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Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS): “Zweiter Schritt vor dem ersten”

verfasst am 13. März 2026
Mit einem neuen Aktionsplan will das Bundesgesundheitsministerium die Arzneimitteltherapie sicherer machen und hat dazu den Entwurf vorgelegt. “Damit wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht”, kritisiert der BHÄV-Fortbildungsbeauftragte Dr. Josef Pömsl.

Mit einem neuen Aktionsplan will das Bundesgesundheitsministerium die Arzneimitteltherapie sicherer machen und hat dazu den “Entwurf eines Aktionsplans 2026–2029 zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)” vorgelegt. “Grundsätzlich ist es ein wichtiges Anliegen, die Sicherheit in der Arzneimitteltherapie weiter zu verbessern. Aber mit dem vorliegenden Entwurf wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht”, kritisiert der BHÄV-Fortbildungsbeauftragte Dr. Josef Pömsl.

“Wechsel- und Nebenwirkungen lassen sich am besten vermeiden, wenn die medikamentöse Therapie von einem Arzt oder einer Ärztin koordiniert wird, der/die einen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten hat und weiß, welche Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten oder Allergien berücksichtigt werden müssen. Im bewährten und freiwilligen Primärarztsystem der Hausarztzentrierten Versorgung, der HZV, ist das die Hausärztin/der Hausarzt. Erster Schritt muss daher die Stärkung hausärztlicher Kompetenzen durch die angekündigten Regelungen zur Primärversorgung sein”, fordert Dr. Pömsl.

Übereinstimmung mit dem Bundesverband

So sieht das auch der Hausärztinnen- und Hausärzteverband in seiner Stellungnahme zum aktuellen Entwurf des Aktionsplans 2026–2029 zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). “Arzneimitteltherapiesicherheit entsteht hier durch kontinuierliche Betreuung, Kenntnis der individuellen Krankengeschichte, Überblick über alle Verordnungen und enge Abstimmung mit Pflege, Apotheken und Fachärzten. Diese koordinierende Funktion der Hausarztpraxis muss Ausgangspunkt aller AMTS-Maßnahmen sein”, heißt es dort.