Tag der Allgemeinmedizin in Würzburg "setzt deutliches Zeichen"

Tag der Allgemeinmedizin Würzburg
von links nach rechts: Prof. Dr. Anne Simmenroth,
Dr. Mohammad Ahmadi undProf. Dr. Ildikó Gágyor

Die Premiere war für Dr. Mohammad Ahmadi ein Heimspiel. Zum ersten Mal hat der neue Bezirksvorsitzende Unterfranken des Bayerischen Hausärzteverbandes auf dem Tag der Allgemeinmedizin am Mittwoch an der Universität Würzburg das Grußwort gesprochen. Hier, an der Julius-Maximilians-Universität, hatte Dr. Ahmadi von 1999 bis 2005 Medizin studiert.

Nach seiner Weiterbildung zum Facharzt Innere Medizin und Allgemeinmedizin ist er seit 2012 in einer Gemeinschaftspraxis in Mainstockheim niedergelassen. „Und damit sich der Kreis schließt: Wir sind stolz darauf, akademische Lehrpraxis unserer Universität Würzburg zu sein“, sagte Dr. Ahmadi in seinem Grußwort und stellte fest: Wie die beiden Professorinnen Dres. Anne Simmenroth und Ildikó Gágyor im Teamwork den Lehrstuhl für Allgemeinmedizin in den vergangenen fünf Jahren aufgebaut haben, sei „großartig“ und „ein Glücksfall“. Mit dem Tag der Allgemeinmedizin werde, so Dr. Ahmadi, ein weiteres „deutliches Zeichen“ gesetzt „wie wichtig die Allgemeinmedizin ist. Nicht nur in der täglichen Praxis, sondern auch in der Forschung und Lehre.“

In seinem Grußwort unterstrich Dr. Ahmadi, warum es wichtig ist, junge Medizin-Studierende für eine spätere Karriere als Fachärztin oder Facharzt für Allgemeinmedizin zu begeistern und stellte die Nachwuchs-Initiativen vor, die der Bayerische Hausärzteverband unterstützt, wie die Stipendienprogramme für Famulaturen und PJs in einer Landarztpraxis, die strukturierte Weiterbildung über die Kosta sowie das Coaching-Programm „Bavarian Circle“ für junge Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin, die sich niederlassen wollen.

„Die Allgemeinmedizin ist sicherlich nicht nur für mich das spannendste Fach in der Medizin“, ergänzte Dr. Ahmadi mit Blick auf das umfangreiche Programm des 6. Tages der Allgemeinmedizin.

Tag der Allgemeinmedizin Würzburg
Prof. Dr. Anette becker von der Philipps Universität Marburg

So thematisierte Prof. Dr. Annette Becker, Professorin für Allgemeinmedizin an der Philipps-Universität Marburg und Studiendekanin des dortigen Fachbereichs Medizin, zum Auftakt des Fortbildungstages in ihrer Key Lecture ein wichtiges Thema aus dem Praxisalltag: „Chronischer Schmerz – wenn’s auch dem Arzt/der Ärztin wehtut“.

Prof. Dr. Becker spielte darauf an, dass Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen ihre Behandelnden häufig an ihre Grenzen bringen und beantwortete die Kernfrage, wie: „Wer braucht Diagnostik, und wem schadet sie?“, „Was ist zu tun, wenn auch die Medikamente nicht helfen?“ und „Wie kann eine Arzt-Patienten-Beziehung zwischen Verzweiflung und nicht erfüllbarem Heilungsversprechen gestaltet werden?“ Insgesamt wurden in zwei Workshops zwanzig hausarztrelevante Themen behandelt.

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