Gegen Weißkittel-Angst und Panik vor Spritzen: Teddybär-Krankenhaus statt Impfpflicht

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München, 7. Mai 2019 – Der Bayerische Hausärzteverband unterstützt auch in diesem Jahr wieder das Teddybär-Krankenhaus, ein Projekt Erlanger Medizin-, Zahnmedizin- und Pharmaziestudierender der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg. Dr. Jürgen Binder, Ehrenmitglied des Bayerischen Hausärzteverbandes, und Dr. Markus Beier, Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, überreichten dem Organisationsteam des Teddybär-Krankenhauses heute in der Notfallpraxis Erlangen einen Scheck über 500 Euro.

Vor dem Hintergrund um aktuelle Pläne zur Einführung einer Impfpflicht sehen die beiden Hausärzte im Teddybär-Krankenhaus auch einen wichtigen Beitrag zur Impf-Aufklärung. „Impfen tut nicht weh und schützt vor schlimmen Krankheiten. Das und noch viel mehr lernen die Kinder spielerisch, wenn sie – meist in Begleitung der Eltern - mit ihren Kuscheltieren ins Teddybär-Krankenhaus kommen“, erläutert Dr. Binder. „Das ist viel sympathischer als Eltern mit Strafen zu drohen.“

„Überzeugen ist besser als Zwang. Das Teddybär-Krankenhaus setzt bei den Kleinen an, nimmt ihnen die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern, vor medizinischen Geräten und natürlich auch vor Spritzen. Bevor man über eine generelle Impfpflicht nachdenkt, sollten Projekte wie das Teddybär-Krankenhaus Schule machen und mehr gefördert werden“, ergänzt Dr. Beier.

Dass im Teddybär-Krankenhaus viel medizinisches Wissen vermittelt wird und die Kinder dabei auch noch jede Menge Spaß haben, bestätigt Andrea Hilger vom Organisations-Team des Teddybär-Krankenhauses. „Die Kinder, die mit ihren ‚kranken‘ Kuscheltieren zu uns kommen, durchlaufen von der Aufnahme über die Untersuchung und Diagnosestellung bis zur Behandlung alle Stationen eines Krankenhausaufenthalts. Als „Verantwortliche“ für ihre Schützlinge lernen sie auch, was wichtig ist, um gesund zu bleiben, zum Beispiel auch, wie wichtig Schutzimpfungen sind.“

Das Erlanger Teddybär-Krankenhaus öffnet dieses Jahr im Erlanger Schlossgarten vom 3. bis 5. Juni zum 12. Mal seine Pforten. Das Projekt richtet sich an Kinder zwischen vier und acht Jahren. Studierende der Medizin, Pharmazie und Zahnmedizin nehmen sich als „Teddy-Docs“ der Kinder und ihrer plüschigen Patienten an.

Seit der ersten Teddybär-Aktion 2007 ist die Zahl der „Patienten“ und ihrer „Ärzte“ stetig gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.300 Kuscheltiere von den Teddydocs verarztet. Auch in diesem Jahr erwarten die Organisatoren wieder großen Zulauf.

Weitere Informationen zum Teddybär-Krankenhaus Erlangen finden Sie auf der Website der Initiative unter https://blogs.fau.de/tbkh/

Ansprechpartner Presse:
Organisationsteam Teddybär-Krankenhaus, Andrea Hilger (Tel. 0152 02910616), Wanjun Mo (Tel. 0176 47854301)

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