Cambodia Child Aid e.V. – Kindern in Kambodscha Zukunftschancen öffnen

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Kurz nach der Schreckensherrschaft der Roten Khmer arbeitete Dr. Christoph Grassl, heute Hausarzt in München und stellvertretender Bezirksvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, ein halbes Jahr lang in Kambodscha. An die Zustände dort erinnerte er sich noch gut, als eine Studienfreundin ihn vor einigen Jahren von ihrer Reise in das Land erzählte, das zu den ärmsten der Welt zählt. Immer noch sei die Not vielerorts groß, berichtete sie. Da müsse man doch etwas tun. Und so kam die Idee auf, einen Verein zu gründen, dessen Aufgabe es sein sollte, insbesondere Kindern zu helfen. Ihre Zukunftschancen und Lebensqualität zu verbessern, ist Ziel des gemeinnützigen Vereins Cambodia Child Aid e.V., der 2009 aus der Taufe gehoben wurde.

Der Verein hat seine Aktivitäten vorerst auf die Dorfgemeinde Roeul (14 Dörfer mit 14000 Einwohnern, etwa 30km von Siem Reap) beschränkt. So ist die Arbeit überschaubarer, und die zur Verfügung stehenden Mittel können so effizient wie möglich eingesetzt werden. Der bisherige Erfolg in der Verbesserung der Gesundheitsvorsorge und Ausbildung junger Menschen gibt diesem Ansatz recht. Mit privaten Spenden wurden bis jetzt über 100 Brunnen angelegt und durch regelmäßige Schulungen ein besseres Verständnis für die Basishygiene vermittelt. „Auch eine kleine Krankenstation haben wir aufgebaut für die Erstversorgung der Bewohner und für zahnärztliche Behandlungen ein- bis zweimal jährlich. Mehrere befreundete Zahnärzte arbeiten dann freiwillig für je zwei Wochen vor Ort“, berichtet Dr. Grassl, der von Anfang an mit im Boot war. Als Schriftführer im Vorstand des gemeinnützigen Vereins kümmert er sich unter anderem auch um die Akquise von Spenden und die Organisation von Patenschaften.

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Dr. Grassl kann noch weitere Erfolge aufzählen: „Wir haben zusammen mit den örtlichen Partnern ein Training Center aufgebaut, in dem die Kinder eine Schulausbildung erhalten, die Möglichkeit haben, sich zu Lehrern ausbilden zu lassen, oder Nähkurse besuchen können um sich später eine Existenz aufbauen zu können. Ebenso haben wir die Bildung von Frauen-Selbsthilfegruppen initiiert.“

Inzwischen stehen bereits einige junge Kambodschaner dank der Unterstützung von Cambodia Child Aid auf eigenen Füßen als Lehrer oder Näher. Neben einer besseren Gesundheitsversorgung gehört genau das zu den Hauptzielen des Vereins. „Wir wollen den Menschen vor Ort dabei helfen, sich eine Existenz aufzubauen und sie in die Lage versetzen, ihren Landsleuten wiederum zu helfen, das auch zu schaffen“, so Dr. Grassl.

Er und seine Mitstreiter von Cambodia Child Aid freuen sich natürlich über Unterstützung – am besten durch Spenden, die Übernahme einer Patenschaft oder die Mitgliedschaft im Verein. „Das Schöne ist: Bei einem kleinen, überschaubaren Verein wie Cambodia child Aid fließt das Geld, das zur Verfügung gestellt wird, zu hundert Prozent direkt dort hin, wo es gebraucht wird. Die aktiven Vereinsmitglieder steuern selbst regelmäßig Geld bei, da lässt sich niemand etwas bezahlen“, versichert Dr. Grassl.

Weitere Informationen über Cambodia Child Aid e.V. bieten ein Flyer, den Sie hier finden, und die Website des Vereins unter http://www.cambodiachildaid.eu/Dort finden sich auch Angaben, wie Sie den Verein unterstützen können, und Berichte über seine Projekte.