"Das Leben und den Alltag in einer Hausarztpraxis mal für längere Zeit hautnah mitzuerleben ist wirklich klasse!"

Clara DeutschmannZum Vergrößern bitte klicken.

Für Clara Deutschmann war die Allgemeinmedizin "schon immer ein besonderes Fach". So war es naheliegend, dass sie ein PL-Tertial in einer Hausartztpraxis verbringen wollte. Gefördert von der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband, lernte sie die hausärztliche Versorgung in der Praxis von Dr. Anna-Maria Frangoulis in Gilching kennen und ist begeistert: "Unglaublich viel, was ich in der Zeit gesehen und geübt habe, werde ich in meiner Zeit als Assistenzärztin gut gebrauchen und darauf zurückgreifen können!", schreibt sie in ihrem Bericht über die Zeit bei Dr. Frangoulis:

1. Motivation für ein PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin

Mein PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin habe ich bei Frau Dr. Anna-Maria Frangoulis in Gilching-Argelsried absolviert. Vorne weg: es war wirklich ein einzigartig tolles Tertial, was ich jedem, der sich für Allgemeinmedizin interessiert, absolut ans Herz legen würde!

Allgemeinmedizin war für mich schon immer ein besonderes Fach: Vor allem interessiert hat mich der Begriff des unausgelesenen Patientenguts. Ich finde es schön, Jung und Alt, Männer und Frauen, Familien und Kinder zu betreuen. Gerade die Variabilität und Vielfalt der Fälle finde ich spannend, weswegen ich mich für ein PJ-Tertial in der Hausarztpraxis entschieden habe. Darüber hinaus ist die 1 zu 1 Betreuung eine optimale Vorbereitung und bietet die Chance, sich auf den späteren Beruf einzustellen.

2. Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Am Anfang bin ich mit Frau Dr. Frangoulis mitgelaufen und habe so in Ruhe einen Einblick in den Praxisalltag bekommen. Sehr oft haben wir nach dem Patientengespräch den Fall noch mal zusammen aufgearbeitet und mögliche Therapien und Vorgehensweisen besprochen. Man lernt schnell dazu und kann innerhalb von kurzer Zeit bei einigen Patienten vorgehen. Nach meiner Anamnese und körperlichen Untersuchung habe ich den Patienten dann bei Frau Dr. Frangoulis vorgestellt und bin mit mit ihr zusammen dann noch einmal zum Patienten gegangen. Neben der Theorie legte Frau Dr. Frangoulis sehr viel Wert auf die körperliche Untersuchung, wie zum Beispiel die orthopädische oder neurologische Basisuntersuchung, die man nach dem Tertial perfekt drauf hat. Diese Vorgehensweise ist als angehender Arzt wirklich hervorragend, da einem stets etwas zugetraut wird, man aber permanent Rücksprache halten kann und die eigene Arbeit durch einen Experten korrigiert wird.

3. Betreuung vor Ort

Die Praxis ist in Gilching-Argelsried, sodass ich damals von meiner Wohnung in München mit der Bahn zur Praxis gependelt bin. Vom Marienplatz fährt man entspannt eine halbe Stunde mit der S-Bahn.
In Gilching-Argelsried gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, sodass man immer etwas beim Bäcker oder Supermarkt findet. Zusammen mit Frau Dr. Frangoulis arbeiteten noch eine sehr nette Assistenzärztin und drei Arzthelferinnen in der Praxis. Die Atmosphäre in der Praxis ist sehr gut und wir haben regelmäßig mittags gemeinsam gegessen oder kurze Kaffeepausen genossen.

5. Land und Leute

Das Patientenklientel bei Frau Dr. Frangoulis ist sehr vielfältig, sodass man in den Monaten über langfristige Therapien (z.B. RR-Einstellung, Diabetes Mellitus), chronische Erkrankungen (z.B. COPD, Atopische Dermatitis) und akuten Ereignissen (z.B. ACS, Schwindel) sehr viel lernt. Auch Haus-, sowie Seniorenheimbesuche kommen nicht zu kurz und finden zweimal die Woche statt. Ich fand die Menschen in Gilching-Argelsried ausgesprochen freundlich, offen und zugewandt und kann die Praxis jedem uneingeschränkt empfehlen, der dem Großstadttrubel für eine kurze Zeit entkommen möchte.

6. Fazit

Das Leben und den Alltag in einer Hausarztpraxis mal für längere Zeit hautnah mitzuerleben ist wirklich klasse! Unglaublich viel, was ich in der Zeit gesehen und geübt habe, werde ich in meiner Zeit als Assistenzärztin gut gebrauchen und darauf zurückgreifen können!
Ich wünsche euch viel Spaß im Allgemeinmedizin-PJ!

Clara Deutschmann, TU München