durch Lehrarzt / -ärztin
  2. Breit gefächertes Arbeitsspektrum (vielfältigste Diagnosen und Therapien, Gesprächsführung, Hausbesuche etc.)
  3. Einblick in die Besonderheit der langjährigen Hausarzt-Patienten-Beziehung
  4. Patienten in jedem Lebensalter
  5. Einblick in die Praxis-Abläufe/-Organisation
  6. Einblick in die Abrechnung (EBM, HzV, GOÄ)
  7. Einblick in die Niederlassungsformen und Aufgaben als Unternehmer
  8. Kennenlernen der Rahmenbedingungen (Krankenkassen/KV/HzV)
  9. Einblick in die Berufspolitik
  10. SIE werden gebraucht - in Stadt und Land! 

Praktikumsbörse

Auf den folgenden Seiten werden Angebote und Gesuche für Praktikumsplätze (PJ) in Hausarztpraxen veröffentlicht. Für Qualität und Wahrheitsgehalt kann der Bayerische Hausärzteverband keine Gewähr übernehmen. Sollte es Grund zur Beanstandung geben, so setzen Sie sich schnellstmöglich mit uns in Verbindung. Die Nutzung dieser Plattform ist kostenfrei.

Zur Praktikumsbörse (PJ)

PJ-Projekt Mittelfranken: Erste Hilfe gegen Ärztemangel in der Region

Für angehende Ärzte ergeben sich neue Perspektiven im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Ein Teil des Praktischen Jahres kann ab sofort in der Region abgeleistet werden. Möglich macht dies die Akkreditierung der Praxen Dr. Schaaf in Absberg, Dr. Metzmacher in Gunzenhausen und Dres. Graf / Weymann in Theilenhofen zu Akademischen Lehrpraxen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen–Nürnberg (FAU).

PJ ProjektZum Vergrößern bitte klicken.

Die beteiligten Praxen sehen dies als Chance, bei den angehenden Kollegen Interesse für die Landarztmedizin zu wecken. “Studenten, die bei mir ein Praktikum während des Studiums absolvierten, äußerten sich immer wieder positiv überrascht über das breite Spektrum in der Praxis, die sehr freundliche und persönliche Aufnahme durch die Patienten und die vielfältigen Möglichkeiten der Region in Hinblick auf Freizeitgestaltung und Kultur“, berichtet Dr. Ute Schaaf.

Dr. Marc Metzmacher ergänzt: „Wir haben nun die Möglichkeit, Studenten frühzeitig die Möglichkeiten der Medizin auf dem Land aufzuzeigen – Studenten, die bis dahin meist nur Großstadt und Klinik in ihre beruflichen Perspektiven einbezogen haben. Wenn die angehenden Ärzte unseren Landkreis erst mal kennen und die hausärztliche Tätigkeit auf dem Land mit dem abwechslungsreichen Tätigkeitsfeld schätzen lernen, hat die ärztliche Versorgung auf dem Land dauerhaft eine Chance.“

Johanna Kurzhagen hat die Gelegenheit wahrgenommen, den Alltag in einer Landarztpraxis kennenzulernen. Sie absolviert ein Tertial ihres Praktischen Jahrs bei Dr. Metzmacher. Was sie dazu veranlasst hat? „Ich verspreche mir, in einer Hausarztpraxis auf dem Land einen tieferen Einblick in die Allgemeinmedizin zu bekommen, als in der Stadt“, erklärt sie. „Ich erwarte dort ein breiteres Patientenspektrum und intensivere Patientenbetreuung aufgrund der geringeren Facharztdichte. Darüber hinaus erhoffe ich mir eine intensivere Betreuung durch den für mich zuständigen, sehr motivierten Allgemeinmediziner.“ Wichtig für ihre Entscheidung war die bereitgestellte Unterkunft, ohne die es für sie nicht möglich gewesen wäre, das Terial in der Landarztpraxis anzutreten, wie sie sagt.

Das hat die Stadtverwaltung Gunzenhausen erkannt und für die erste PJ-Studentin im Landkreis und ihre Nachfolger in Gunzenhausen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt. Auch bei der Ersteinrichtung leistet die Stadt vorbildliche und zukunftsweisende Unterstützung.

Für die Studenten, die noch in ihrer Universitätsstadt leben und bereits Miete zahlen, ist eine doppelte Mietzahlung nicht machbar. Wohnraum ist also eine Grundvoraussetzung für die ersten Berührungen mit der ländlichen Allgemeinmedizin.

