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Bayerisches Erfolgsprojekt wird 2021 fortgesetzt: "Ich blicke dankbar zurück auf eine prägende Erfahrung"

München, 25.11.2020 - Gute Nachrichten für Medizinstudierende in Bayern, die ihre Famulatur in einer bayerischen Landarztpraxis absolvieren möchten. Das 2015 gestartete Förderprojekt der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband und der Techniker Kranken-kasse (TK) in Bayern, das Interesse an der Hausarztmedizin wecken soll, wird fortgesetzt.

"Aufgrund der guten Erfahrungen mit den mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der letzten fünf Jahre haben wir entschieden, unser Förderbudget zu verdoppeln. Damit können im nächsten Jahr bis zu 35 Medizinstudenten mit einer Pauschale von bis zu 600 Euro unterstützt werden, vorausgesetzt ihre Lehrpraxis liegt in einer ländlichen Region in Bayern", sagt Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern. "Mit dem Geld kön-nen die Famulanten die Reise- und Unterbringungskosten abdecken."

Junge Menschen finden Hausarztmedizin spannend

Dr. Jakob Berger, Vorstand der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband und niedergelassener Hausarzt in Meitingen, Schwaben, freut sich über die Fortführung des gemeinsamen Projekts und ganz besonders über die Erhöhung des Förderbudgets: "Ich bin fest davon überzeugt: Je mehr Studierende mit der Hausarztmedizin frühzeitig in Kontakt kommen, desto mehr werden sich für diesen ausfüllenden und schönen Beruf der Hausärztin / des Hausarztes begeistern. Deshalb bin ich froh, dass wir im kommenden Jahr zusammen mit der Techniker Krankenkasse in Bayern sogar bis zu 35 Studierende fördern können, die in Hausarztpraxen auf dem Land famulieren.“

Dr. Dieter Geis, Vorstand des Stiftungskuratoriums und niedergelassener Hausarzt in Randersacker: „Jede Woche schließt in Bayern eine Hausarztpraxis für immer, weil es zu wenig Nachwuchs gibt. Einen Teil dazu beizutragen, diesen Negativtrend zu stoppen, ist Ziel des gemeinsamen Famulaturprojekts. Wir wollen gezielt Medizinstudierende unter-stützen. „Die meisten Medizinstudierenden, die wir mit unseren Förderprogrammen aufs Land gebracht haben, erzählen voller Begeisterung von den Wochen in den Landarztpra-xen, und viele können sich eine Weiterbildung Allgemeinmedizin nach dieser Erfahrung gut vorstellen beziehungsweise planen diese konkret“.

 Wertvolle Impulse

"Die Tätigkeit als Famulant war überaus facettenreich. Durch eine schnelle und gut organi-sierte Einarbeitung konnte ich bald an den routinemäßigen Abläufen im Praxisalltag mit-wirken", berichtet beispielsweise Medizinstudent Adrian Fehn, der in einer Praxis in Pfuhl famulierte. "Dr. Schweigart war trotz eines enorm hohen Arbeitspensums zu jeder Zeit be-strebt, mich in seinen ärztlichen Alltag einzubinden, mir wertvolle Impulse zu geben und in gegenseitigen Austausch zu treten. Ich blicke dankbar zurück auf eine prägende Erfahrung, die meine medizinische Ausbildung enorm bereichern konnte."

Arzt-Patienten-Beziehung in der Corona-Pandemie

In diesem Jahr prägte außerdem die Corona-Pandemie die Famulatur der Medizinstuden-ten. Für Paulus Nöscher hat sie beispielsweise verdeutlicht, wie wichtig die Arzt-Patienten-Beziehung ist und welchen Vorteil es hat, wenn der Wohnort in einer Region liegt, in der andere Urlaub machen. Denn trotz Ausgangsbeschränkungen waren ausgedehnte Wande-rungen und Mountainbiketouren eine willkommene Abwechslung vom Praxisalltag. In sei-nem Erfahrungsbericht schreibt der Medizinstudent, der seine Famulatur im Bayerischen Wald absolvierte: "Die COVID-19-Pandemie hatte Auswirkungen auf den Praxisalltag. So nutzen viele Patienten die Möglichkeit der Videosprechstunde und es wurde ein Infekt-Zimmer mit gesondertem Zugang eingerichtet, in dem wir potenziell infektiöse Patienten mit entsprechender Schutzausrüstung versorgten."

 

Hinweis für die Redaktion

Medizinstudierende, die sich zum 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung anmelden, müssen Famulaturen mit einer Gesamtdauer von insgesamt vier Monaten nachweisen. Davon ist ein Monat in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung abzuleisten. Der Antrag zur gemeinsamen Famulaturförderung des Bayerischen Hausärzteverbandes und der TK ist bei der Geschäftsstelle der Stiftung Bayerischer Hausärzteverband (Orleansstraße 6, 81669 München) zu stellen. Weitere Informationen gibt es unter https://www.hausaerzte-bayern.de/index.php/nachwuchs/foerderung/famulatur


Ansprechpartner Presse: Heike Blümmel
Vorstand Stiftung Bayerischer Hausärzteverband
Orleansstraße 6, 81669 München
Telefon: 089 – 127 39 27 0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fotos

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Dr. Markus Beier

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Landesvorsitzender
Dr. Juergen Buettner

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1. stellv. Vorsitzender
Dr. Petra Reis Berkowicz

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2. stellv. Vorsitzende
Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Wolfgang Ritter

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Schatzmeister
Dr. Beate Reinhardt

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Schriftführerin
 

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