Bundestagswahl 2017: Mitglieder des Gesundheitsausschusses weitgehend wiedergewählt

Dr. Oliver AbbushiStephan PilsingerZum Vergrößern bitte klicken.

Deutschland nach der Wahl: In diesen Tagen entscheiden die Fraktionen, welche Abgeordneten in die jeweiligen Ausschüsse entsendet werden. Der Gesundheitsausschuss bestand bislang aus 37 Volksvertretern, sieben davon kamen aus Bayern.

Den Wiedereinzug in den Bundestag schafften die bisherigen Gesundheitsausschussmitglieder Emmi Zeulner (CSU, Kulmbach), Erich Irlstorfer (CSU, Freising), Sabine Dittmar (SPD, Bad Kissingen), Martina Stamm-Fibich (SPD, Erlangen), Harald Weinberg (Die Linke, Nürnberg) und Elisabeth Scharfenberg (Die Grünen, Hof). Dagegen nicht wieder in den Bundestag gewählt wurde Reiner Meier (CSU, Tirschenreuth).

Bei den stellvertretenden Ausschussmitgliedern sitzen die vier bayerischen Vertreter Dr. Georg Nüßlein (CSU, Neu-Ulm), Albert Rupprecht (CSU, Weiden), Stephan Stracke (CSU, Ostallgäu), Ulrike Bahr (SPD, Augsburg) auch in den kommenden vier Jahren wieder im Bundestag.

Bei den erstmals in den Bundestag gewählten Volksvertretern sind aus gesundheitspolitischer Sicht besonders zwei Namen interessant. Für die FDP zieht Prof. Dr. Andrew Ullmann aus Würzburg in den Bundestag ein. Ullmann wurde 1963 in Los Angeles geboren, machte sein Abitur 1981 in Ennepetal und studierte anschließend an der Ruhr-Universität Bochum Humanmedizin. Weitere Stationen waren unter anderem das Universitätsklinik am St. Josef Hospital Bochum, das Spellman Center of HIV-Related Diseases am St. Clare’s Hospital and Health Center in New York City, die Universitätsmedizin Mainz und die Harvard Medical School in Boston. 2012 wechselte der Facharzt für Innere Medizin ans Universitätsklinikum Würzburg.

Für die CSU hat Stephan Pilsinger das Direktmandat im Wahlkreis München-West/Mitte gewonnen. Als Sohn einer Krankenschwester und eines Arztes wurde Pilsinger 1987 in München-Pasing geboren. Nach seinem Abitur und seinem Medizinstudium war Pilsinger im Rahmen seiner Facharzt-Weiterbildung bislang in einem Krankenhaus bei München tätig. Eines seiner gesundheitspolitischen Ziele: „Auch Hausärzte klagen vielfach von enormer Bürokratie. Für persönliche Gespräche mit den Patienten bleibt aus meiner Sicht oft zu wenig Zeit. Daher will ich die Medizin von Bürokratie und arztfremden Aufgaben entlasten, damit Ärzte wieder mehr Zeit für Ihre Patienten haben.“