„Die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten darf nicht geopfert werden!"

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Jede Chance nutzen, um die berechtigten Anliegen der bayerischen Hausärztinnen und Hausärzte gegenüber der Politik zu vertreten: Dr. Jakob Berger, Bezirksvorsitzender Schwaben des Bayerischen Hausärzteverbandes, reiste in der vergangenen Woche ins oberfränkische Pegnitz, um auf einer CSU-Veranstaltung über die aktuelle Gesundheitspolitik zu diskutieren. Gastgeber war Bürgermeister-Kandidat Werner Lappat, mit auf dem Podium saßen Emmi Zeulner, CSU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Gesundheitsausschusses, sowie die Pegnitzer Ärzte Dr. Rainer Dippe, Dr. Elisabeth Haase, Dr. Hubertus Lindner und Dr. Maria Lindner.

Jedes 5. MVZ in Deutschland gehört Finanzinvestorengehört 

„Die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten darf nicht dafür geopfert werden, dass Investoren eine möglichst hohe Rendite machen“, warnte Dr. Berger in seinem Eingangsstatement und verwies auf die bedrohliche Entwicklung, dass immer mehr Private Equity-Unternehmen in die Gesundheitssektor drängen. „Es macht uns Hausärztinnen und Hausärzte Sorge, dass Kapitalgesellschaften und private Gesundheitsunternehmen das Schlupfloch MVZ nutzen und gezielt Arztsitze aufkaufen. Schon jetzt gehört jedes 5. MVZ in Deutschland einem Finanzinvestor. Die Politik muss hier dringend gegensteuern.“

 
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Ziel sei, so Dr. Berger, eine flächendeckende Versorgung in Stadt und Land durch Hausärzte nachhaltig zu sichern: „Unser Goldstandard sind freiberufliche Hausärztinnen und Hausärzte in Allein- oder Gemeinschaftspraxen. Medizinische Versorgungszentren sind eine gute Ergänzung, wenn sie unter ärztlicher Leitung sind und eine gewisse Größe nicht überschreiten, weil hier – je nach Lebenssituation – Allgemeinmediziner auch festangestellt oder in Teilzeit arbeiten können.“