Neues aus dem Bezirk

Bezirks-Newsletter Juli 2017 für München Stadt und Land

Veröffentlicht am .

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist Zeit, Ihnen die wichtigsten Neuigkeiten rund um die hausärztliche Tätigkeit in München
darzulegen. Unsere Themen in diesem Newsletter:

  • Bayerischer Hausärzteverband und KVB erfolgreich auf Kurs
  • Neue Telematik-Infrastruktur kommt in Ihre Praxis
  • Reform des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes in München
  • Notfallversorgung – Stimmungsmache und Polemik durch die Vorsitzenden des ÄKBV
  • Deutscher Ärztetag im Mai in Freiburg
  • „Grundversorgung ohne Hausarzt ist wie ein Konzert ohne Dirigent“
  • Wahl zum ÄKBV und zur BLÄK im November 2017

 • Bayerischer Hausärzteverband und KVB erfolgreich auf Kurs

Die neue KVB-Spitze, angeführt von unserem Spitzenkandidaten Wolfgang Krombholz, hat die Arbeit aufgenommen. Die Koalition aus Hausärzten, Fachärzten und Psychotherapeuten läuft rund und wir konnten erste wichtige Richtungsentscheidungen gemeinsam treffen. Solange der Bayerische Hausärzteverband entscheidende Positionen in der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) besetzt, können Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, sicher sein, wird der Servicegedanke gegenüber Ihnen über Allem stehen. Wenn Sie Probleme oder Sorgen haben, wenden Sie sich gerne an unseren Vorstandsbeauftragten Dr. Christoph Grassl: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, bei technischen Fragen bitte an die jeweilig zuständigen Mitarbeiter - zu finden auf der Homepage www.kvb.de.

Die Hausarztverträge bleiben weiter hoch attraktiv. Hier haben vor allem die HzV-Verträge mit den Ersatzkassen und der Techniker Krankenkasse einen großen Schritt nach vorne gemacht. Sie liegen nun auf einem ähnlichen Niveau wie der beliebte HzV-Vertrag AOK Bayern. Die Restzahlungen sind zuverlässig ca. einen Monat vor der KVB-Restzahlung auf Ihrem Konto. Der bürokratische Aufwand ist überschaubar. Die Geschäftsstelle des Verbandes hilft Ihnen gerne. Senden Sie einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder rufen Sie an: 089/127 39 27 30.

Wenn Sie sich über unsere Arbeit freuen, diese für Ihre Zukunft sichern und weitere Vorteile genießen möchten, werden Sie Mitglied in Ihrem Hausärzteverband: www.hausaerzte-bayern.de


• Neue Telematik Infrastruktur kommt in Ihre Praxis

Nach dem E-Health-Gesetz der Bundesregierung sind die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten ab 01.07.2018 unter Androhung von Vergütungskürzungen verpflichtet, das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) in der Praxis durchzuführen. Hierzu sind einige technische Neuerungen in den Praxen zwingend notwendig. Einige dieser Neuerungen sind aktuell noch gar nicht erhältlich. Der Bayerische Hausärzteverband und die KVB wehren sich vehement dagegen, die Niedergelassenen hier unnötig unter Druck zu setzen. Eine Fristverlängerung konnte zwischenzeitlich erreicht werden. Ich fordere genug Zeit und vor allem eine eindeutig erwiesene Machbarkeit. Es muss sichergestellt sein, dass der Stammdatenabgleich nicht das Zeitmanagement an unseren Anmeldungen in größere Schwierigkeiten bringt. Die Kostenübernahme für die technischen Neuerungen (u.a. wieder neue Kartenlesegeräte) tragen immerhin die Krankenkassen. Aber wir sollten uns doch auch im Austausch mit den Softwarehäusern auf diesen, sicher einen der größten Umbrüche der letzten Jahrzehnte in unserer Praxisarbeit, vorbereiten. Denn der Stammdatenabgleich ist nur der erste Schritt!

• Reform des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes in München

Wir bleiben unserem Motto treu: „Keiner soll den Dienst machen müssen, der nicht möchte oder nicht kann“. Die Reform ist ein wichtiges Element, um die Arbeitsbedingungen der niedergelassenen Ärzten besser zu gestalten. Die wichtigsten Elemente sind das Poolarztsystem, das auch in München bereits existiert. Hier kann man ungeliebte Dienste weitergeben. Genaueres unter www.kvb.de. Eine Neugliederung der Dienstbereiche, die im Laufe des nächsten Jahres kommen wird, wird eine Änderung der Dienstzeiten und Frequenzen mit sich bringen (in der Regel werden Sie deutlich seltener Dienst haben). Und zuletzt die Tatsache, dass alle Dienste durch einen qualifizierten Fahrer begleitet werden.