Stipendiumprogramm des Ministeriums

Die Förderprogramme des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege beinhalten auch ein Stipendium für Medizinstudierende.

Schon frühzeitig sollen Medizinstudenten für eine spätere Tätigkeit im ländlichen Raum motiviert werden und somit weiterhin eine flächendeckende und möglichst wohnortnahe medizinische Versorgung auf hohem qualitativem Niveau sichern. So erhält ein Medizinstudierender ein Stipendium von 300€ pro Monat (maximale Förderungsdauer von vier Jahren), wenn er sich festlegt, nach der Facharztprüfung für mindestens fünf Jahre auf dem Land tätig zu sein.

Die homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege informiert Sie umfassend über alle Förderprogramme, die Richtlinien des Förderprogramms für Medizinstudierende und bietet die Möglichkeit das Antragsformular downzuloaden.

 

 

Promotion

In Deutschland sind 60% aller Ärzte promoviert. Im Regelfall wird eine Doktorarbeit von einem Betreuer vergeben. Dieser ist üblicherweise ein promovierter Mitarbeiter des Lehrstuhles, der Sie in das Thema einarbeitet und Sie während der Arbeit bis zu Erstellung der Promotionsarbeit begleitet. Der habilitierte Doktorvater ist Leiter des betreffenden Lehrstuhles. Er begutachtet Ihre Doktorarbeit und trägt die wissenschaftliche Verantwortung.

Ihre Dissertation müssen Sie eigenständig anfertigen. Meist starten Sie mit der Doktorarbeit schon während des klinischen Studiums wobei das Promotionsverfahren erst nach Beendigung des Studiums abgeschlossen werden kann. Hierzu erhalten Sie nähere Information von Ihrem Dekanat. Da Sie für lange Zeit an Ihr Thema und die Forschergruppe gebunden sind, sollten Sie sich vorab Ihrer Stärken und Interessen bewusst machen. Außerdem ist es ratsam vorab abzuschätzen, in welcher Fachrichtung Sie sich weiterbilden und wieviel Zeit Sie für die Dissertation einplanen möchten. Bitte beachten Sie auch Aushänge, Fachschaften, Dekanate, Graduiertenkollegs oder Doktorandenbörsen, die auf Themen aufmerksam machen. Zur Einarbeitung und Durchführung ist es für Sie von Vorteil, erfolgreiche Dissertationen Ihres Betreuers zu sichten und die Promotionsordnung der Universität zu lesen.

Am Besten erstellen Sie zunächst einen Arbeits- und Zeitplan bevor Sie dann mit der Literaturrecherche und -analyse, Exposé, Gliederung und die Klärung von Publikationsmöglichkeiten/Autorenschaften starten. Die Dissertation umfasst ungefähr 100 Seiten. Um Ihre Doktorarbeit erfolgreich umsetzen zu können, ist neben der Datenerhebung und -auswertung  und ständigem Arbeiten am Text auch der regelmäßige Austausch mit Ihrem Doktorvater und eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem promovierten Betreuer notwendig. 

Hier finden Sie interessante Links zum Stöbern:

www.doktorandenboerse.info

www.mft-online.de

www.pubmed.de

 

 

 

Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) / Famulaturförderung

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) vertritt auf nationaler und internationaler Ebene die Interessen der Medizinstudenten Deutschland's. Hier erfahren Sie mehr zur bvmd. 

Pilotprojekt: Famulaturförderung auf dem Land

Informieren Sie sich hier in der Pressemitteilung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) über das Projekt "Land.in.Sicht" - ein gemeinsames Pilotprojekt von bvmd und der KVB. Dabei werden dreißig Famulaturplätze in hausärztlichen bayerischen Praxen auf dem Land unterstü̈tzt und Medizinstudierende dazu motiviert, praktische Erfahrungen in einer Landarztpraxis zu sammeln. Ziel ist es, die flächendeckende ärztliche Versorgung auch künftig zu sichern.

 

 

Kontakt

HzV: Vertragsinhalte

Tel 089 1273927-30 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

HzV: Abrechnung

Tel 02203 57561111 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fortbildungsveranstaltungen

Tel 089 1273927-50 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verbandsmitgliedschaft

Tel 089 1273927-10 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hausarzt Patienten Magazin

Heft HA17 10 Titel R05 webHier finden Sie die bisherigen Beihefter des Bayerischen Hausärztever- bandes
und Ihr Bestellformular.

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