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HZV: „Ein System, das wirklich hausärztlich einfach, gerecht und politisch super ist“

verfasst am 29. April 2026
Am Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärztetag räumten Dr. Tanja Goldbrunner und Dr. Benedikt Henschel mit Mythen rund um die HZV auf. Zum Beispiel der angebliche Mehraufwand. Den gebe es zwar bei Einführung der HZV, aber dafür bekomme man bald sehr viel zurück: „Ein System, das wirklich hausärztlich einfach, gerecht und politisch super ist“.

Am Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärztetag räumten Dr. Tanja Goldbrunner und Dr. Benedikt Henschel, beide überzeugt von der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV), mit Mythen auf, die sich rund um diese Versorgungsform ranken, obwohl wissenschaftliche Studien mehrfach ihren Nutzen bestätigt haben. „Ich hätte ja nie gedacht, dass es Mythen geben kann bei so einem guten Konzept, aber offensichtlich gibt es das schon“, startete Dr. Goldbrunner die Gesprächsrunde auf der „Talkstage“ des Forums Meet & Connect am Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärztetag. Und so zerlegten sie und Dr. Henschel eine nach der anderen falschen Vorstellung zur HZV.

Der initiale Mehraufwand lohnt sich

So wird häufig der angebliche Mehraufwand als Grund für die Ablehnung der HZV ins Feld geführt. Natürlich müsse man die HZV erst einmal in der Praxis implementieren, was mit einem gewissen initialen Aufwand verbunden sei, räumt Dr. Goldbrunner ein. Aber für sie überwiegen die Vorteile bei Weitem: "Es wird etwas wirklich Großes und Wichtiges, ich bin total gern dabei“, sagt sie.

Das sieht auch Dr. Henschel so. „Ich hatte das große Glück, dass es im Endeffekt ein gemachtes Bett war, was die HZV angeht“, berichtet er über die Gemeinschaftspraxis im Osten von München, in die er vor einigen Jahren eingestiegen ist. Da er die HZV schon in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin kennengelernt hatte und ihren Wert erkannte, sei das aber auch „ein Kriterium gewesen bei der Suche nach einer Praxis, in die ich einsteigen kann“, gibt er zu.

So wird häufig der angebliche Mehraufwand als Grund für die Ablehnung der HZV ins Feld geführt. Natürlich müsse man die HZV erst einmal in der Praxis implementieren, was mit einem gewissen initialen Aufwand verbunden sei, räumt Dr. Goldbrunner ein. Aber für sie überwiegen die Vorteile bei Weitem:“ Es wird etwas wirklich Großes und Wichtiges, ich bin total gern dabei“, sagt sie.

Das sieht auch Dr. Henschel so. „Ich hatte das große Glück, dass es im Endeffekt ein gemachtes Bett war, was die HZV angeht“, berichtet er über die Gemeinschaftspraxis im Osten von München, in die er vor einigen Jahren eingestiegen ist. Da er die HZV schon in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin kennengelernt hatte und ihren Wert erkannte, sei das aber auch „ein Kriterium gewesen bei der Suche nach einer Praxis, in die ich einsteigen kann“, gibt er zu.

Pluspunkte mit Überzeugungskraft

Über die Vorteile sind sich Dr. Goldbrunner und Dr. Henschel einig: Neben dem Plus an Versorgung für Patientinnen und Patienten und eine stärkere Arzt-Patienten-Bindung sind das mehr finanzieller Spielraum, eine bessere Planbarkeit und vor allem auch der politische Aspekt: „Dass das eben Verträge sind, die wir Hausärzte selber aushandeln können und wo wir im Prinzip für unsere eigenen Belange direkt eintreten können“.

Es sei ein System, „was wirklich hausärztlich einfach, gerecht und politisch super ist“, so Dr. Goldbrunner und ergänzt: „Ich meine, wir haben eine total tolle Community. Auch dank des Verbands sitzen wir hier und sehen uns alle und werden immer besser und stärker. Also ich bin ein Fan.“

HZV-Mythen als Podcast

Für alle, die am Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärztetag in Regensburg nicht live dabei sein konnten, werden wir uns haltlose HZV-Mythen demnächst auch im BHÄV-Podcast „BayernDoc“ vorknöpfen. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie „Bayern Doc – den Podcast des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbands“ oder schauen Sie regelmäßig auf www.bhaev.de/bayerndoc vorbei!