Stiftung Bayerischer Hausärzteverband bringt 21 PJ-Studierende aufs Land

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Die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband möchte angehenden Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit geben, das Hausarztleben auf dem Land hautnah kennen zu lernen und hat in diesem Jahr 21 Medizinstudierende gefördert, die sich für ein PJ in der Landarztpraxis entschieden haben. Dass die Rechnung aufgeht, zeigen die Berichte der geförderten Studierenden:

Für Romina Lippenmeyer beispielsweise ist die Fachartweiterbildung in der Allgemeinmedizin nach ihrem PJ in der Gemeinschaftspraxis der Dres. Büttner & Hilber in Kleinostheim eine Option geworden: „Um ehrlich zu sein, hätte mir zu Beginn meines Studiums jemand gesagt, dass das Fachgebiet der Allgemeinmedizin mal zu meinen Favoriten zählen wird, hätte ich definitiv mit dem Kopf geschüttelt und abgewunken“, erklärt sie. Für Romina Lippenmeyer hat sich bestätigt: „Allgemeinmediziner sind Herzblutmedizinier“. Auch Michael Abspacher, der sein PJ-Tertial in der Hausarztpraxis Dr. Balk und Ortmann im berbayerischen Städtchen Neumarkt-St. Veit absolviert hat, sieht sich in seinem Wunsch bestärkt: „Das Wichtigste, das ich aus diesem Tertial mitgenommen habe, ist zweifellos die Gewissheit, dass die Allgemeinmedizin „mein“ Fachgebiet ist“.

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Besonders fasziniert waren die Studierenden von der Aufgabenvielfalt: „In keinem anderen Tertial oder keiner anderen Famulatur habe ich so viel gelernt. Mein Wissenszuwachs im Bereich der gesamten Medizin war durch das selbstständige Betreuen von Patienten enorm und vor allem in der Pharmatherapie und Diagnostik habe ich besonders dazugelernt“, erzählt Sophia Scheffen. Sie hat ihr PJ-Tertial in der Praxis von Dres. Schindler, Braun und van Malland in Dillingen verbracht. Sarah Faltenmeier, die ihr Tertial in der Gemeinschaftspraxis der Drs. Sebastian Hofmann, Walter Meinhart, Horst Hofmann und Iris Meissner in Burglengenfeld verbracht hat, sagt: „Ich lerne hier sehr viel und kann auch vieles selbst machen. Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, was es heißt, Ärztin zu sein.“

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„Das tolle Arbeitsklima, die fachliche Betreuung, die Abwechslung, die Flexibilität und das hohe Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit hat mich wirklich begeistert. Ich kann diese Erfahrung jedem, der Allgemeinmedizin für sich in Betracht zieht, weiter empfehlen“ – rät Medizinstudentin Lisa Spies, nach ihrem PJ bei Dr. Stefan Schlicht im unterfränkischen Schweinfurt/Oberndorf.

Medizinstudierende haben während ihres Praxistertials kein Einkommen und sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Mit der Förderung der Studierenden will die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband einen gewissen finanziellen Ausgleich des Mehraufwandes für Unterhalt und Lebensführung am Ausbildungsort schaffen – für Carlin Budick, die für Ihr PJ nach Gunzenhausen zu Dr. Marc Metzmacher kam, eine große Erleichterung : „Durch die Möglichkeit einer Förderung des PJs durch den Bayerischen Hausärzteverband und das gestellte Appartement in der Nähe der Praxis wird auch ein Tertial in Gunzenhausen trotz eigener Wohnung nebenher möglich. Danke dafür!“