Bayerischer Hausärzteverband fördert 10 VERAH®-Ausbildungen

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Es ist nicht nur der Hausärztemangel, der Sorgen bereitet, auch der Mangel an Medizinischem Fachpersonal wird deutlich spürbar. Wie Ärzte dieses Problem anpacken können und welche beruflichen Möglichkeiten MFA haben, wurde auf der Veranstaltung „Fit für die Hausarztpraxis – berufliche Chancen für MFA“ am 09.10. in München deutlich. Der Bayerische Hausärzteverband hatte dazu Ärzte, MFA und Kassenvertreter geladen. Mit MdB Martina Stamm-Fibich (SPD) war auch ein Mitglied des Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags vertreten.

„Die medizinische Betreuung ohne MFA ist nicht möglich“, erinnerte Dr. Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, in seinem Grußwort an die Teilnehmer. „Mit der Veranstaltung wollen wir nicht nur den politischen Rahmen für die MFA-Ausbildung stecken, sondern auch die beruflichen Möglichkeiten aufzeigen“.

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Eine dieser Möglichkeiten ist die Ausbildung zur Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH®), die Dominik Baca, Geschäftsführer des Instituts für hausärztliche Fortbildung (IHF), an diesem Nachmittag vorstellte. „Die VERHA steigert nicht nur die Berufszufriedenheit der Medizinischen Fachangestellten, sie stärkt auch die Hausarztpraxis als zentralen Ort der Versorgung“.

„Die VERAH übernimmt nicht nur Hausbesuche“, weiß Margit Büttner zu berichten. Sie ist Diplom-Betriebswirt (FH), Landesvorsitzende Bayern des Verbandes mitarbeitender ArztpartnerInnen (VmA e.V.), und hat die Ausbildung zur NäPA und VERAH® hinter sich. „Als VERAH berate ich zum Beispiel bei der Patientenverfügung, mache die Wundversorgung und bin für Medikamentenabgleiche zuständig.“

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Die zusätzlichen Kompetenzen einer VERAH entlasten die Ärzte enorm wie Dr. Oliver Abbushi, Bezirksvorsitzender München, und Annett Märkl, Fachärztin für Allgemeinmedizin, berichten: „Mit meiner VERAH kann ich heute viel mehr Patienten versorgen“, so Dr. Abbushi. Viele hausärztliche Leistungen können an die VERAH delegiert werden, das spare Zeit. Nicht zu unterschätzten ist der Teamgeist, der durch die enge Zusammenarbeit gefördert wird. Eine enge Bindung zu Arzt und Patient sorgt schließlich auch für die Berufszufriedenheit der MFA und erhöht so die Wahrscheinlichkeit, dass die MFA in der Praxis bleibt. „Für VERAH, die ein Faible für Zahlen haben, empfehle ich unbedingt die Ausbildung zur Betriebswirtschaftlichen Assistentin in der Hausarztpraxis“, so Annett Märkl. Mit der Zusatzqualifikation zur BEAH wird die VERAH zum Abrechnungsprofi: Umsatzsteuer, Kassenbuchführung, Abrechnungssysteme (HzV, EBM und GOÄ) – in der Ausbildung werden in allen Bereichen Kenntnisse vertieft und neues Wissen erlernt.

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Auch Carmen Gandila, MFA und Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. (VmF) rief dazu auf, die Ausbildungsmöglichkeiten zu nutzen: „Das sind interessante Karrierewege. So können wir mehr Verantwortung übernehmen, direkt in die Behandlung der Patienten einsteigen und den Arzt entlasten“.

VERAH® ausbilden und 200 euro Fördergeld erhalten

Sie sind Mitglied im Bayerischen Hausärzteverband und wollen Ihre MFA zur VERAH ausbilden? Dann senden Sie uns dazu bitte die vollständig ausgefüllte Interessensbekundung , die Sie hier finden, bis zum 15.11.2019 per Email an infobhaev.de oder per Fax an 089 127-39-37-99. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.