„Dr. jur. Helmut Platzer müsste wissen, dass er Recht bricht….“

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Leserbrief zu „Ärzte-Streit mit der AOK…“ vom 20.4.2015, veröffentlicht in der "Passauer Neuen Presse".


Seit Jahren macht die AOK uns Hausärzten das Leben schwer. Ihr Vorsitzender Dr. jur. Helmut Platzer setzt den zum 1.4.2015 geschiedsten Hausarztvertrag nicht um, obwohl er als Jurist eigentlich wissen müsste, dass er damit Recht bricht. Als Hausarzt kann ich es deshalb nur begrüßen, dass Bayerns Gesundheitsministerin Frau Melanie Huml nun endlich ihre Macht als Rechtsaufsicht einsetzen will. Mit vielen anderen Kassen hat es der Bayerische Hausärzteverband geschafft, Hausarztverträge abzuschließen und umzusetzen. Nur mit der AOK nicht. Deshalb habe ich zum 1.4.2015 meine langjährige Mitgliedschaft bei der AOK gekündigt und werde dies eventuell auch meinen bei der AOK versicherten Patienten empfehlen. Ein Vorstandsvorsitzender, der „selbstherrlich zu Lasten der Versicherten Recht und Gesetz missachtet, gehört abgelöst, da er für diese Aufgabe wohl ungeeignet ist. Auch bei der Verschlechterung der notärztlichen Versorgung ländlicher Gebiete durch die quasi Abschaffung der Außenärzte über die Hintertür spielt die AOK eine sehr unrühmliche Rolle (die PNP hat berichtet). Auch hier will sie an der Gesundheit nicht nur ihrer Versicherten sparen und auch dafür gehört ihrem Vorstandsvorsitzenden endlich die Rote Karte gezeigt. Bitte Frau Ministerin, walten sie ihres Amtes!

Mit freundlichen Grüßen
Michael Rosenberger