Neues aus dem Bezirk

Rahmenbedingungen für Hausärzte und Pflegekräfte verbessern!

Veröffentlicht am .

2016 Dr. BeierZum Vergrößern bitte klicken.

Wie sieht die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems aus? Was ist zu tun, um Probleme wie Hausärztemangel und Pflegenotstand zu lösen? Zu Fragen wie diesen tauschten sich Dr. Markus Beier, stellv. Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Albrecht Bender, kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Erlangen, sowie Christian Albert und Johannes Binder, Studenten der Humanmedizin an der FAU Erlangen-Nürnberg, im Rahmen einer Podiumsdiskussion am 07.09.2017 in Erlangen aus. Martina Stamm-Fibich (SPD), Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestags, moderierte die Diskussion.

Zum Thema Nachwuchs wurde die Umsetzung des Masterplan Medizinstudium 2020 angemahnt. „Es gibt viele motivierte Studierende, die ärztlich tätig werden wollen. Es liegt auch an der Politik, die Rahmenbedingungen noch mehr so zu gestalten, dass noch mehr von ihnen ihre Zukunft in der hausärztlichen Versorgung sehen“, betonte Dr. Beier. So hält er beispielsweise die Weiterentwicklung der HzV-Verträge für unerlässlich.

Zur derzeit viel diskutierten akademischen Qualifizierung von Pflege- und anderen nichtärztlichen medizinischen Fachberufen warnt er davor, immer wieder neue Strukturen mit neuen Schnittstellenproblemen einzuführen: „Dass man jede Woche neue Berufsbilder, Studiengänge und Ausbildungsstätten einführt, löst keine Probleme. Wir müssen unsere Pflegekräfte vor Ort weiterbilden, mehr wertschätzen und bessere Arbeitsbedingungen und Löhne für sie schaffen. Das gilt auch für das Praxispersonal“, sagt Dr. Beier und verweist auf die Qualifizierung zur „Betriebswirtschaftliche Assistentin in der Hausarztpraxis“, kurz BEAH, die der Bayerische Hausärzteverband Medizinischen Fachangestellten (MFA) anbietet, oder die „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis" (VERAH), eine vom Deutschen Hausärzteverband angestoßene Qualifizierungsinitiative für MFA. Diese Qualifizierungsangebote entlasten Hausärztinnen und Hausärzte gezielt und bieten MFA gleichzeitig neue berufliche Perspektiven. Hinzu kommen fortlaufende Fortbildungsangebote, die auf die Anforderungen an MFA in der Hausarztpraxis zugeschnitten sind.

Ein weiteres aktuelles Thema, das in der Erlanger Podiumsdiskussion zur Sprache kam, ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen. „Moderne Technologien und Modelle wie der „TeleArzt“ können dazu beitragen, die Kommunikation und den Informationsfluss zu verbessern“, so Dr. Beier, schränkt jedoch ein: “Aber die Digitalisierung kann keine direkte Arzt-Patienten-Beziehung ersetzen.“

Dr. Beier beurteilte die Diskussion vor 70-90 interessierten Zuhörern als „sehr gelungen, weil viele wichtige Themen offen angesprochen und lebhaft diskutiert wurden.“ Auch die Lokalpresse berichtete über die Diskussion. Einen Zeitungsbericht finden Sie hier.

Kontakt

HzV: Vertragsinhalte

Tel 089 1273927-30 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

HzV: Abrechnung

Tel 02203 57561111 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fortbildungsveranstaltungen

Tel 089 1273927-50 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verbandsmitgliedschaft

Tel 089 1273927-10 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hausarzt Patienten Magazin

Heft HA17 10 Titel R05 webHier finden Sie die bisherigen Beihefter des Bayerischen Hausärztever- bandes
und Ihr Bestellformular.

medCAST

medcast

Prof. Montag über Big Data in Wissenschaft und Medizin

Newsletter bestellen

icon mailAbonnieren Sie
unsere BHÄVnews.