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Warum der Wechsel in die Hausarztmedizin der eigentliche Hauptgewinn ist

verfasst am 05. August 2026
Beim Gewinnspiel des BHÄV hat Michaela Memis den Hauptgewinn ergattert. Doch das Stethoskop ist nicht der Grund, warum die angehende Hausärztin davon überzeugt ist, das große Los gezogen zu haben.


Beim Gewinnspiel am BHÄV-Infostand auf dem „Level up“ Ende Juni hat Michaela Memis den Hauptgewinn ergattert. Doch das Stethoskop ist nicht der Grund, warum sie davon überzeugt ist, das große Los gezogen zu haben.

Für die Veranstaltung „Deine Weiterbildung richtig starten!“ hat sich die junge Hausärztin am 27. Juni 2026 von Burghausen auf den Weg nach München gemacht. Dass sie bei einer Veranstaltung, die sich primär an angehende Ärztinnen und Ärzte richtet, nicht unbedingt zur Zielgruppe gehört, sei ihr schon klar gewesen, räumt sie ein. Sie steht kurz vor der Facharztprüfung und wird noch in diesem Jahr die hausärztliche Praxis übernehmen, in der sie derzeit angestellt ist. Die Zeit für die Veranstaltung hat sie sich trotzdem gerne freigeschaufelt. „Weil ich meine Facharztweiterbildung in der Inneren Medizin in der Klinik begonnen habe, habe ich ein gewisses Nachholbedürfnis, was hausärztliche Weiterbildung betrifft“, erklärt sie.

Viele Wege führen in die Allgemeinmedizin. Bei Michaela Memis war es der Familienzuwachs, der sie zum Kurswechsel veranlasste. „Als ich mein zweites Kind bekommen habe, wurde mir klar, dass Familie und Beruf mit den Dienstplänen im Klinikalltag schwer unter einen Hut zu bringen sind. Also habe ich mich nach einer Anstellung im ambulanten Bereich umgesehen und fand in Winhöring die perfekte hausärztliche Praxis, die mich als Ärztin in Weiterbildung einstellte“, erzählt sie.

Wie sich herausstellte, passte es für alle Beteiligten so gut, dass Michaela Memis sich entschied, als Nachfolgerin der beiden Inhaber anzutreten und ihre Gemeinschaftspraxis in Winhöring zu übernehmen. Ihre Entscheidung, der Klinik den Rücken zu kehren, habe sie bis heute keine Minute bereut. „Wer einmal die Freiheit in einer hausärztlichen Praxis geschnuppert hat, geht nicht mehr zurück ins Krankenhaus“, ist sie sicher.

Das Einzige, was sie schade findet, ist, diesen Schritt nicht früher getan zu haben. Auch die Mitgliedschaft im Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband sei für sie ein Quantensprung gewesen. „Eigentlich habe ich erst dadurch so richtig mitbekommen, was es alles an Weiter- und Fortbildungen oder Förderungen für angehende Ärztinnen und Ärzte gibt“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich bin mir sicher, dass ich so manches anders geplant hätte, wenn ich das nur früher gewusst hätte, was es für tolle Angebote für angehende Ärztinnen und Ärzte gibt“.