Fragen und Antworten

Um Sie bei der Abrechnung der verschiedenen HzV-Verträge mit den einzelnen Krankenkassen zu unterstützen, veröffentlichen wir hier thematisch sortiert die häufigsten Anfragen, die an die Geschäftsstelle des Bayerischen Hausärzteverbandes herangetragen werden, mit den dazugehörigen Antworten.

HZV-Teilnahme und Qualifikationen

Bis wann muss ich organisationsbedingte Änderungen dem BHÄV / der HÄVG RZ GmbH mitteilen?

Für die fristgerechte und korrekte Bearbeitung der Änderungen in Ihrer Praxis übermitteln Sie uns bitte die zu ändernden Daten bis spätestens zum 25. Tag des ersten Monats im Quartal vor der Änderung (z.B.: Änderung zum 01.04.2021 – Meldungseingang spätestens 25.01.2021) per Fax an den Bayerischen Hausärzteverband e.V. unter  089 – 127 39 27 99 oder an die HÄVG RZ GmbH in Köln unter  01805 – 002425419.

Hier stellen wir Ihnen Formulare zu den Änderungsthemen Praxiserweiterung, Praxissitzverlegung, Austritt aus der Praxis bzw. Rückgabe der Kassenzulassung und Tod des Arztes zur Verfügung. Sollte Ihr Anliegen nicht mittels der Formulare darstellbar sein, können Sie uns dieses auch in einem formlosen Schreiben per Fax (089 127 39 72 99) oder  per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) mitteilen.

Bitte beachten Sie unbedingt: Die Einhaltung der oben genannten Fristsetzung ist sehr wichtig für die weitere Bearbeitung Ihrer Änderungsmitteilung. Nur durch eine frühzeitige Mitteilung der Änderungen können diese berücksichtig und ein aktueller Datenbestand vorgehalten werden.
Mit der Einhaltung der Frist ersparen Sie sich selbst und Ihren Kollegen zusätzliche Umwege oder Unklarheiten.

Besteht eine Teilnahmepflicht an der HZV für alle Mitglieder einer BAG oder eines MVZ?

Ein Hausarzt, der Mitglied einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) / eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) ist, hat bei seinem Antrag auf Teilnahme an einem HZV-Vertrag sicherzustellen, dass alle hausärztlichen Mitglieder der BAG/MVZ ebenfalls an denselben HZV-Verträgen teilnehmen, bzw. ihre Teilnahme erklärt haben, soweit sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Auch angestellte Ärzte können an den HZV-Verträgen teilnehmen. Beim Anstellungsverhältnis darf es sich allerdings nicht um das eines Sicherstellungsassistenten handeln.
Durch diese Regelung kann die qualitativ hochwertige Versorgung der HZV-Patienten in der Praxis gewährleistet werden. Darüber hinaus können Doppel- und Fehlabrechnungen vermieden werden, wodurch den Krankenkassen finanzielle „Schäden“ entstehen können, die Ihnen gegenüber geltend gemacht werden können.

(Zur Erinnerung: Leistungen, die Bestandteil der HZV-Ziffernkränze sind, dürfen nicht über die KVB abgerechnet werden. Fehlabrechnungen sind Leistungen, die ausschließlich über die KVB abgerechnet wurden anstelle über die HZV; Doppelabrechnungen sind die Leistungen, die sowohl über die HZV als auch über die KVB abgerechnet wurden.)

Bin ich automatisch Mitglied im Bayerischen Hausärzteverband, wenn ich an den HzV-Verträgen teilnehme?

Um Ihre Teilnahme an den HzV-Verträgen zu beantragen, füllen Sie bitte die kassenindividuellen Teilnahmeerklärungen aus. Diese finden Sie hier.

Es ist wichtig zu wissen, dass Sie mit Ihrer Teilnahme an den HZV-Verträgen zwar an der HZV teilnehmen, die der Bayerische Hausärzteverband für alle Hausärzte mit den Krankenkassen verhandelt. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass Sie dann auch Mitglied im Bayerischen Hausärzteverband sind! Hierfür müssen Sie einen gesonderten Mitgliedsantrag ausfüllen, den Sie unter www.hausaerzte-bayern.de unter der Rubrik Mitgliedschaft  finden.

Mit einer Mitgliedschaft im Verband profitieren Sie umgehend von Vorteilen wie zum Beispiel

  • der reduzierten HzV-Verwaltungskostenpauschale (in Höhe von bis zu 0,5%),
  • vergünstigten Fortbildungsgebühren (auch für Ihre MFA) - z.B. ShFK Thementag derzeit 140 € für Mitglieder statt 170 € für Nicht-Mitglieder und
  • exklusiven Serviceangeboten mit Sonderpreisen sowie vielem mehr!

Wir freuen uns über jedes neue Mitglied – denn ein Verband ist nur so stark wie seine Mitglieder!

Muss ich für meine Teilnahme am BKK HzV-Vertrag zusätzlich auch die Teilnahmeerklärung für den Bosch BKK HzV-Vertrag ausfüllen?

JA!

Der Bayerische Hausärzteverband hat sowohl einen HZV-Vertrag mit der BKK Vertragsarbeitsgemeinschaft / GWQ ServicePlus AG als auch mit der Bosch BKK abgeschlossen. Bei beiden Verträgen ist eine eigenständige Teilnahmeerklärung Vertragsbestandteil.

Die technische Umsetzung der beiden HZV-Verträge erfolgt in Ihrer Praxissoftware allerdings einheitlich mittels des gemeinsamen HZV-Moduls BKK HZV. Die Teilnahme an lediglich einem der beiden HZV-Verträge ist aufgrund der gemeinsamen technischen Abbildung beider Verträge nicht möglich.

Damit Ihre Vertragsteilnahme am BKK HZV-Vertrag also bestätigt werden kann, benötigen wir sowohl die vollständig ausgefüllte Teilnahmeerklärung für den HZV-Vertrag mit den BKKen als auch die vollständig ausgefüllte Teilnahmeerklärung für den HZV-Vertrag mit der Bosch BKK. Die Teilnahmeerklärungen der beiden HZV-Verträge finden Sie hier.
Eine Liste aller teilnehmenden Betriebskrankenkassen finden Sie hier.

Was muss ich bei einer Änderung meiner Teilnahmedaten beachten?

Ergeben sich bei Ihnen Änderungen der persönlichen Daten, Ihrer Praxisstammdaten, Ihrer Abrechnungsgenehmigungen, Ihrer Teilnahmevoraussetzungen an der HZV oder der Praxisstruktur, dann müssen die Änderungen an die HÄVG Rechenzentrum GmbH gemeldet werden. Bitte beachten Sie dabei das Folgende:

  • Die Mitteilung der Daten sollte rechtzeitig und vor Inkrafttreten erfolgen.
  • Datenänderungen können nur schriftlich mitgeteilt werden.
  • Die Meldung kann über das Qualitätsmerkmalsdatenblatt bzw. über das Stammdatenblatt erfolgen, welches Ihrer Quartalsabrechnung beiliegt.
  • Die Datenänderungsmeldung kann auch bequem über unsere aktualisierten Meldeformulare erfolgen.
  • Die ausgefüllten Formulare faxen Sie bitte unterschrieben vorzugsweise an den Bayerischen Hausärzteverband unter 089/127392799.

Die aktuellen Meldeformulare und weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wie fülle ich HzV-Teilnahmeerklärungen richtig aus?

  • Wo sind diese zu finden?
  • Auf was muss ich achten?
  • An wen sollen sie verschickt werden?

