Bayerns Hausärzte fordern Stärkung der Allgemeinmedizin

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Pressemitteilung zur Delegiertenversammlung des Bayerischer Hausärzteverbandes am 02.12.2017.

München, 4. Dezember 2017 – Die Förderung eines freiwillige Primärarztsystems, die Weiterentwicklung der Hausarztzentrierten Versorgung, verstärkte Anstrengungen bei der Nachwuchsgewinnung und die konsequente Umsetzung der Bereitschaftsdienstreform hat der Bayerische Hausärzteverband auf seiner Delegiertenversammlung am Wochenende in Nürnberg gefordert, um die Allgemeinmedizin zu stärken.

„Von 1000 Bürgern wird eine Person auf einer Intensivstation behandelt, wir Hausärzte versorgen dagegen Tag für Tag mehr als das Hundertfache an Patienten. Das zeigt eindrucksvoll, wie unverzichtbar die Allgemeinmedizin für die Bürgerinnen und Bürger ist“, so Dr. Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes.

Unter dem Titel „Hausärztliches Selbstverständnis stärken“ fordert die Delegiertenversammlung deshalb einstimmig die Träger der Selbstverwaltung, Krankenkassen sowie den Gesetzgeber auf, „weitere Maßnahmen und Vorhaben umgehend einzustellen, die die Koordinierungsfunktion der Hausärztinnen und Hausärzte und damit das hausärztliche Selbstverständnis als der erste Ansprechpartner in allen medizinischen Belangen für die Patientinnen und Patienten zu schwächen, und der zunehmenden Zerstückelung der Patientenversorgung durch geeignete Maßnahmen – wie der Förderung eines freiwilligen Primärarztsystems und dem Ausbau der Hausarztzentrierten Versorgung - entschieden entgegenzuwirken.“

Einstimmig verabschiedete die Delegiertenversammlung ein Nachwuchspaket, um „die Hausarztmedizin für junge Medizinerinnen und Mediziner attraktiv zu gestalten und die Niederlassung von jungen Hausärztinnen und Hausärzten zu fördern“. Inhalte dieses Nachwuchspakets sind unter anderem die Weiterentwicklung der Hausarztzentrierten Versorgung, die konsequente Umsetzung der Bereitschaftsdienstreform, die finanzielle Förderung von PJs und Famulaturen in den Hausarztpraxen und die schnelle Einrichtung der noch fehlenden Lehrstühle für Allgemeinmedizin in Augsburg und Regensburg.

Ebenfalls einstimmig sprach sich die Delegiertenversammlung dafür aus, „die laufende Reform des Bereitschaftsdienstes in Bayern flächendeckend so schnell wie möglich offensiv voranzubringen“. Die Erfahrungen in den Pilotregionen, so erklärte Dr. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns in seinem Vortrag, seien hervorragend. Die Neuordnung des Bereitschaftsdienstes sieht eine maximale Belastung von 80 Stunden pro Jahr und Arzt vor.

Dr. Dieter Geis: „Die enorme zeitliche Belastung durch den Bereitschaftsdient war in der Vergangenheit gerade für junge Mediziner ein wichtiges K.o-Kriterium sich niederzulassen. Die Reform des Bereitschaftsdienstes ist deshalb zwingend erforderlich, um die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Land und Stadt nachhaltig sicherzustellen.“

Ansprechpartner Presse: Torsten Fricke, Tel. 0171-41 58 329 / Heike Blümmel, Tel. 089-12 73 927 12

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