Verbesserte Versorgung in strukturschwachen Gebieten mit dem „TeleArzt“

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GWQ TeleArztKöln / Düsseldorf, 02.05.2017 – Das Projekt TeleArzt startet gemeinsam mit GWQ ServicePlus AG in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen. Seit dem 01. Mai 2017 haben Hausärztinnen und Hausärzte die Möglichkeit, an dem Projekt teilzunehmen. Voraussetzung ist, dass sie an dem Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung mit der GWQ teilnehmen. Versicherte können sich, unabhängig von einer Teilnahme am Hausarztvertrag, ab 01. Juli 2017 in den Vertrag einschreiben. Begleitet und unterstützt wird das Projekt vom Deutschen Hausärzteverband. Ziel ist es, durch telemedizinische Lösungen, unter der Verantwortung der Hausärztinnen und Hausärzte, die Qualität der Versorgung zu verbessern und gleichzeitig die Hausärzte zu entlasten.

Eine wichtige Rolle spielen dabei spezifisch weitergebildete Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH®). An sie kann der Hausarzt Hausbesuche delegieren, für deren Durchführung sie speziell geschult wurden und für die keine ärztliche Expertise notwendig ist. Im Rahmen des TeleArzt-Projektes wird die VERAH® mit einem Telemedizin-Rucksack ausgestattet, in dem sich unter anderem ein 3-Kanal-EKG, ein Pulsoximeter und ein Spirometer befinden. So können beim Hausbesuch Vitaldaten erhoben und direkt in die Praxis zum betreuenden Hausarzt gesendet werden, welcher sich bei Bedarf über Videotelefonie hinzuschalten kann. Die Verantwortung für sämtliche Maßnahmen liegt ausschließlich beim betreuenden Hausarzt.

„In vielen Regionen, insbesondere in strukturschwächeren, kann schon heute der Bedarf nach hausärztlicher Versorgung nicht überall gedeckt werden. Ein wesentlicher Grund ist der demografische Wandel. Hier bietet die Digitalisierung enorme Chancen, um die Hausärzte bei ihrer Arbeit zu entlasten und zugleich eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen. Wichtig ist dabei, dass gerade ältere Patienten mit den telemedizinischen Angeboten nicht alleine gelassen werden, sondern von ihrem vertrauten Hausarzt und dem Praxisteam eng betreut werden. Genau das geschieht beim TeleArzt-Projekt. Es geht dabei darum, die bewährte hausärztliche Versorgung sinnvoll zu ergänzen“, sagte Dr. Thomas Aßmann, Geschäftsführer der TAG TeleArzt GmbH, der das Projekt seit eineinhalb Jahren in seiner Praxis im Oberbergischen Kreis testet.

Die technische Umsetzung erfolgt durch vitaphone, einen seit 19 Jahren im Bereich Telemedizin etablierten Anbieter, der für dieses Projekt neuartige Lösungen entwickelte und patentierte. „Vitaphone entwickelt Lösungen, die Ärzten helfen, Patienten besser zu versorgen. Dabei kümmern wir uns neben der einfachen Anwendung auch um die Anforderungen von Medizinproduktegesetz, Datenschutzgesetz und weiteren deutschen und europäischen Normen und Gesetzen“, sagte Dr. Thomas Zenk, Geschäftsführer der vitaphone GmbH.

Der Schutz der sensiblen Patientendaten hat dabei höchste Priorität. So werden Daten nur verschlüsselt übertragen. Diese werden beim Hausarzt entschlüsselt und ausschließlich bei ihm gespeichert. Er hat den alleinigen Datenzugriff und die ihm vorliegenden Daten unterliegen, wie sämtliche Patientendaten, der ärztlichen Schweigepflicht. Die Datensicherheitsstandards werden durch eine eigenständige Auditierung etabliert, unterhalten und nach dem Stand der Technik kontinuierlich weiterentwickelt.

„Für unsere Kassen und deren Versicherte sind wir jederzeit bestrebt, die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung zu optimieren. Dazu gehört es auch, sich aktiv mit innovativen neuen Versorgungsformen zu beschäftigen und schon existierende Angebote gezielt weiterzuentwickeln. Auch in diesem Fall haben wir das Handlungspotential frühzeitig erkannt. Der TeleArzt ist ein Projekt, das die bestehenden Strukturen unterstützt und bedarfsorientiert ergänzt“, erklärte Dr. Johannes Thormählen, Vorstand der GWQ ServicePlus AG.

Mit dem Projekt bauen die Partner ihr Engagement für die langfristige Sicherung der hausärztlichen Versorgung aus. Neben der GWQ ServicePlus AG sind die ProVersorgung Care AG, die vituscard GmbH und die vitaphone GmbH als Gesellschafter der TAG TeleArzt GmbH an dem Projekt beteiligt.

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TAG TeleArzt GmbH
Die TAG TeleArzt GmbH mit Sitz in Köln ist eine 2016 gegründete Managementgesellschaft zur Organisation und Umsetzung von Verträgen zur besonderen Versorgung. Gesellschafter sind die ProVersorgung Care AG des Deutschen Hausärzteverbandes, die vituscard GmbH & CO. KG von Dr. Thomas Aßmann als zweiter ärztlicher Gesellschafter und die vitaphone GmbH als Technologieentwickler.

GWQ ServicePlus AG
Die GWQ ServicePlus AG ist ein von Betriebskrankenkassen gegründetes Dienstleistungsunternehmen und repräsentiert aktuell 67 Aktionärs- und Kundenkassen mit mehr als 12 Millionen Versicherten. Sie versteht sich als Gemeinschaft mittelständischer Krankenkassen, für die sie innovative Lösungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Qualität der Versorgung entwickelt. Die Verträge und Dienstleistungen der GWQ können von allen Krankenkassen als Aktionärs- oder Kundenkasse in Anspruch genommen werden.

vitaphone
vitaphone unterstützt seit rund 20 Jahren als Entwickler telemedizinischer Technologien und Dienstleistungen für das Vitaldatenmanagement die medizinischen Leistungserbringer bei Diagnose, Therapieentscheidung und Therapiebegleitung. Die Technologien zielen auf die Steigerung der Versorgungsqualität für Patienten und Einsparungen für Kostenträger.

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