Die HzV-Teilnahmeerklärungen sind hier für jeden individuellen HzV-Vertrag zu finden.

Wichtig ist, diese aufmerksam zu lesen, korrekt und vollständig auszufüllen und an den Bayerischen Hausärzteverband beziehungsweise an die HÄVG Rechenzentrum GmbH zu schicken oder zu faxen.

Bitte beachten Sie:

  • Geben Sie die richtige Praxiskonstellation an.
  • Füllen Sie das Feld „Notwendige Angaben des Hausarztes“ vollständig aus. Nur bei Erfüllung aller aufgelisteten notwendigen Angaben kann die Teilnahme an der HzV erfolgen.

Besonderheit: In den HZV-Verträgen AOK Bayern, EK, TK und SVLFG gilt eine Übergangsfrist für die Erfüllung der Teilnahmevoraussetzungen Geriatrisches Basisassessment und Psychosomatische Grundversorgung von 12 Monaten, beim HZV-Vertrag BKK von 6 Monaten ab Teilnahmebeginn.

ACHTUNG: Beim Fehlen notwendiger Angaben muss die Teilnahmeerklärung nochmals ergänzt und zur erneuten Überprüfung an den Bayerischen Hausärzteverband oder die HÄVG Rechenzentrum GmbH geschickt werden.

Bei Erfüllung aller Voraussetzungen für eine Teilnahme an den HZV-Verträgen erhält der Arzt ein Bestätigungsschreiben mit dem Datum, ab dem Patienten erfolgreich auf den Arzt eingeschrieben werden können und ab welchem HZV-Vertretungspatienten über die HZV abgerechnet werden müssen. Bitte beachten Sie, dass eine Einschreibung von Patienten vor dem genannten Datum ungültig ist.

Senden Sie die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Teilnahmeerklärungen per Fax an die jeweils angegebene Faxnummer des Rechenzentrums der HÄVG, welches vom Hausärzteverband für die Bearbeitung beauftragt wurde.

Wem müssen neu erworbene Qualifikationen/KV-Abrechnungsgenehmigungen mitgeteilt werden?

Sollten Sie oder Ihre Praxispartner neue Qualifikationen/ KV-Abrechnungsgenehmigungen erworben haben, dann teilen Sie diese bitte umgehend nach dem Erwerb der HÄVG Rechenzentrum GmbH mit, damit diese bei der HZV-Quartalsabrechnung berücksichtigt werden können.

Änderungen Ihrer abrechnungsrelevanten Angaben können nur schriftlich mitgeteilt werden. Verwenden Sie bitte ausschließlich das Qualitätsmerkmaldatenblatt, das Ihrer HZV-Quartalsabrechnung beiliegt oder alternativ das entsprechende Formular auf der Homepage des Bayerischen Hausärzteverbandes. Die Änderungsmeldung sowie weiterführende Informationen finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass die gemeldete Qualifikation/KV-Abrechnungsgenehmigung frühestens ab dem auf die Meldung folgenden Quartal berücksichtigt wird – eine nachträgliche Vergütung ist nicht möglich.

Patienteneinschreibung

Welche Einsendefristen gelten für die HZV-Einschreibe- und Arztwechselbelege der AOK Bayern mit Wirkung zu Q4/2021?

Für eine fristgerechte Ein- beziehungsweise Umschreibung der AOK-HZV-Patienten mit Wirkung zum 4. Quartal 2021 müssen die entsprechenden Unterlagen bis spätestens zum 07.07.2021 den zuständigen Stellen vorliegen.

Bitte beachten Sie dabei die unterschiedlichen Einsendeadressen der Einschreibe- und Arztwechselbelege.

Die Einschreibebelege „99773“ der AOK senden Sie bitte an:
AOK Bayern - Die Gesundheitskasse
Service-Center Post
HZV
Postfach 2013
92218 Amberg.

Die HZV-Belege mit angekreuztem Arztwechsel „+9393+“ senden Sie bitte an:
HÄVG Rechenzentrum GmbH
Edmund-Rumpler-Str. 2
51149 Köln.

Weitere Informationen zu den Einsendefristen der HZV Einschreibebelege finden Sie auf unserer Homepage www.hausaerzte-bayern.de in der Rubrik HZV/Einschreibung Patienten/Einschreibefristen.

Wie funktioniert der Prozess der HZV-Patientenumschreibung mittels Arzt-Wechsel-Kreuz?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, HZV-Patienten, die bei einem anderen Betreuarzt in die HZV eingeschrieben sind, mittels Arzt-Wechsel-Kreuz umzuschreiben. Dies gilt für alle HZV-Verträge in Bayern.

Dazu wird zum einen ein HZV-Beleg (+9393+) mit angekreuztem „Arztwechsel“- Feld benötigt. Zum anderen muss die Patientin/der Patient eine neue Teilnahme – und Einwilligungserklärung unterzeichnen. Zu beachten sind hierbei die regulären Fristen zur Einschreibung.

Die umgeschriebenen HZV-Versicherten werden ab der erfolgreichen Umschreibung beim neuen Betreuarzt im Informationsbrief Patiententeilnahmestatus aufgelistet. Bis zur erfolgreichen Umschreibung ist die/der HZV-Versicherte als HZV-Vertretungsfall abzurechnen. Somit kann der neue Betreuarzt die PatientInnen kontinuierlich über die HZV versorgen, ohne dass diese zurück in die Regelversorgung fallen.

Des Weiteren können Sie bei den Verträgen BKK, Bosch BKK, TK, IKK classic und SVLFG (LKK) Versicherte online über die Praxissoftware ein- und umschreiben. Bitte befolgen Sie hierbei die Hilfestellung Ihrer Praxissoftware und unsere Informationsfaxe.

Bitte beachten Sie, dass seit dem Quartal 2/2021 auch die lückenlose Umschreibung von HZV-Versicherten der AOK Bayern auf einen anderen Betreuarzt mittels Arztwechselkreuz möglich ist. Abweichend von der AOK Bayern-Patienteneinschreibung muss für die Umschreibung der allgemeine HZV-Beleg +9393+ verwendet werden und mit dem Kreuz „Arztwechsel“ versehen an die

HÄVG Rechenzentrum GmbH
Edmund-Rumpler-Str. 2
51149 Köln

gesendet werden. Auch hier gelten die gewohnten Fristen zur Patienteneinschreibung der AOK Bayern.

Nähere Informationen zur Ein- und -Umschreibung von Patienten der AOK Bayern finden Sie in den Handlungsanleitungen unter www.hauaerzte-bayern.de / HZV / Einschreibung Patienten / Teilnahme- und Einwilligungserklärungen.

Wir haben Patienten in den HZV-Vertrag eingeschrieben - ab wann nehmen diese Patienten an der HZV teil?

Die Teilnahme der Patienten an der HZV beginnt nach Prüfung durch die jeweilige Krankenkasse frühestens ab dem Quartal, das auf das Ende der Einschreibefrist folgt. (Bsp.: Einsendung Patienteneinschreibebeleg für BKK-Versicherten bis zum 01.11.2020 -> Teilnahme an der HZV ab 01.01.2021)

Bitte verwenden Sie für die Einschreibung den Beleg +99773+ ausschließlich für Versicherte der AOK Bayern und den Beleg +9393+ ausschließlich für Versicherte der BKK, Bosch BKK, SVLFG (LKK), TK, IKK classic und EK. Die HZV-Belege können Sie über die jeweiligen Bestellformulare nachbestellen. Die Bestellformulare finden Sie hier.

