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„Diagnose Diabetes: Was nun?“ – Informationsveranstaltung in Kooperation mit dem Diabetikerbund Bayern

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Unter dem Titel „Diagnose Diabetes: Was nun?“ informierte der Bayerische Hausärzteverband in Kooperation mit dem Diabetikerbund Bayern in Donauwörth über die Stoffwechselkrankheit. Der Bayerische Hausärzteverband unterstützt damit aktiv die Gesundheitsinitiative "Gesund.Leben.Bayern" des Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums, deren Schwerpunkt in diesem Jahr die Diabetesprävention ist.

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 Wie wichtig das Thema Diabetes ist, zeigen die Zahlen. Weltweit breitet sich Stoffwechselerkrankung epidemieartig aus. Allein in Deutschland werden bereits sieben Millionen Menschen wegen Diabetes behandelt. 90 Prozent davon sind Typ-2-Diabetiker. Experten rechnen damit, dass die Dunkelziffer sogar noch viel höher ist. Mindestens vier Millionen Deutsche leiden demnach an der Zuckerkrankheit, ohne es zu wissen und ohne dagegen behandelt zu werden. Und weitere elf Millionen Menschen haben einen sogenannten Prädiabetes, also eine Vorform des Diabetes.
 
Das deutsche Gesundheitssystem stehe damit laut Dr. Jakob Berger, Facharzt für Allgemeinmedizin und 1. Stellvertretender Vorsitzender des

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Bayerischen Hausärzteverbandes, vor einer gigantischen Aufgabe. Nach dem Motto „vorsorgen ist besser als heilen“ komme dabei der Prävention eine wichtige Rolle zu.  Dr. Berger: „Es ist dringend ein Umdenken von der Reparaturmedizin zur Präventivmedizin erforderlich.“ Es sei wichtig, Diabetes bereits im Frühstadium zu erkennen und zu behandeln. Dies sei aber nur über den Hausarzt, also über eine flächendeckende hausarztzentrierte Versorgung möglich.
 
Dr. Berger: „Der Hausarzt hat gerade bei der Früherkennung des Diabetes eine fundamentale Rolle inne, weil der Hausarzt in der Regel seine Patienten am besten kennt und viele Vorsorgeuntersuchungen in der Hausarztpraxis durchgeführt werden.“
 
Auch bei der anschließenden Behandlung sei der Hausarzt unverzichtbar.

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„Bei der Menge an Diabetes-Patienten geht das gar nicht anders“, so Dr. Berger. Er appellierte deshalb an die knapp 50 Veranstaltungsgäste, sich, falls noch nicht geschehen, in die Hausarztverträge einzuschreiben, da diese den Patienten eine besondere medizinische Betreuung garantieren.  
 
Anschließend informierte Dr. Thomas Eberl in seinem Fachvortrag über Darmerkrankungen bei Diabetes mellitus. Dr. Eberl ist Gastroenterologe und Chefarzt der Inneren Medizin an der Donau-Ries Klinik in Donauwörth.

Einen Video-Beitrag zu der Veranstaltung finden Sie im MedCast, dem Videofenster des Bayerischen Hausärzteverbandes

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