Ambulante Badekur: „Sinnvolle und natürliche Präventionsmaßnahme“

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„Projekt Zukunft“: Unter diesem Motto stand die Frühjahrstagung des Bayerischen Heilbäderverbandes in Bad Endorf. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Klaus Holetschek, CSU-Landtagsabgeordneter aus Memmingen und Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, referierte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesauschusses über „Aktuelle Herausforderungen für das Gesundheitswesen“.

Als Vertreter des Bayerischen Hausärzteverbandes war Dr. Ernst Engelmayr, Fortbildungsbeauftragter im Bayerischen Hausärzteverband, geladen: „Ambulante Badekuren stellen eine sinnvolle, natürliche Präventionsmaßnahme dar“, so Dr. Engelmayr. Der Bayerische Heilbäder-Verband und der Bayerische Hausärzteverband wollen die Kuren wieder mehr ins Bewusstsein der Ärzte, Patienten sowie Krankenkassen rücken.

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„Als Hausärzte können wir hier gezielt das Bewusstsein der Patienten für diese Möglichkeiten schärfen“, erklärte Dr. Engelmayr, denn viele Patienten würden zu wenig über die Vorteile einer ambulanten Vorsorgemaßnahme und den Weg vom Kurantrag zur Kur wissen. „Auch bei jüngeren Kollegen ist die ambulante Vorsorgekur nicht unbedingt präsent“, weiß Dr. Engelmayr. Dabei gewinnt die Prävention in Zeiten einer älteren und polymorbiden Gesellschaft immer mehr an Gewicht.
Eine ambulante Badekur eignet sich nicht nur als Präventionsmaßnahme, auch im Krankheitsfall kann sie Linderung verschaffen. Viele Patienten können nach einer Kur ihre Medikamentendosis verringern, manche ganz auf Tabletten verzichten.