Einschreibefristen BKK, EK, TK, IKK classic, SVLFG:

 1. Quartal   2. Quartal   3. Quartal  4. Quartal 
 01.11.   01.02.    01.05.  01.08.

 Bitte beachten Sie die abweichenden Einschreibefristen der AOK Bayern, die jedes Jahr individuell festgelegt werden. Für 2021 gilt daher:

 1. Quartal 2021  2. Quartal 2021  3. Quartal 2021 4. Quartal 2021 
 07.10.2020  07.01.2021  07.04.2021  07.07.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab welchem Alter darf man an der HZV teilnehmen und welche Besonderheiten gilt es zu beachten?

Für die Teilnahme an der HZV gibt es für Versicherte der AOK Bayern, Bosch BKK, Ersatzkassen (ohne TK), IKK classic, LKK und TK entsprechend § 73b SGB V keine Altersbeschränkung. Jeder bei einer dieser Krankenkassen Versicherten kann sich in die HZV einschreiben – unabhängig von seinem Alter. BKK-Versicherte können grundsätzlich erst ab dem 15. Lebensjahr in der HZV eingeschrieben werden.

Für alle Krankenkassen gilt: bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird für die Einschreibung die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten benötigt. Eine bestehende Einschreibung mit Unterschrift des Erziehungsberechtigten bleibt auch nach der Vollendung des 18. Lebensjahres gültig. Eine erneute Unterschrift durch den HZV-Patienten selbst ist somit nicht nötig. Auch beim Wechsel des Versichertenstatus innerhalb einer Krankenkasse, z.B. bei Ausbildungsbeginn, bleibt die HZV-Teilnahme weiterhin bestehen.

Welche Unterlagen brauche ich, um Patienten in die HZV einzuschreiben?

Wenn Sie Ihre Patienten in die HZV einschreiben möchten, benötigen Sie zwei Dokumente:
Die „Teilnahme- und Einwilligungserklärung“  (für die AOK Bayern „Teilnahme- und Datenschutzerklärung“) und den HZV-Einschreibebeleg.
Um Sie bei der Einschreibung Ihrer HZV-Patienten zu unterstützen, haben wir Leitfäden erstellt, die den Prozess der Patienteneinschreibung Schritt für Schritt darstellen. Unterschieden werden muss zwischen der Einschreibung der AOK-Patienten und der Einschreibung der Patienten aller anderen Kassen. Die jeweiligen Anleitungen finden Sie  hier.

Wie oft sende ich HZV-Einschreibebelege an die HÄVG RZ GmbH bzw. das Service Center Post der AOK Bayern?

Bitte senden Sie die Patienteneinschreibebelege möglichst regelmäßig an die jeweils verarbeitende Stelle, um eine flüssige Verarbeitung vor Ort zu gewährleisten und sicherzustellen, dass alle eingereichten Patienteneinschreibebelege fristgerecht verarbeitet werden können.

Kann ich die HzV-Einschreibebelege, die mit dem Adressfeld „HÄVG – c/o ARZ Service GmbH Haan“ versehen sind, noch verwenden?

HZV-Einschreibebelege mit dem Adressfeld „Haan“ sind immer noch  gültig. Diese werden jedoch nicht mehr von der ARZ Service GmbH in Haan verarbeitet.

Bitte senden Sie daher alle HZV-Einschreibebelege (außer AOK Bayern) an die HÄVG Rechenzentrum GmbH in Köln, die für die Verwaltung und Bearbeitung der Patienteneinschreibebelege zuständig ist.

Wie fülle ich den HzV-Einschreibebeleg korrekt aus, um meine Patienten in die HzV einzuschreiben?

Für eine korrekte Einschreibung Ihrer Patienten in die HZV verwenden Sie bitte nur originale Einschreibebelege. Die Einschreibebelege sind in Ihrem HZV-Starterpaket enthalten oder können bei den Druckereien direkt angefordert werden.

Den Einschreibebeleg können Sie mit Hilfe Ihrer Software bedrucken. Für eine besonders gute Lesbarkeit empfehlen wir eine schwarze Schriftfarbe, die Schriftart Courier und die Schriftgröße 10. Bitte achten Sie bei der Bedruckung darauf, die äußere und innere Feldbegrenzung einzuhalten sowie die Formularkennzeichen (Beispiel +9393+) nicht zu überschreiben.

Da die Verarbeitung der Belege maschinell erfolgt, ist ein handschriftliches Ausstellen unzulässig. Bitte beachten Sie, dass der Einschreibebeleg nur mit Unterschrift des Patienten gültig ist.

Die HZV-Belege übersenden Sie anschließend an die HÄVG Rechenzentrum GmbH, Edmund-Rumpler-Str. 2, 51149 Köln für die Kassen BKK, Bosch BKK, EK, IKK classic, TK und SVLFG (LKK).

Die Belege der AOK Bayern S15 (99773) senden Sie bitte an die AOK Bayern - Die Gesundheitskasse Service-Center Post, HZV Postfach 2013, 92218 Amberg.

Wohin sende ich die HzV-Einschreibebelege für die Patienteneinschreibung?

Die HzV-Belege für Versicherte der BKK, Ersatzkassen, TK, IKKclassic, SVLFG/LKK senden Sie an:

HÄVG Rechenzentrum GmbH
Edmund-Rumpler-Str. 2
51149 Köln

Die HZV- Belege für Versicherte der AOK Bayern senden Sie bitte regelmäßig an das Service-Center Post der AOK Bayern. Die HZV-Belege werden dort zentral sortiert, gescannt und validiert:

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Service-Center Post
HZV
Postfach 2013
92218 Amberg
HZV-Vertrag
AOK Bayern S15

Wo erhalte ich die Patienteneinschreibeunterlagen für die HzV-Verträge?

Die HZV-Patienteneinschreibeunterlagen müssen je HZV-Vertrag über ein eigenes Bestellformular angefordert werden. 

Für die HZV-Verträge AOK Bayern und LKK läuft die Bestellung über den Verlag Kohlhammer.
Für die HZV-Verträge BKK, Bosch BKK, EK und TK läuft die Bestellung über den Verlag printland.
Für den HZV-Vertrag IKK classic wickelt die HÄVG die Bestellung ab.

Die jeweiligen Bestellformulare können Sie hier herunterladen.

Wie schreibe ich einen AOK-Patienten in den HzV-Vertrag ein?

In 5 Schritten zur korrekten Einschreibung:

  1. Einschreibeberechtigt sind alle Versicherten, die noch nicht in den HZV-Vertrag AOK Bayern eingeschriebensind, unabhängig vom Alter des Patienten.
  2. Der Versicherte der AOK Bayern möchte seine Teilnahme an der HZV beim Hausarzt erklären. Sie informieren den Versicherten über die HZV,  händigen ihm die Teilnahme- und Datenschutzerklärung aus und bitten ihn, diese sorgfältig durchzulesen.
  3. Nachdem der Patient die Unterlagen sorgfältig durchgelesen hat, bitten Sie ihn um Unterschrift der Teilnahme- und Datenschutzerklärung und legen ihm zudem den vollständig bedruckten und mit Arztstempel versehenen HZV-Beleg (99773) zur Unterschrift vor.
  4. Im Anschluss kopieren Sie bitte die Teilnahme- und Datenschutzerklärung und händigen dem Patienten die Kopie aus. Das Original verbleibt in Ihren Akten und muss mindestens zehn Jahre in Ihrer Praxis aufbewahrt werden.
  5. Den HZV-Beleg senden Sie bitte regelmäßig an das Service-Center Post der AOK Bayern. Die HZV-Belege werden dort zentral sortiert, gescannt und validiert:

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Service-Center Post
HZV
Postfach 2013
92218 Amberg
HZV-Vertrag
AOK Bayern S15

WICHTIG: Bitte senden Sie ausschließlich die ausgefüllten Original-Belege an die AOK Bayern. Kopien oder Faxe werden nicht verarbeitet.

