Sachlich-rechnerische Korrekturen der AOK Bayern vom 15.12.2014: Kasse setzt Konfrontationskurs fort

Veröffentlicht am .

An die TeilnehmerInnen HzV-Vertrag AOK Bayern

Sachlich-Rechnerische Korrektur – Zahlungsaufforderung
Ergänzungen zu unseren Faxen vom 19.12.2014 / 22.12.2014 / 08.01.2015 / 02.02.2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die AOK Bayern fährt ihren Konfrontationskurs gegen die bayerischen Hausärztinnen und Hausärzte weiter. Ohne auf unsere schriftlich vorgetragenen inhaltlichen Einwände bisher substantiiert geantwortet zu haben und ohne uns und den Praxen transparente und nachvollziehbare Zahlen vorzulegen, fährt die AOK Bayern mit ihrem - in unseren Augen klar vertragswidrigem Verhalten – weiter fort.

Die AOK Bayern behält damit den Hausärztinnen und Hausärzten zustehende Abschlagszahlungen, die zur Sicherung des Praxisbetriebs und der Patientenversorgung benötigt werden, in einer Höhe von 2 Mio EUR, rund einem Drittel der aktuell in Rechnung gestellten Abschlagszahlungen, bei rund 1.800 am HzV-Vertrag AOK Bayern teilnehmenden Ärzten nach unserer Bewertung vertragswidrig ein.

Diesen wiederholten Angriff der AOK Bayern auf die hausärztliche Versorgung in Bayern hat der Bayerische Hausärzteverband heute umgehend mit einem Eilantrag an das Sozialgericht München beantwortet. Unsere umfangreichen juristischen und inhaltlichen Argumente gegen dieses nahezu einzigartige Vorgehen einer Körperschaft Öffentlichen Rechts gegen uns Hausärztinnen und Hausärzte liegen damit jetzt bei Gericht.

Über das weitere Vorgehen und erste Ergebnisse informieren wir Sie jeweils zeitnah.

Die Bayerische Staatsregierung und die Fraktionen im Bayerischen Landtag werden wir zu Beginn der kommenden Woche ebenso wie den Verwaltungsrat der AOK Bayern (erneut) ausführlich über dieses Vorgehen der AOK Bayern informieren.

Beste Grüße
Ihr Bayerischer Hausärzteverband