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Aktuelle Umfrage bestätigt: Hausärztlicher Nachwuchs dringend benötigt

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Gesundheitsregion Plus Würzburg Stadt und LandkreisAnfang November 2017 hatte die Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Würzburg in Kooperation mit dem Bayerischen Hausärzteverband, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und dem Ärztlichen Kreisverband Würzburg eine Umfrage unter Hausärztinnen und Hausärzten in der Region initiiert, um die zukünftige Entwicklung der hausärztlichen Versorgungsstruktur zu ermitteln. Nun liegen die Ergebnisse dieser Umfrage vor. Demnach planen mehr als ein Drittel der 122 Ärztinnen und Ärzte, die an der Umfrage teilnahmen, ihre Praxen in den nächsten 5 Jahren abzugeben. Über die Hälfe von ihnen hat noch keinen Nachfolger in Sicht, und rund zwei Drittel der Hausärzte, die ihre Praxen abgeben möchten, wünschen sich Unterstützung bei der Nachfolgeregelung.

Dr. Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes überrascht das nicht: „Wir warnen seit Jahren vor Lücken in der hausärztlichen Versorgung. Leider wurde das Problem des ausbleibenden Nachwuchses im hausärztlichen Bereich lange ignoriert – von der Politik, den Krankenkassen und auch den Hochschulen. Das hat sich inzwischen geändert, wie Förderprogramme der KV und des Freistaats oder auch das Engagement der Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Würzburg für die hausärztliche Versorgung zeigen. Auch die Einrichtung des neuen Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Universität Würzburg und der vor kurzem gegründete Weiterbildungsverbund Würzburg sind wichtige Schritte, um mehr Nachwuchsmediziner für die hausärztliche Versorgung und für unsere Region zu gewinnen.“

Das sieht auch Dr. Christian Pfeiffer so und weist auf ein weiteres interessantes Detail der Umfrageergebnisse hin: Wer die Nachfolge in einer Hausarztpraxis antritt, kommt oft aus der Familie des Praxisabgebers, und die Verbundenheit mit der Region spiegelt sich auch bei den Umfrageteilnehmern wieder. Annähernd zwei Drittel sind in der Stadt oder dem Landkreis Würzburg tätig, da dies ihre Heimatregion ist, die Praxis der Eltern übernommen wurde, sie in Würzburg studiert haben oder sie vorher schon beruflich in der Region tätig waren. „Wenn das allgemeinmedizinische Angebot an der Universität Würzburg jetzt durch die beiden neuen Lehrstuhlinhaberinnen Prof. Dr. med. Anne Simmenroth und Prof. Dr. med. Ildikó Gágyor ausgebaut wird und auch die Weiterbildung Allgemeinmedizin in der Region durch Weiterbildungsverbünde erleichtert wird, entscheiden sich künftig vielleicht mehr Medizinabsolventen dafür, In Würzburg und Umgebung eine Hausarztpraxis zu übernehmen“, hofft er.

Informationen zu der Umfrage und ihren Ergebnissen sind in einer Pressemitteilung der Gesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Würzburg zusammengefasst, die Sie hier finden.

Über die Hausärztebefragung und die Nachwuchsprobleme im hausärztlichen Bereich berichtete der Regionalsender TV Touring. Den Bericht können Sie hier auf der Website derGesundheitsregion Plus Stadt und Landkreis Würzburg sehen.

 

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