Liegen alle Teilnahmevoraussetzungen vor, wird die HZV-Teilnahme des Patienten bestätigt. Die Neuteilnahme von Patienten und den jeweiligen Beginn der Teilnahme können Sie weiterhin den Informationsbriefen Patiententeilnahmestatus entnehmen.

 

HZV Online Key

An wen kann ich mich wenden, wenn der HZV Online Key im System nicht erkannt wird?

Wie kann ich prüfen, ob ein Patient an der HZV teilnimmt?

Um den Einschreibestatus von Patienten zu prüfen, haben Sie mehrere Möglichkeiten.

Den Teilnahmestatus Ihrer eigenen eingeschriebenen Versicherten können Sie dem Informationsbrief Patiententeilnahmestatus entnehmen. Diesen erhalten Sie regelmäßig für jedes Quartal von der HÄVG Rechenzentrum GmbH zugeschickt bzw. können Sie im Online Service des Arztportals herunterladen.

Bei Ihnen noch unbekannten bzw. neuen Patienten können Sie entweder direkt den Teilnahmestatus des Patienten erfragen oder Sie nutzen am besten den HZV-Online Key. Damit stellen Sie insbesondere für die Ihnen noch unbekannten Patienten eine vertragskonforme Abrechnung der erbrachten Leistungen sicher.

Sie können die Prüfung des Teilnahmestatus direkt beim Einlesen der eGK durchführen, oder auch bei der Erstellung der Quartalsabrechnung.

Was ist der HZV-Online Key und wozu benötige ich ihn?

Der HZV-Online Key ist ein spezieller USB-Stick, der Ihnen eine sichere und verschlüsselte Übermittlung Ihrer Abrechnungsdaten an die HÄVG Rechenzentrum GmbH sowie die Online-Teilnahmeprüfung ermöglicht.

Übermittlung der Abrechnungsdaten:

Durch die Online-Übermittlung Ihrer Abrechnungsdaten ersparen Sie sich die Erstellung einer Abrechnungs-CD. Zudem erhalten Sie beim Onlineversand Ihrer Abrechnungsdaten eine direkte Rückmeldung, dass die übermittelten Daten eingegangen sind. Diese Eingangsbestätigung im PDF-Format können Sie für Ihre Dokumentation abspeichern.

Überprüfung Patiententeilnahmestatus:

Des Weiteren können Sie über die Funktion der Online-Teilnahmeprüfung feststellen, ob der Patient an einem HZV-Vertrag teilnimmt. Damit stellen Sie insbesondere für die Ihnen noch unbekannten Patienten eine vertragskonforme Abrechnung der erbrachten Leistungen sicher.

Die Voraussetzung für die Nutzung des HZV Online Key ist ein sicherer Internet-Zugriff an dem PC, an dem das HÄVG-Prüfmodul installiert ist, und ein freier USB-Anschluss.

Arztportal

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zur Anmeldung und Registrierung im Arztportal habe?

Was ist das Arztportal?

Das Arztportal ist eine webbasierte Plattform für Mitglieder der Landesverbände des Deutschen Hausärzteverbandes und HZV-Teilnehmer/-Innen. Das Service Angebot wird Ihnen durch den Bayerische Hausärzteverband gemeinsam mit den weiteren Landesverbänden des Deutschen Hausärzteverbandes in Zusammenarbeit mit der HÄVG zur Verfügung gestellt.

Es bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Status zu HZV-Vertragsteilnahmen einzusehen und persönliche Daten wie LANR, BSNR, Adressdaten, Bankverbindung und zusätzliche Qualifikationen zu ändern. Außerdem können Sie besuchte Fortbildungen (organisiert durch HSW GmbH oder IhF) abfragen oder extern besuchte Fortbildungen eintragen und sich so einen Überblick über alle besuchten Fortbildungsveranstaltungen verschaffen.

Darüber hinaus werden Ihnen im Online Service des Arztportals vertrauliche Dokumente zum Download zur Verfügung gestellt. Dadurch erhalten Sie die HZV-Dokumente deutlich schneller als auf postalischem Weg und können diese komfortabel digital archivieren. 

Hierfür müssen Sie im Arztportal angemeldet und für das mTan-Verfahren registriert sein. Das stellt sicher, dass nur Sie und Ihr Praxispersonal Ihre vertraulichen Dokumente einsehen können.

Welche Vorteile bringt es, sich für das Arztportal zu registrieren?

Ihre Vorteile im Überblick:

      • Schnellere Informationen: Sie erhalten Ihre Dokumente wesentlich früher als per Post. Dazu werden Sie per E-Mail direkt über die Bereitstellung neuer Dokumente informiert.
      • Zeitersparnis: Durch die Funktion „Patiententeilnehmerverzeichnis“ in Ihrer Praxissoftware können Sie die Patiententeilnahmeinformationen aus den eInfobriefen automatisch in Ihre Praxissoftware importieren und das zeitintensive und fehleranfällige manuelle Bearbeiten entfällt.
      • Mehr Flexibilität: Ihre Dokumente stehen rund um die Uhr zum Abruf bereit. Sie können sie nach dem Download bequem auf Ihrem Rechner ablegen und archivieren.
      • Mehr Sicherheit: Durch das sogenannte mTan-Verfahren wird sichergestellt, dass nur Sie Ihre vertraulichen Dokumente abrufen und einsehen können.
      • Mehr Transparenz: Durch die eStatistik erhalten Sie je Quartal eine individuelle Übersicht Ihrer vertragsübergreifenden HZV-Abrechnungskennzahlen.
      • Mehr Leistung: Durch die Möglichkeit des kostenfreien Downloads der arriba-Software profitieren Sie davon, dass die HZV-Verträge BKK GWQ/VAG und TK Ihnen die Möglichkeit bieten, den Einsatz des arriba-Moduls zur partizipativen Entscheidungsfindung für definierte Krankheitsbilder im Rahmen der HZV-Quartalsabrechnung abzurechnen.
      • Mehr Vergütung: Durch die aktive Nutzung des Arztportals in Verbindung mit der Nutzung des HZV Online Keys erfüllen Sie eines von drei Kriterien für die Gewährung des Innovationszuschlags im Rahmen des HZV-Vertrages mit der TK.

Weitere Informationen und eine genaue Anleitung zur Registrierung und Nutzung des Online-Abrufs finden Sie auf der Startseite des Arztportals (www.arztportal.net).

Vertretung / Stellvertretung

Worin liegt der Unterschied zwischen einem HZV-Vertreterarzt und HZV-Stellvertreterarzt?

Der HZV-Vertreterarzt ist ein Hausarzt, in dessen Praxis der Patient zum Zeitpunkt des Arzt-Patienten-Kontaktes nicht in der HZV eingeschrieben ist. Der Vertreterarzt kann nur die Vertreterpauschale, qualifikationsgebundene Leistungen und in Abhängigkeit vom HZV-Vertrag ggf. Besuche sowie Wegepauschalen abrechnen.

Prüfen Sie bitte mit Hilfe des HZV Online Keys bei allen Patienten, ob eine HZV-Teilnahme vorliegt, um Fehlabrechnungen zu vermeiden.

