“Gesund und aktiv älter werden in der Gemeinde”: Die VERAH hilft dabei

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2018 02 07 Regionalkonferenz RegensburgZum Vergrößern bitte klicken.

Wie können wir Menschen dabei unterstützen, auch im Alter aktiv zu bleiben, um möglichst lange ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben zu führen? Fragen wie diesen widmete sich die Regionalkonferenz “Gesund und aktiv älter werden in der Gemeinde” am 07.02.2018, zu der die die Regierung der Oberpfalz eingeladen hatte. Dass die Hausarztpraxis vor Ort insbesondere mit Unterstützung einer Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) dabei eine wichtige Rolle spielt, beleuchtete Dr. Ernst Engelmayr, Vorstandsmitglied und Fortbildungsbeauftragter des Bayerischen Hausärzteverbandes, im Rahmen eines Fachforums der Veranstaltung, und erläuterte das Konzept dieser besonders qualifizierten Medizinischen Fachangestellten, die den Hausarzt entlastet, indem sie beispielsweise Routine-Hausbesuche übernimmt. „Bestehende Strukturen in der Arzt-Patienten-Beziehung werden durch die VERAH sinnvoll ergänzt, nicht ersetzt“, betonte Dr. Engelmayr mit Blick auf andere Arzt-Entlastungs-Konzepte, bei denen die Substitution und nicht die Delegation ärztlicher Leistungen im Vordergrund stehen.

Dr. Engelmayr ging auch auf das Modell „TeleArzt“ ein, bei dem die VERAH Vitaldaten besuchter Patienten per Tablet-PC direkt an ihren Chef oder ihre Chefin übermitteln und diese(n) bei Bedarf hinzuziehen kann. Wichtig ist auch hier, dass der Hausarzt die Fäden in der Hand behält.

„Es war eine sehr gut besuchte Veranstaltung“, berichtet Dr. Engelmayr. „Die VERAH“ und der „TeleArzt“ stießen bei den kommunalen Entscheidungsträgern auf großes Interesse, und wir waren uns einig, dass telemedizinische Anwendungen im hausärztlichen Bereich nur mit Hausärzten beziehungsweise Hausarztpraxen Sinn ergeben und nicht durch Call-Center irgendwelcher Investoren und Konzerne gesteuert werden dürfen“, so sein Fazit.