Auszeichnung für "Netzwerk medizinische Flüchtlingshilfe Erlangen"

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Das von Erlanger Hausärztinnen und Hausärzten ins Lebengerufene "Netzwerk medizinische Flüchtlingshilfe Erlangen" hat gestern (21.10.2015) den Medizinpreis Erlangen erhalten. Initiatorin Dr. Anke Lemmer fordert Verbesserungen in der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge. Ein Thema, zu dem sich auch die Bayerische Landesärztekammer geäußert hat.

Das von Erlanger Hausärztinnen und Hausärzten ins Lebengerufene "Netzwerk medizinische Flüchtlingshilfe Erlangen" hat gestern (21.10.2015) den Medizinpreis Erlangen erhalten. Damit ehrte der Verein Gesundheitsmedizin Erlangen e.V. das besondere soziale Engagement der beteiligten Ärztinnen und Ärzte.

Über die Arbeit des Netzwerks und die Auszeichnung berichtete das Bayerische Fernsehen gestern in der Abendschau.Darin kommt auch Dr. Anke Lemmer, Delegierte des Bayerischen Hausärzteverbandes und Initiatorin des Netzwerks, zu Wort. Sie fordert, medizinischte Zentren mit angestellten Ärzten und ausgebildeten Dolmetschern in den Flüchtlingsunterkünften einzurichten und befürwortet die Einführung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge.

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Auch die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) setzt sich für eine Entbürokratisierung und Verbesserung der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen ein. In einer Pressemitteilung vom 23.10.2015 kritisiert Kammerpräsident Dr. Max Kaplan, dass erkrankte Flüchtlinge nach dem Asylbewerberleistungsgesetz derzeit nur eine Akutversorgung ohne Dolmetscherleistungen erhielten. Dieser Mindeststandard bedeute, dass Ärztinnen und Ärzte Flüchtlinge anders behandeln müssten als inländische Patienten. „Das ist für uns Ärztinnen und Ärzte ethisch nicht vertretbar“, so der BLÄK-Präsident.

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