Ein HZV-Stellvertreterarzt ist ein Hausarzt, der als Praxispartner des Betreuarztes innerhalb einer BAG/eines MVZ die Vertretung des Betreuarztes übernimmt. Durch den Stellvertreterarzt erbrachte HZV-Leistungen werden bei der Abrechnung dem Betreuarzt zugeordnet, unabhängig davon, ob der Stellvertreterarzt an der HZV teilnimmt oder nicht.
Der Stellvertreterarzt kann somit alle Leistungen des Betreuarztes sowie die uns gemeldeten qualifikationsgebundenen Leistungen an HZV-Patienten erbringen und abrechnen.

Um auch hier etwaige Fehlabrechnungen zu vermeiden, bitten wir alle Praxispartner (außer Angestellte) bei Vorliegen aller Teilnahmevoraussetzungen an der HZV teilzunehmen.

 

Wann darf / muss eine HZV-Vertreterpauschale abgerechnet werden?

Im Falle der Vertretung für einen anderen HZV-Hausarzt ist auf die korrekte Abrechnung der HZV-Patienten zu achten. Für den vertretenden Arzt ist hierbei gleichgültig, ob es sich bei dem Fall tatsächlich um eine Urlaubsvertretung handelt oder der Patient aus anderen Gründen einen anderen HZV-Arzt aufsucht.

Bei Vertretungen eines anderen HZV-Hausarztes darf die Behandlung dessen Patienten über die vertraglich definierte Vertreterpauschale abgerechnet werden. Erfassen Sie hierfür in Ihrer Praxissoftware die Ziffer „0000“ für den Arzt-Patienten-Kontakt und zusätzlich die Ziffer „0004/VP“ für die Vertreterpauschale.

Die Erfassungsziffern und die Vergütung der Vertreterpauschale sind vertragsindividuell wie folgt geregelt:

 Vertrag  AOK   BKK EK  TK SVLFG Bosch BKK IKK  classic
Ziffer   004   004 004 004 004 VP 004
Vergütung 13,50 €
2x/Quartal
20,00 €
1x/Quartal
17,50 €
2x/Quarta
20,00 €
1x/Quartal
12,50 €
2x/Quartal
20,00 €
1x/Quartal
42,00 €
1x/Quartal

Zudem können Einzelleistungen abgerechnet werden, sofern es keinen vertraglichen Ausschluss gibt.
Bitte beachten Sie hierbei die jeweiligen Regelungen der einzelnen HZV-Verträge!

Die Abrechnung über die KV Bayerns ist für HZV-Vertretungspatienten nicht zulässig.

Hinweis: Nutzen Sie den HZV Online Key, um den HZV-Teilnahmestatus der Patienten zu überprüfen! Um Fehlabrechnungen zu vermeiden und auch HZV-Patienten, die nicht bei Ihnen, sondern bei einem anderen Betreuarzt eingeschrieben sind, korrekt über die HZV abzurechnen, empfiehlt es sich, bei jedem Patienten eine Online-Teilnahmeprüfung durchzuführen. Nur so können Sie sicher sein, ob es sich um einen HZV-Patienten handelt oder nicht.

Wie rechne ich Leistungen innerhalb einer BAG/eines MVZ durch einen Stellvertreter korrekt ab?

Ein Stellvertreterarzt ist ein Hausarzt, der als Praxispartner oder angestellter Arzt des HZV-Betreuarztes innerhalb einer Einzelpraxis/BAG/eines MVZ die Vertretung des HZV-Betreuarztes übernimmt. Bitte achten Sie darauf, dass alle hausärztlichen Mitglieder in einer BAG/einem MVZ an den HZV-Verträgen teilnehmen, sofern die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sind.

Die Abrechnung der vom Stellvertreter erbrachten Leistungen erfolgt innerhalb der HZV. Durch den Stellvertreterarzt erbrachte HZV-Leistungen werden bei der Abrechnung dem HZV-Betreuarzt zugeordnet, unabhängig davon, ob der Stellvertreterarzt an der HZV teilnimmt (Meldung der LANR an HÄVG erforderlich). Eine Abrechnung dieser HZV-Leistungen über die KV Bayerns ist nicht zulässig!

Der HZV-Betreuarzt darf auch Leistungen, für die er selbst keine Qualifikation oder Abrechnungsgenehmigung besitzt, durch einen Stellvertreterarzt in der BAG/MVZ erbringen lassen („delegieren“). Zu beachten ist hierbei, dass insbesondere für qualifikationsgebundene Leistungen auf dem HZV-Schein des Betreuarztes die LANR des Stellvertreterarztes dokumentiert wird, da andernfalls eine Vergütung der Leistungen nicht erfolgt. Daher sollten Sie regelmäßig die von Ihnen gemeldeten Qualifikationen/Abrechnungsgenehmigungen überprüfen (auch die der Stellvertreterärzte) und Änderungen umgehend melden.

Entsteht bei der Vertretung innerhalb einer BAG/MVZ ein Vertretungsfall?

Innerhalb einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG)/eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) entsteht kein Vertretungsfall. Die Behandlung kann durch einen Praxispartner (Stellvertreterarzt) erfolgen, die Vertreterpauschale kann jedoch nicht zusätzlich abgerechnet werden. Die Abrechnung der erbrachten Leistungen wird stets dem gewählten HZV-Arzt zugeordnet, bei dem der HZV-Patient eingeschrieben ist. Es handelt sich hierbei um Stellvertreterleistungen.

Wie finde ich den passenden Vertreterarzt?

Während der Urlaubszeit ist die Vertretung ähnlich der derzeitig geltenden KV-Regelung definiert, das heißt, der zu vertretende HZV-Hausarzt hat einen HZV-Vertreter zu benennen und seine HZV-Patienten über die Vertretung zu informieren. Für die Teilnahme an der Vertretungsregelung ist erforderlich, dass der vertretende Hausarzt an der HZV teilnimmt. Bei der Suche nach einem HZV-Vertreterarzt hilft die Homepage www.hausarzt-suche.de.

Insbesondere in der Urlaubszeit gilt: Achten Sie bitte stets darauf mittels HZV-Online Key zu überprüfen, ob Patienten HZV-Teilnehmer sind.

Abrechnung von Leistungen

Die HZV Chronikerpauschale – Worauf ist bei der Dokumentation zu achten?

Die Chronikerpauschale (0003, BBP) kann bei HZV-Patienten mit einer chronischen Erkrankung mit kontinuierlichem hausärztlichem Betreuungsbedarf vom Betreuarzt zur Abrechnung gebracht werden.
Der Chroniker-Begriff wurde seit Mitte 2020 vereinheitlicht und neu definiert, sodass die bei der Abrechnung u.a. folgende Grundsätze beachtet werden müssen:

  • Die Chronifizierung einer Erkrankung muss aus der Dokumentation erkennbar sein, dabei sollte so spezifisch wie möglich dokumentiert werden. D. h. Resteklassen werden nur verwendet, wenn keine genauere Zuordnung einer Schlüsselnummer möglich ist.
  • Eine chronische Erkrankung im Sinne der hausarztzentrierten Versorgung setzt eine kontinuierliche medizinische Versorgung (ärztliche Behandlung, Arzneimitteltherapie, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln) durch den Hausarzt voraus, ohne die nach hausärztlicher Einschätzung eine erhebliche Verschlimmerung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine nicht nur vorübergehende Beeinträchtigung der Lebensqualität zu erwarten ist.

    In der jeweiligen Anlage 3 des HZV-Vertrags finden Sie die darüber hinaus geltenden Abrechnungsregeln

Gelten bei der AOK BY im Q1/2021 weiterhin die Corona-Sonderregelungen?

