Schlaganfall: Die Nachsorge beim Hausarzt ist entscheidend!

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München, den 09.05.2018 – Mehr als die Hälfte der ca. 300.000 Patienten, die jährlich einen Schlaganfall erleiden, haben danach ein neurologisches bzw. psychoneurologisches Defizit. Um die Folgeschäden der Schlaganfallpatienten zu minimieren, kommt es auf eine gut strukturierte Weiterversorgung an. Darauf weist Dr. Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, zum Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai hin: „Die Hausärztin oder der Hausarzt stellt in enger Zusammenarbeit mit Angehörigen und anderen Berufsgruppen sicher, dass der Patient die optimale Nachsorge erhält.“

Wie wichtig diese ist, zeigt ein Blick in die Statistiken: In der Mortalitätsrate liegt der Schlaganfall auf dem dritten Platz, gleich nach den Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Rund 20% der Betroffenen versterben in den ersten vier Wochen, 60% kämpfen mit neurologischen und psychoneurologischen Folgeschäden. Um diese zu minimieren und um weiteren Komplikationen vorzubeugen, ist im Anschluss an Akut- und Reha-Behandlung eine gut strukturierte Weiterversorgung nötig.

Dazu ist die frühzeitige Einbindung des Hausarztes notwendig. „Bereits vor der Entlassung aus der Akut- oder Reha-Klinik muss der Hausarzt informiert werden. Dann kann er zusammen mit den Angehörigen die Weiterversorgung zu Haue planen“, so Dr. Geis. Dabei hilft die oft lange Hausarzt-Patienten-Bindung. „Wir Hausärzte kennen unsere Patienten und ihre Angehörigen in der Regel schon aus der Zeit vor dem Schlag-anfall. Die umfassenden Kenntnisse der Krankengeschichte und der Einblick in das familiäre Umfeld stellen einen klaren Vorteil in der optimalen Versorgung dar“, erklärt der erfahrene Hausarzt. Ein weiterer Vorteil für Patienten sei die Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH), die inzwischen in vielen Haus-arztpraxen vorgehalten wird und den Hausarzt beispielsweise bei Routine-Hausbesuchen entlastet. Dr. Geis: „Dadurch ist eine besonders engmaschige Betreuung garantiert, die sich langfristig positiv auf den Genesungserfolg auswirkt.“

Ansprechpartner Presse: Bayerischer Hausärzteverband, Geschäftsstelle, Tel. 089/127 39 27-61, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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