Gelungener Austausch: BeLA-Wochenende in Beilngries

Weils so schön war:  Vom 26. bis 28. April 2024 trafen sich Teilnehmende und Organisierende des Programms „Beste Landpartie Allgemeinmedizin“, kurz BeLA, aus Augsburg, Erlangen, München und Würzburg zum jährlichen Netzwerktreffen aller Standorte erneut in Beilngries. Wie sich zeigte, war das eine gute Idee, denn auch die Wiederholung erwies sich als ein voller Erfolg.

Im Kern standen Zukunftsfragen – die der Autor eines Berichts im Donaukurier sehr schön perspektivisch aufgeschlüsselt hat nach Teilnehmergruppen: „Wie lässt sich auch in Zukunft eine flächendeckende hausärztliche Versorgung sicherstellen? Eine Frage, die viele Politiker umtreibt, insbesondere im ländlichen Raum. Man kann den Spieß aber auch umdrehen und die Perspektive junger Medizinstudenten einnehmen. Deren Frage lautet wohl eher: Ist es für mich wirklich ein guter und erfolgsversprechender Weg, Landärztin beziehungsweise Landarzt zu werden?“

Oliver Abbushi
Netzwerken und Diskutieren: Auch die
zweite Runde des jährlichen BeLa-Netzwertreffens
in Beilngries erwies sich als voller Erfolg.
Foto: F. Rieger

Der Plan des Treffens, diese Frage zu klären und – darüber hinaus Politik und die künftige Ärzteschaft miteinander ins Gespräch zu bringen, hat am Freitagabend in Beilngries hervorragend geklappt, wie im Dionaulurier zu lesen ist. Neben fachlich-inhaltlichem Austausch ging es ganz maßgeblich darum, sich zu vernetzen, wie Johannes Gorkotte aus dem BeLA-Team im Gespräch mit dem Donaukurier berichtete. An dem Wochenende in Beilngries waren auch Professoren aller vier Universitäten, die sich an dem BeLA beteiligen, vertreten: Anne Simmenroth, Thomas Kühlein, Marc Roos und Antonius Schneider.

Das vom bayerischen Gesundheitsministerium geförderte BeLA-Programm versteht sich als Brücke zwischen Medizinerausbildung und Hausarztpraxis. Erklärte Absicht ist es, eine qualitativ hochwertige und flächendeckende medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu sichern, indem angehende Medizinerinnen und Mediziner durch Förderungen und Aktionen angesprochen werden und sich so für eine künftige „Landarzt“-Tätigkeit begeistert lassen. Dazu gehört auch das jährliche Netzwerktreffen aller Standorte in Beilngries.“

Zum Austausch am Freitagabend erschienen der Eichstätter Landrat Alexander Anetsberger (CSU), der Beilngrieser Bürgermeister Helmut Schloderer (BL/FW), Altmühl-Jura-Chef Andreas Brigl, Altmühl-Jura-Regionalmanagerin Kathrin Peter, Lorena Sauer als Leiterin der Geschäftsstelle der GesundheitsregionPlus im Landkreis Eichstätt sowie Dr. Beate Reinhardt, 2. stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands und im Vorstand zuständig für Themen rund um die Nachwuchsförderung. Anders als im vergangenen Jahr präsentierte sich das Austauschforum dieses Mal als eine Art Projektarbeit mit drei Stationen, an denen sich die Teilnehmer nacheinander mit dem jeweiligen Thema beschäftigten − um am Ende einige Thesen festzuhalten. Die drei Fragestellungen waren dabei: „Was braucht es zwischen Studium und Niederlassung?“, „Wie würde man sich die Praxis der Zukunft wünschen?“ und „Was muss getan werden, damit sich angehende Ärzte für eine Tätigkeit im ländlichen Raum entscheiden?“.

Insbesondere die letzte Frage bot viel Gesprächsstoff mit den politischen Gästen, berichtet der Donaukurier. „So brachten die Studierenden recht eindeutig zum Ausdruck, dass eine Einzelkämpfer-Rolle nach dem Vorbild früherer Tage in der heutigen Zeit nicht mehr gewünscht sei“, schreibt der Autor. Und: „Es brauche Team-Modelle, ob nun in einer eigenen Praxis oder im Angestellten-Verhältnis in einem Medizinischen Versorgungszentrum.“ Als Aspekte, die für einen künftigen Berufs- und Lebensstandort gewünscht wurden, nannte er „Praxis-Infrastruktur“, „Allgemeine Infrastruktur“, „Medizinische Infrastruktur“ und „Lebensqualität“ als Oberpunkte.

Artikel im Donaukurier - LINK ZUR WEBSEITE

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