Die mit der AOK Bayern für das Q4/2020 vereinbarten Sonderregelungen werden auch in Q1/2021 weitergeführt. Hiervon betroffen ist die Abrechnung von HZV- (Vertreter-)Patienten zu Corona-Zeiten:

  • Arzt-Patienten-Kontakte: Die Abrechnung der Pauschalen für HZV-Versicherte in Q4/2020 und Q1/2021 ist auch durch mittelbare Arzt-Patienten-Kontakte möglich. Bitte beachten Sie bei ausschließlichen mittelbaren Arzt-Patienten-Kontakten die zusätzliche Dokumentation des ICD-10-Kodes Z02.
  • Pflegeheimversorgung und Praxisvertretung aufgrund angeordneter Quarantäne: Wird die Versorgung von Patienten in Pflegeheimen von einzelnen wenigen Ärzten auf Anordnung übernommen oder wird die Vertretung einer Praxis, die sich in Quarantäne befindet, sichergestellt, ist ein Zuschlag auf die Vertreterpauschale (0004) in Höhe von 15 € mittels der Ziffer „0009“ abrechenbar. Bitte beachten Sie hierfür unser Infofax vom 03.11.2020.

Wie kann die Grippeimpfung mit Impfstoff aus der sogenannten Bayern-Reserve für HZV-Versicherte abgerechnet werden?

Da die Gebührenordnungsposition 89112B nicht Bestandteil der HZV-Verträge ist, ist die Impfung mit diesen Impfdosen auch für HZV-Versicherte über die KVB abrechenbar.

Kann der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt (0000) neben dem mittelbaren Arzt-Patientenkontakt (1112) im AOK Bayern S15-Vertrag abgerechnet werden?

Nein, im AOK Bayern S15-Vertrag kann entweder ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt (0000) oder ein mittelbarer APK (1112) abgerechnet werden.

Der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt (0000) setzt eine räumliche und zeitgleiche Anwesenheit von Arzt und Patient mit direkter Interaktion voraus. Bei Neugeborenen, Säuglingen, Kleinkindern oder bei krankheitsbedingt erheblich kommunikationsgestörten Kranken (z.B. Taubheit, Sprachverlust) ist ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt auch dann gegeben, wenn die Interaktion des Vertragsarztes indirekt über die Bezugsperson(en) erfolgt, wobei sich auch hier Arzt, Patient und Bezugsperson(en) gleichzeitig an demselben Ort befinden müssen.

Der Nicht persönliche (mittelbare) oder telefonische Arzt-Patienten-Kontakt (1112) dient ausschließlich zur Honorierung eines indirekten Kontaktes mit dem Arzt und kann nur einmal im Quartal abgerechnet werden. Ein mittelbarer Arzt-Patienten-Kontakt setzt keine unmittelbare Anwesenheit von Arzt und Patient an demselben Ort voraus.
Sollte es im gleichen Quartal doch noch zu einem persönlichen APK kommen, entfällt durch die Vergütung der Grundpauschale (0000) die Pauschale für nicht-persönlichen oder telefonischen Arzt-Patienten-Kontakt (1112), da mit dem Erfassen der Grundpauschale (0000) die direkte Interaktion mit dem Arzt bereits abgegolten ist.

Bitte beachten Sie, dass der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt im AOK HZV-Vertrag Abrechnungsvoraussetzung ist für folgende Leistungen:

  • Grundpauschale P2,
  • Zuschlag für den erhöhten Betreuungsaufwand für die Behandlung von Patienten mit chronischer Erkrankung P3 (0003),
  • Vertreterpauschale (0004),
  • Zuschlag auf Besuch bei Inanspruchnahme zur Unzeit (1410Z),
  • Onkologiepauschale (0002),
  • Hausärztlich-geriatrisches Basisassessment (03360),
  • Hausärztlich geriatrische Betreuung (03362),
  • Palliativpauschale (0001).

„Wie wird die Chronikerpauschale ab dem 01.07.2019 im EK-Verträgen abgerechnet?

Der HZV-Vertrag mit den Ersatzkassen (Barmer, DAK, KKH, HEK und hhk) sieht seit dem 01.07.2019 eine pauschale Vergütung von Chroniker-Leistungen beruhend auf einem einheitlichen Chroniker-Begriff vor.

Bei der Vertragsanpassung mit den Ersatzkassen zu Q3/2019 bestand Einigkeit zwischen den Hausärzteverbänden und den Krankenkassen, dass für die neue Pauschale die bisherigen Finanzmittel in gleicher Höhe zur Verfügung gestellt werden. Die geltenden Vertragsunterlagen mit der EK stehen auf www.hausaerzteverband.de/hausarztvertraege/hzv-vertraege-schnellsuche  bereit und können dort eingesehen bzw. abgerufen werden.

Welche Leistungen sind bei der Beschäftigung einer VERAH abrechenbar?

In den HZV-Verträgen in Bayern wird die besondere Betreuungsleistung durch eine Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH®) zusätzlich vergütet.

In den HZV-VerträgenAOK Bayern, BKK, EK, und TK können Besuchsleistungen, die die VERAH erbringt, als Einzelleistungen abgerechnet werden. In den HZV-Verträgen EK, TK, LKK, Bosch BKK und IKK classic wird der VERAH-Zuschlag für die Betreuung der gemäß HZV-Vertrag chronisch kranken Patienten vergütet. Im HZV-Vertrag mit der AOK Bayern wird die Beschäftigung einer VERAH mit einem Zuschlag zur Strukturpauschale für jeden eingeschriebenen HZV-Versicherten zusätzlich vergütet.

Die Übersicht der Vergütungsregeln können Sie hier einsehen, die Vergütungsregeln der einzelnen HZV-Verträge finden Sie in den jeweiligen Vertragsunterlagen unter Anlage 3.

Bitte beachten Sie, dass eine Vergütung dieser Leistungen erst möglich ist, wenn Sie die zusätzliche Qualifikation an uns mittels Meldeformular und VERAH-Urkunde gemeldet haben. Die Vergütung erfolgt stets ab dem auf die Meldung folgenden Quartal.

Für wen sind die Impfziffern zur HPV-Impfung abrechenbar?

Die Impfziffern 89110A – HPV-Impfung, erste Dosis und 89110B HPV-Impfung, letzte Dosis sind seit dem 30.11.2018 auch für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren über die HZVHZV abrechenbar.

Bis zu diesem Datum waren die Impfziffern lediglich für Mädchen eine Kassenleistung.

Wie rechne ich präoperative hausärztliche Leistungen in den HzV-Verträgen ab?

In den HZV-Verträgen mit den Ersatzkassen sowie mit der SVLFG (LKK) sind Leistungen zur präoperativen Versorgung des Patienten über die Einzelleistung „2003“ abgebildet.

Die Ziffer ist vor jedem stationären Aufenthalt, bei dem eine Operation vorgesehen ist, und vor jedem geplanten ambulanten oder belegärztlichen Eingriff abrechenbar, sofern die Operation 14 Kalendertage nach der Leistungserbringung erfolgt.
(Die exakten Leistungsbeschreibungen und Abrechnungsvoraussetzungen finden Sie bei den Vertragsunterlagen (jeweils unter Anlage 3).

In den HZV-Verträgen mit AOK, BKK/Bosch BKK, TK und IKK classic sind Leistungen zur OP-Vorbereitung in der Pauschale enthalten und somit bereits abgegolten.

