PJ-Förderprojekt der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband bewährt sich

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Wie können junge Medizinstudierende für die Allgemeinmedizin begeistert werden? Auf Einladung der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband diskutierten die beiden Mitglieder des Stiftungs-Kuratoriums, Alt-Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und Dierk Neugebauer von der Geschäftsleitung des Unternehmens Bristol-Myer Squibb Deutschland, sowie Dr. Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, mit PJ-Studierenden und Hausärzten in München.
Die Ende 2013 vom Bayerischen Hausärzteverband ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftung Bayerischer Hausärzteverband hat sich zum Ziel gesetzt, Wissenschaft und Forschung, das öffentliche Gesundheitswesen, die medizinische Berufsbildung sowie das soziale Engagement zu fördern. So unterstützt die Stiftung die Ausbildung in den Hausarztpraxen im Rahmen des PJs und hat ein Programm aufgelegt, das sich sowohl an die Studierenden als auch an die Praxen richtet. Dadurch können die Studierenden auch außerhalb ihres Studienortes ein PJ ableisten, ohne wegen der doppelten Kosten dafür ihre Wohnung aufgeben zu müssen.


Dass die finanzielle Doppelbelastung PJ-lern die Entscheidung schwer macht, ein Tertial in einer Landarztpraxis zu verbringen, bestätigte Felix Jede, inzwischen Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, der im Sommer 2016 als einer der ersten PJ-Studenten die Förderung der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband in Anspruch nahm. „Studierende wählen Kliniken und Praxen, wo es eine Förderung gibt, gezielt aus, um ihren Lebensunterhalt sicher zu stellen“, berichtete auch Anja Gampl, die derzeit als PJ-Studentin die Hausarztmedizin in der Praxis Dr. Dörfler-Schmidt in Freising näher kennenlernt.

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Für Felix Jede hat die Förderung aber auch einen ideellen Wert: „Sie bedeutet eine Wertschätzung für das PJ“, erklärte er. Für Dr. Dieter Geis hat das Förderprojekt damit sein wichtigstes Ziel erreicht. „Nur wenn wir es schaffen, die Studierenden frühzeitig mit der Allgemeinmedizin in Kontakt zu bringen, wird es uns gelingen, mehr angehende Mediziner für eine spätere Karriere als Facharzt für Allgemeinmedizin zu begeistern“, sagte er.

Dr. Volker Seiter, der mit seiner Lehrpraxis im oberfränkischen Thurnau an dem PJ-Förderprojekt teilnahm, sieht jedoch auch die Universitäten in der Pflicht: „Wir müssen die Attraktivität der Allgemeinmedizin an den Lehrstühlen stärken“, ist er überzeugt.

In der Diskussion bestätigten die Studierenden, wie wichtig der frühzeitige Kontakt zur Allgemeinmedizin ist, und lobten vor allem die persönliche Eins-zu-Eins-Ausbildung in der Hausarztpraxis, die sich deutlich von der Klinik unterscheidet. In der Hausarztpraxis ist die Betreuung individueller und vielfältiger“, schilderte beispielsweise Laura Pininger ihre Erfahrungen aus dem Hausarzt-Tertial im PJ. Und ein weiterer Pluspunkt wurde den Studierenden bewusst: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist als Hausärztin absolut gegeben“, stellte Kristin Vogel während ihrem PJ-Tertial in der Hausarztpraxis fest. Felix Jede war auch beeindruckt von der Wertschätzung, die Patienten ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin entgegenbringen und die er als „viel höher verglichen mit einem Krankenhaus-Arzt“ empfand. Der erlebte Alltag in einer Hausarztpraxis, so der Tenor der Teilnehmer, mache außerdem deutlich, wie vielfältig, und erfüllend der Beruf eines Hausarztes ist. Und wie spannend.



Auch Alt-Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein wusste davon ein Lied zu singen. „In meiner Zeit als Ministerpräsident haben mich die Hausärzte ziemlich auf Trapp gehalten“, erinnerte der CSU-Politiker launig an die damaligen Auseinandersetzungen. Mittlerweile engagiert sich Dr. Beckstein „aus vollem Herzen für die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband“. Der Alt-Ministerpräsident: „Alles ist nichts ohne Gesundheit. Es gilt deshalb, die flächendeckende Gesundheitsversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger nachhaltig sicherzustellen.“
Übrigens, die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband freut sich über jede Unterstützung, zum Beispiel in Form einer Geldspende an:

Stiftung Bayerischer Hausärzteverband 
IBAN: DE 11 3006 0601 0003 8290 35
BIC: DAAEDEDDXXX