Vertreter des Bayerischen Hausärzteverbandes im Gespräch mit MdL Dr. Spitzer (FDP)

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2019 03 20 Besuch bei Dr. Dominik Spitzer im Landtag kZum Vergrößern bitte klicken.

Am Mittwoch (20.03.2019) trafen sich Dr. Markus Beier, Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Wolfgang Ritter, Schatzmeister, und Dr. Jakob Berger, Vorsitzender Bezirk Schwaben, mit MdL Dr. Dominik Spitzer (FDP). Dr. Dominik Spitzer ist seit 18 Jahren als Hausarzt sowie Betriebsmediziner in Kempten niedergelassen und engagiert sich seit zehn Jahren in seiner Heimatstadt im Stadtrat. Für die FDP schaffte er im Herbst 2018 den Sprung ins Maximilianeum.

Im Separee der Landtagsgaststätte des Bayerischen Landtags tauschte man sich zu Themen im Bereich der Gesundheitspolitik in Bayern, aber auch zur aktuellen Gesetzgebung auf Bundesebene aus. Ein Themenschwerpunkt war dabei das kürzlich beschlossene Terminservice- und Versorgungsgesetz und dessen Auswirkungen auf die ambulante Medizin. Thematisiert wurde auch die Stärkung der hausärztlichen Nachwuchsgewinnung und in diesem Zusammenhang die Forderung nach einem Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Universität Regensburg. Doch bis die Maßnahmen der Nachwuchsförderung in der Versorgung ankommen, braucht es noch Jahre. Daher sprach man auch über notwendige Anpassungen im Rahmen der Bedarfsplanung. Hier sei zu überlegen, ob man durch das Einführen einer Alterskomponente, die drohende Unterversorgung auffangen kann. Um die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen gezielter zu steuern, ging es außerdem um eine stärkere Vernetzung der Sektoren sowie die Förderung bzw. den Ausbau der Hausarztzentrierten Versorgung als freiwilliges Primärarztsystem.

Diskutiert wurde auch das Thema Regress: In Bayern haben sich in den vergangenen Jahren bereits viele Dinge zum Guten geändert, wie die Abschaffung der Medikamenten-Regresse. Diese Entwicklung gilt es nun konsequent weiterzugehen, damit junge Mediziner nicht den Mut verlieren sich niederzulassen. Es braucht auch einen Schutz vor den Heilmittel-Regressen, waren sich die Gesprächspartner einig.

Dr. Beier, Dr. Berger, Dr. Ritter und Dr. Spitzer wollen hierzu weiter im Gespräch bleiben.