Eine Übersicht über die Abrechenbarkeit einzelner EBM-Ziffern finden Sie auch auf unserer Homepage bei den Abrechungsübersichten.

Wie rechne ich die neuen Laborleistungen zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen für HzV-Patienten ab?

Seit 1. Juli 2018 stehen Ärzten neue Laborleistungen zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen im EBM zur Verfügung. Diese Laborleistungen können auch für HZV-Patienten per Überweisung mittels Muster 10 an Laborfachärzte überwiesen werden.

Wichtig ist auch für HZV-Patienten die Angabe der Ausschluss-Kennziffern 32004 und 32006 auf dem KV-Schein, sodass die Leistungen aus dem Wirtschaftlichkeitsbonus herausgerechnet werden können.

Bei weiteren Fragen zu den neuen EBM-Ziffern wenden Sie sich bitte direkt an die KVB.

Welche Änderungen haben sich in der HZV durch die Laborreform zum 01.04.2018 ergeben?

Für jeden HZV-Patienten, für den im aktuellen Quartal ein HZV-Fall abgerechnet wird, wird zusätzlich ein KV-Schein angelegt. Auf diesem geben Sie die Zählziffer „88192“ zur Ermittlung des Wirtschaftlichkeitsbudgets an.
Was ist neu? Seit dem 01.04.2018 erfolgt die Angabe aller vorhandenen Laborausschlussziffern auf dem KV-Schein mit der Zählziffer 88192.

Wie wird das Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen für HZV-Patienten abgerechnet?

Zum 01.01.2018 wurden die Ziffern 01747 (Aufklärungsgespräch Ultraschallscreening Bauchaortenaneurysmen) und 01748 (Ultraschallscreening auf abdominale Bauchaortenaneurysmen) neu in den EBM aufgenommen.

AOK Bayern S15:
Bis zum 31.03.2018 war die Leistung „Ultraschallscreening auf abdominale Bauchaortenaneurysmen“ mit der Ziffer 1791 bereits Bestandteil des HZV-Vertrages im AOK Bayern S15 HZV-Vertrag. Die bisherige Leistung 1791 wurde zum 01.04.2018 neu gestaltet. Eine Abrechnung der Gebührenordnungspositionen 01747 und 01748 über die KVB seit dem 01.01.2018 ist somit ausgeschlossen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der neuen Erfassungsziffern.

Zusätzlich wurde zum 01.04.2018 die neue „Leistung Sonografie Abdomen neben der Durchführung des Ultraschallscreenings auf abdominale Bauchaortenaneurysmen“ eingeführt:

 Ziffer  1791A  1791B 1791C 33042A
Leistung   Beratung zum
 Ultraschallscreening
 auf abdominale   
 Bauchaorten-
 aneurysmen
  Durchführung des
 Ultraschallscreenings
 auf abdominale 
 Bauchaortenaneu-
 rysmen
Ultraschallscreening
 auf abdominale
 Bauchaortenaneu-
 rysmen
Sono Abdomen neben
 der Durchführung des
 Ultraschallscreenings
 auf abdominale
 Bauchaortenaneurysmen
Besonderheit Einmalig für   Männer 
 ab 65. LJ

Einmalig für Männer
 ab 65. LJ

 Abrechenbar nur
 mit KV-Genehmigung

Einmalig, altersunabhängig
 bei Männer und
 Frauen mit  aneurysma- assoziierten
 Todesfällen in der   Familien-
 anamnese

Abrechenbar nur
 mit KV-Genehmigung

Nur am selben Tag 
 abrechenbar wie 
 1791B

Bitte beachten Sie die Honorartabelle der Anlage 3 zum HZV Vertrag mit der AOK Bayern. 

BKK, EK, TK, SVLFG, Bosch BKK, IKK classic:
Die Ziffern 01747 und 01748 sind nicht Bestandteil der HZV-Verträge und können über die KVB abgerechnet werden.

In welchem Abstand dürfen bei einem HzV-Versicherten Gesundheitsuntersuchungen (Check-Up - 01732) abgerechnet werden?

Für die HZV-Verträge AOK Bayern, BKK, Bosch BKK, EK Bayern (ohne TK), IKK classic und TK ist die Gesundheitsuntersuchung mit der Ziffer 01732 für Frauen und Männer ab dem 36. Lebensjahr einmal alle zwei Kalenderjahre abrechenbar.

Im HZV-Vertrag SVLFG (LKK) kann die Gesundheitsuntersuchung mit der Ziffer 01732 für Frauen und Männer ab dem 36. Lebensjahr einmal pro Kalenderjahr abgerechnet werden.

Im IKK classic HZV-Vertrag ist die Gesundheitsuntersuchung einmalig auch für Patienten im Alter von 18 bis 34 Jahren abrechenbar (01732B).

Hierbei spielt nicht das exakte Datum der Erbringung und Abrechnung der letzten Gesundheitsuntersuchung die entscheidende Rolle, sondern das Kalenderjahr.

Bsp. 1: Am 01.09.2017 wird bei einem im AOK-HZV-Vertrag eingeschriebenen Patienten eine Gesundheitsuntersuchung durchgeführt. Die nächste Gesundheitsuntersuchung kann also frühestens ab Januar 2019 erfolgen.

Bsp. 2: Am 01.09.2017 wird bei einem im SVLFG-HZV-Vertrag eingeschriebenen Patienten eine Gesundheitsuntersuchung durchgeführt. Die nächste Gesundheitsuntersuchung kann also frühestens ab Januar 2018 erfolgen.

Bis wann müssen die HzV-Abrechnungsdaten für das abgelaufene Quartal eingereicht werden?

Die Frist zur Einreichung der Abrechnung endet am 10. Kalendertag nach Ablauf des jeweiligen Abrechnungsquartals.

Eine Übersicht der Stichtage für die Abgabe der Quartalsabrechnungen können Sie hier einsehen. Bitte reichen Sie Ihre HZV-Quartalsabrechnungen rechtzeitig bis zum jeweiligen Stichtag bei der HÄVG Rechenzentrum GmbH ein.

Eine Verlängerung der Einsendefrist ist aufgrund nachgelagerter Prozesse nicht möglich.

Nutzen Sie den HZV Online Key für die Erstellung Ihrer HZV-Quartalsabrechnung. Es steht Ihnen damit ein einfacher, sicherer und schneller Weg der Abrechnungsübermittlung an das Rechenzentrum zur Verfügung. Sie können Ihre Abrechnungsdaten online übermitteln, müssen keine Abrechnungs-CDs mehr brennen und sparen sich Postlaufzeit und Porto. Während der Online-Übertragung erhalten Sie eine Rückmeldung, ob die Abrechnungsdaten im HÄVG- Rechenzentrum eingegangen sind und eine Auflistung der Abrechnungshäufigkeiten je HZV-Ziffern.

TIPP: Erstellen Sie Ihre HZV-Quartalsabrechnung vor der KV-Quartalsabrechnung. Mit Hilfe des HZV Online Key können Sie erkennen, ob die jeweiligen Patienten, z.B. Vertretungsfälle, korrekt über die HZV abgerechnet werden können. Ist dies aufgrund einer Fehlermeldung nicht der Fall, können diese Patienten dann noch im aktuellen Quartal über die KVB abgerechnet werden.

 

Wie kann die EBM-Leistung “Zuschlag zur Videosprechstunde” bei HZV-Patienten abgerechnet werden?

Die GOP 01450 „Zuschlag Videosprechstunde“ kann bei HZV-Patienten der Verträge AOK, BKK, Bosch BKK, EK, IKK und LKK über den KV-Schein mit der Kennzeichnung des Buchstaben „H“ mit der GOP 01450H erfolgen.

