Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner zu Gast in der HÄPPI-Praxis in Presseck
Das Interesse der Politik am HÄPPI-Projekt ist ungebrochen. Am Dienstag hat Emmi Zeulner (CSU), Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels-Bamberg-Land
und Mitglied des Gesundheitsausschusses, die Gemeinschaftspraxis Seitter-Tischer in Presseck besucht. Mit dabei waren 1. Bürgermeister Christian Ruppert und 2. Bürgermeister Raimund Graß sowie Dr. Beate Reinhardt, zweite stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes. Mitte Januar hatte bereits der Bundestagsabgeordnete Johannes Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) sich von Anja Tischer, Fachärztin für Innere- und Allgemeinmedizin und Bezirksvorsitzende Oberfranken des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, das Konzept „Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell“, kurz HÄPPI, erläutern lassen. Wagner ist Arzt und gehört ebenfalls dem Gesundheitsausschuss des Bundestages an.
„Dass, was in dieser Hausarztpraxis gelebt wird, ist ein innovatives Vorzeigeprojekt“, stellte Zeulner nach dem über einstündigen Gespräch fest. Die Koalition habe sich vorgenommen, ein Primärversorgungssystem zu organisieren, erklärte die Abgeordnete und sagte: „So ein Primärversorgungssystem zielt darauf ab, dass die Hausärztin beziehungsweise der Hausarzt mit dem Team die Steuerung des Patienten übernimmt, damit insbesondere schwerstbetroffene Patienten eine bessere Versorgung bekommen. Die Patientensteuerung ist das A und O.“
„Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, damit HÄPPI auch nach der Pilotphase finanzierbar ist“, gab Anja Tischer der Abgeordneten mit auf den Weg. So müsste der Einsatz der Primary Care Managerin, die die Ärzte im HÄPPI-Konzept nachhaltig entlastet, auch abrechenbar sein.
Gefördert wird HÄPPI vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention und umgesetzt vom Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband. Wissenschaftlich begleitet wird das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Lehrstuhl für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung an der Universität Augsburg unter Leitung von Prof. Dr. Marco Roos.
In der Mediathek des Regionalfernsehens „Oberfranken TV“ gibt es einen sehenswerten Beitrag über HÄPPI und die „Landärzte Kulmbach“: „Pilotprojekt HÄPPI in Presseck: Mehr Verantwortung für medizinisches Fachpersonal in der Landarztpraxis“ (Link zum Beitrag).