• Notfallversorgung – Stimmungsmache und Polemik durch die Vorsitzenden des ÄKBV:

Die Vorsitzenden des Ärztlichen Kreisverbandes München (ÄKBV) haben der KVB und indirekt uns niedergelassenen Ärzten vorgeworfen, uns an der Notfallversorgung in München unzureichend zu beteiligen und die Klinikärzte im Regen stehen zu lassen. Hierzu werden Zahlen einer Studie aus dem Jahr 2015 vom Institut für Notfallmedizin der LMU angeführt. Leider werden diese an sich interessanten Zahlen völlig undifferenziert zur Stimmungsmache missbraucht. Die KVB weiß aufgrund der Abrechnungsdaten genau, wie viele ambulante Notfälle auch in den Krankenhäusern versorgt werden. Hier zeigt sich, dass der größte Anteil an ambulanten Notfällen von uns Niedergelassenen versorgt wird. In keiner anderen Region in Bayern gibt es so viele Bereitschaftspraxen und in keiner anderen Stadt gibt es einen 24-Stunden-Fahrdienst wie in München. Und auch in unseren Hausarztpraxen werden tagtäglich unzählige Notfälle behandelt. Gleichwohl fährt die KVB die Kapazitäten in den Bereitschaftspraxen schrittweise und bedarfsgerecht hoch. Die Krankenhausärztinnen und -ärzte sind uns sehr nahe, weil wir alle selbst einst an ihrer Stelle waren. Und deshalb ist uns wohl bekannt, dass es auch in den Häusern selbst durchaus Potential gibt, das Management in den Nothilfen zu verbessern. Ganz im Sinne der dort tätigen häufig kundigen KollegInnen. Trotzdem sollte man gelassen bleiben. Die oben genannte Studie hat auch gezeigt, dass die Kapazitäten der Nothilfen in München absolut ausreichen.

• Deutscher Ärztetag im Mai in Freiburg

Auf dem Deutschen Ärztetag in Freiburg konnten im Mai verschiedene Anträge der Vertreter des Deutschen Hausärzteverbandes auch in enger Abstimmung mit der DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin) diskutiert und einige auch beschlossen werden. U.a. die neue Weiterbildungsordnung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Es bleibt u.a. bei 24 Monaten Weiterbildung in der Hausarztpraxis, damit die Qualität unserer Tätigkeit gesichert bleibt. Ein erfolgreicher Antrag "Zukunftsperspektive der hausärztlichen Versorgung durch ein hausarztgeleitetes interprofessionelles Versorgungsteam" stärkt die zentrale Rolle des Hausarztes in der flächendeckenden Versorgung und wirkt einer Übernahme von Teilen unserer Tätigkeit durch Akteure außerhalb der Hausarztpraxis entgegen. Auch die Geriatrie war wieder Thema. Wir sind der Überzeugung, dass wir durch die Weiterbildung als Fachärzte für Allgemeinmedizin als einzige dazu befähigt sind, die geriatrische Versorgung im niedergelassenen Bereich zu leisten. Einen Facharzt für Geriatrie lehnen wir deshalb strikt ab!

• „Grundversorgung ohne Hausarzt ist wie ein Konzert ohne Dirigent“

Die Facharztverbände versuchen zunehmend, ihre Fachspezialisten als Grundversorger darzustellen. Nach dem Motto der HNO leistet Grundversorgung für Patienten mit Halsschmerzen, der Orthopäde Grundversorgung für Patienten mit Rückenschmerzen etc.. Wir sagen an dieser Stelle: Stopp! Wer sich diese Vorstellung aneignet, hat das Wesen unseres Gesundheitssystems mit dem Hausarzt als primärem Ansprechpartner nicht verstanden. Grundversorgen kann nur der, der die angemessene Breite des Fachgebietes mitbringt, der den ganzen Menschen mit seiner Medikation, seinen Komorbiditäten, seinen Unverträglichkeiten kennt. Man sollte viel eher den Patienten mit oben genannten Symptomen Anreize geben, zuerst zu ihrem Hausarzt zu gehen. Das ist nicht nur ökonomischer, sondern auch zuträglicher für deren Gesundheit. Dies zeigte u.a. die Studie zur Hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg aus dem Jahre 2013.
Als Hausärzte müssen wir solchen Bestrebungen zukünftig entschieden entgegentreten.

• Die Wahl zum ÄKBV und zur BLÄK im November 2017

Alle Münchner Hausärzte sind aufgerufen, hier teilzunehmen. Unterstützen Sie unsere Liste „Die Münchner Hausärztinnen und Hausärzte“ mit Ihrem Kreuz! Nur so können wir uns weiter für Ihre Interessen einsetzen. Weitere Informationen werden in den nächsten Wochen folgen.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen allen, den Münchner Hausärztinnen und Hausärzten, eine gute Zeit!

Kontakt: Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!       Fax: 089/6252710

Mit besten Grüßen

                           

Oliver Abbushi                           Christoph Grassl

  Unterschrift Dr. Abbushi             Unterschrifft Dr. Grassl

Delegierte:

Andreas Durstewitz       Peter Hauber        Günther Holthausen        
Friedrich Kiener Margit Kollmer Tanja Pönitsch
Daniel Pohl Wolfgang Ritter Hans-Joachim Willerding


Ersatzdelegierte:

Christina Adamczyk     Georg-Eike Böhme       Markus Frühwein       
Zuzanna MacDonald Viktoriya Mintser Michael Weber
Rudolf Schäfer Roland Vogel  

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