Die schwarz-rote Regierung hat sich im Koalitionsvertrag zu einem verbindlichen Primärversorgungssystem verpflichtet. Darin werden Hausarztpraxen sowie Kinderarztpraxen zur festen ersten Anlaufstelle für die Patientinnen und Patienten. Neben der Versorgung managen sie damit auch die Patientensteuerung durch gezielte Überweisungen. Mit den Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung, kurz HZV, hat die Politik bereits ein solches System etabliert, an dem bundesweit über 11 Millionen Menschen teilnehmen. Nun will sie ein verbindliches Primärversorgungssystem über die HZV, aber auch im Rahmen der Regelversorgung, aufbauen.
In seinem Forderungspapier formuliert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband sechs konkrete Forderungen zu den Themenfeldern Qualität, Zugang, HZV, Teamversorgung sowie digitale Infrastruktur und Verbindlichkeit.