Arbeit von Refudocs nimmt Fahrt auf

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Dr. RaketteZum Vergrößern bitte klicken.

„Jetzt können wir wie in einer richtigen Praxis arbeiten und die Flüchtlinge besser medizinisch versorgen“, erklärt Allgemeinarzt Dr. Siegfried Rakette von „Refudocs - Verein zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und deren Kinder e.V.“ in München. In mehreren Containern, die in den letzten Wochen aufgestellt und eingerichtet wurden, versorgen Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere, Pädiatrie, Gynäkologie und Psychiatrie in der ehemaligen Bayernkaserne werktäglich 50 bis 60 Patienten. Dr. Rakette: „Wir haben mittlerweile Computer, um die Daten der Patienten aufnehmen zu können. Auch die externe Weiterbehandlung durch Fachärzte hat sich eingespielt. Unser nächstes Ziel ist es, ein kleines Labor einzurichten.“ 

Refudocs unterstützt kommunale und staatliche Institutionen bei der medizinischen Versorgung in Erstaufnahmeeinrichtungen. Das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in München kann demnach Modellcharakter für andere Einrichtungen in ganz Bayern haben. Initiiert wurde der Verein von Dr. Mathias Wendeborn, Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin. Zu den Münchner Hausärzten, die sich bei Refudocs engagieren, gehört neben Dr. Rakette auch Dr. Christoph Grassl, stellvertretender Bezirksvorsitzender München im Bayerischen Hausärzteverband.

Refudocs organisiert mit einem Pool von mitarbeitswilligen ärztlichen und nichtärztlichen Helfern ein bedarfsgerechtes Angebot in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Psychiatrie und Pädiatrie in Form einer fachübergreifenden Bereitschaftspraxis. Alle Helfer erhalten vom Verein eine Aufwandsentschädigung nach geleisteten Stunden, für die die Regierung von Oberbayern aufkommt. Hieraus finanzieren sich auch die laufenden Kosten des Vereins. Ärzte und MFAs, die bei Refudocs (refudocs.de) mitarbeiten wollen, können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.