Bayerischer Hausärzteverband begrüßt „Landarztquote“ als weiteren Baustein zur Lösung des Hausärztemangels

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„Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die wohnortnahe hausärztliche Versorgung auch in strukturschwachen Gebieten zu sichern, ist aus unserer Sicht zu begrüßen“, erklärt Dr. Petra Reis-Berkowicz, 2. Stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, mit Blick auf den Beschluss des Bayerischen Landeskabinetts zur Einführung einer Landarztquote in Bayern. Demnach sollen ab dem Wintersemester 2020/2021 rund 90 Studienplätze in Bayern pro Jahr Bewerbern vorbehalten sein, die später in unterversorgten oder drohend unterversorgten Regionen Bayerns hausärztlich tätig werden wollen. „Die Landarztquote ist ein Baustein zur Lösung des Problems Hausärztemangel – aber natürlich längst nicht der einzige“, so Dr. Reis-Berkowicz.

Die Auswahlkriterien der Studienplatzbewerber nach persönlicher Eignung, wie jetzt bei der Landarztquote vorgesehen, und nicht nach Numerus Clausus fordert der Bayerische Hausärzteverband schon seit Jahren für alle Bewerber um Medizinstudienplätze. Weitere wichtige Bausteine sind aus Sicht des Bayerischen Hausärzteverbandes die Schaffung zusätzlicher Medizinstudienplätze und die Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an allen medizinischen Fakultäten in Bayern. Hier sieht Dr. Reis-Berkowicz Bayern nicht zuletzt auch dank des Engagement der Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml auf einem sehr guten Weg: „In Augsburg und Bayreuth entstehen gerade rund 2.100 neue Studienplätze, und bis auf Regensburg haben alle medizinischen Fakultäten in Bayern bereits einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin. Für den noch neuen Medizin-Campus in Augsburg soll die Ausschreibung für den Lehrstuhl Allgemeinmedizin diesen Herbst beginnen.“

Dr. Reis-Berkowicz betont, dass es auch im Freistaat noch viel zu tun gibt, um den Hausarztberuf und speziell die Landarzttätigkeit für den Medizinernachwuchs attraktiver zu machen. Dazu gehört die zügige Umsetzung des Masterplans Medizinstudium 2020. „Unerlässlich ist aber auch die Stärkung der Hausarztzentrierten Versorgung über das Hausarztprogramm, die den künftigen Hausärztinnen und Hausärzten neue (nicht nur finanzielle) Perspektiven für ihre spätere Tätigkeit bietet.“

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