Bessere Versorgung für mobilitätseingeschränkte Patienten: Bosch BKK nimmt ab 1. April am telemedizinischen Versorgungsmodul teil

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HzV Logo neuMünchen, 28. März 2019 – Immer mehr Betriebskrankenkassen in Bayern haben in ihre Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) mit dem Bayerischen Hausärzteverband ein telemedizinisches Versorgungsmodul aufgenommen. Am 1. April kommt mit der Bosch BKK die 35. Betriebskrankenkasse in Bayern dazu. Das telemedizinische Versorgungsmodul beinhaltet, dass teilnehmende Hausärzte Routine-Hausbesuche bei mobilitätseingeschränkten Patienten an eine zur „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis“ (VERAH) fortgebildete Medizinische Fachangestellte delegieren können. Die VERAH erfasst mit mobiler Medizintechnik wie EKG oder Pulsoximeter Vitaldaten des Patienten sowie Merkmale zur Wundanalyse und sendet sie dem betreuenden Hausarzt über eine sichere Datenverbindung direkt in die Praxis. Dieser kann die medizinischen Daten auswerten, eine Verlaufskontrolle vornehmen und sich bei Bedarf per Videokonferenz in den Hausbesuch einschalten.

„Durch das telemedizinische Versorgungsmodul wird die medizinische Betreuung chronisch Kranker, die nicht selbst in die Praxis kommen können, optimiert, die Verlaufskontrolle engmaschiger. Gleichzeitig habe ich eine Zeitersparnis, weil ich nicht zu jedem Hausbesuch selbst die Praxis verlassen muss – und das bei gesicherter medizinischer Qualität“, erklärt Dr. Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes. Er gehört zu den ersten Hausärzten in Bayern, die das telemedizinische Versorgungsmodul in ihrer Praxis umsetzen. „Ideal ist das telemedizinische Versorgungsmodul auch, weil es sich in bereits vorhandene Strukturen in der Hausarztpraxis integriert und das Vertrauensverhältnis zwischen Hausarzt und Patient nicht schwächt, sondern im Gegenteil sogar fördert“, erklärt er. „Telemedizin in dieser Art und Weise ergänzt die HzV perfekt.“

Hintergrund: Seit Beginn des Jahres können Hausärztinnen und Hausärzte in Bayern sowie in acht weiteren Bundesländern an einem telemedizinischen Versorgungsmodul zur zusätzlichen digitalen Betreuung ihrer Patienten teilnehmen. Voraussetzung dafür ist die Teilnahme an den HzV-Verträgen des jeweiligen Hausärzteverbandes mit der GWQ ServicePlus AG. Ziel ist es, immobile oder chronisch erkrankte Patienten sowie ihre behandelnden Hausärztinnen und Hausärzte durch telemedizinische Lösungen zu entlasten und so die hausärztliche Ver-sorgung insbesondere in strukturschwachen Regionen zu verbessern.

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