Die Kennzeichnung der GOP mittels „H“ erlaubt demnach die Abrechnung der GOP 01450 über den KV-Schein, sofern die Grundleistung, d.h. der Arzt-Patienten-Kontakt (Grundpauschale „0000“), im Rahmen der HZV erfolgt ist.

Für HZV-Patienten des TK HZV-Vertrags kann die GOP 01450 bzw. 01450H nicht gegenüber der KVB geltend gemacht werden, da der Leistungsinhalt in den HZV Versichertenpauschalen bereits enthalten ist.

Wie werden Kinder- und Jugendvorsorgeuntersuchungen in der HZV abgerechnet?

Während die Kindervorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 sowie die Jugendvorsorgeuntersuchung J1 generell über die HZV-Verträge in Bayern abrechenbar sind, wird die U10, U11 und J2 in einigen HZV-Verträgen über die KV abgerechnet, wobei die jeweiligen Bedingungen zu beachten sind (Ausnahme SVLFG und AOK Bayern: hier sind sämtliche Kinder- und Jugendvorsorgeuntersuchungen über die HZV abrechenbar).

Aber keine Sorge: Mit unserer Tabelle zur Abrechnung der Kinder- und Jugendvorsorgeuntersuchungen in den HZV-Verträgen behalten Sie den Überblick. Die Tabelle und weitere Informationen rund um die Erbringung und Abrechnung der Kinder- und Jugendvorsorgeuntersuchungen finden Sie hier im Bereich Abrechnungshilfen.

Wie kann die Erstellung des Medikationsplans für HzV-Patienten abgerechnet werden?

Für Patienten, die nicht in die HZV eingeschrieben sind und für die eine Chronikerpauschale (EBM: 03220, HZV: 0003/BBP) abgerechnet wird, setzt die KVB automatisch einmal pro Quartal bei allen KV-Fällen den Zuschlag für den Medikationsplan zu.

Für Patienten, die nicht in die HZV eingeschrieben sind und für die keine Chronikerpauschale (EBM: 03220, HZV: 0003/BBP), sondern eine Versichertenpauschale abgerechnet wird, kann die GOP 01630 (jährlicher Zuschlag zur Versichertenpauschale 03000/04000) als Einzelleistung abgerechnet werden. Die GOP 01630 honoriert die Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans durch den Hausarzt.

Die Chronikerpauschale (Ziffer 0003) der HZV-Verträge vergütet den erhöhten Aufwand für die Behandlung von chronisch Kranken. In diesem Zusammenhang ist auch das Erstellen eines Medikationsplans in der Ziffer 0003 enthalten und somit abgegolten. Eine zusätzliche Abrechnung ist nicht möglich.

Da die GOP 01630 nicht Bestandteil des HZV-Ziffernkranzes ist, erfolgt die Abrechnung dieser Leistung auch für HZV-Patienten, für die keine Chronikerpauschale abgerechnet wird, bis auf weiteres über die KV Bayerns.

Eine Ausnahme bilden die HZV-Verträge AOK Bayern und TK: Hier ist die Abrechnung der GOP 01630 für HZV-Patienten ausgeschlossen, da das Erstellen eines Medikationsplans bereits Bestandteil der Grundpauschale ist.

Erfassung und Abrechnung in der Abrechnungssoftware: Für HZV-Patienten der BKK, Bosch BKK, EK, SVLFG und IKK classic ist die GOP „01630H“ auf dem KV-Abrechnungsschein einzutragen. Die Kennzeichnung der GOP mittels „H“ erlaubt die Abrechnung der Leistung 01630 über die KVB, obwohl die Grundleistung (Versichertenpauschale) im Rahmen der HZV vergütet wird.

Eine Gegenüberstellung der Leistungsziffern für die Erfassung in der HZV-Abrechnungssoftware finden Sie hier. 

Wie rechne ich Impfleistungen für HzV-Patienten richtig ab?

Impfleistungen sind Bestandteil der HZV-Verträge in Bayern und mittels der gültigen Erfassungsziffern entsprechend der Impfvereinbarung / Schutzimpfungsrichtlinie des GBA (gültig für TK) in der HZV-Abrechnung zu dokumentieren und zu übermitteln. 

Bei den HZV-Verträgen der AOK Bayern, BKK, Ersatzkassen, SVLFG (LKK) und TK werden die Impfleistungen als Einzelleistung vergütet.

Bei den HZV-Verträgen der Bosch BKK und IKK classic sind die Impfleistungen Bestandteil der HZV-Grundpauschale und durch diese bereits abgegolten – die Dokumentation in der HZV-Abrechnung erfolgt dennoch mittels der Erfassungsziffern entsprechend der Impfvereinbarung.

Bitte beachten Sie jedoch, dass Impfleistungen aufgrund einer beruflichen Indikation oder einer Reiseindikation nicht Bestandteil der HZV-Verträge sind (Suffixe V,W,X,Y) und über die KVB abgerechnet werden können.

Die Erfassungsziffern in der HZV können Sie hier nachlesen.

In welchen Fällen erfolgt die Vergütung der Chronikerpauschale P3 im HzV-Vertrag AOK Bayern S15?

Eine Erkrankung ist chronisch, wenn eines der folgenden Merkmale vorhanden ist:

  1. Es liegt eine Pflegebedürftigkeit des Pflegegrades 3, 4 oder 5 nach dem zweiten Kapitel SGB XI vor.
  2. Es liegt ein Grad der Behinderung (GdB) oder ein Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von mindestens 60 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (Mde) von mindestens 60% vor.
  3. Es ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung (ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, Arzneimitteltherapie, Behandlungspflege, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln) erforderlich, ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine erhebliche Verschlimmerung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine nicht nur vorübergehende Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die aufgrund der Krankheit verursachte Gesundheitsstörung zu erwarten ist.

Sofern eines der obigen Merkmale vorliegt und eine chronische Diagnose bereits im Quartal vor dem Abrechnungsquartal vorlag, kann die Chronikerpauschale „0003“ dokumentiert und in der Abrechnung übermittelt werden.

Zur Abrechnung der Chronikerpauschale müssen zwei persönliche Arzt-Patienten-Kontakte mit der Ziffer „0000“ dokumentiert werden, wobei ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt durch zwei VERAH-Besuche mit der „1417“ ersetzt werden kann.

Erst mit dem zweiten persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt kann die Dokumentation und Abrechnung der Ziffer „0003“ erfolgen. Wenn sich ein bereits chronisch kranker Patient bei Ihnen neu in die HZV einschreibt, so können Sie die Chronikerpauschale bereits im ersten Teilnahmequartal des Patienten ansetzen. In diesen Fällen behält sich die AOK Bayern vor, das Vorliegen der Diagnose im Vorquartal gesondert nachgelagert zu prüfen.

Wie werden Leistungen abgerechnet, die aus Überweisungen von anderen HzV-Ärzten entstehen?

Für HZV-Patienten, die von einem anderen HZV-Arzt (nicht innerhalb der BAG/MVZ) an Sie überwiesen werden, kann die Zielauftragspauschale „0005“ abgerechnet werden. Je nach HZV-Vertrag werden darüber hinaus auch Einzelleistungen vergütet.

Bitte beachten Sie, dass in den HZV-Verträgen AOK Bayern S15 und BKK die Zielauftragspauschale „0005“ nur dann abrechenbar ist, wenn eine der dazu im HZV-Vertrag definierten Einzelleistungen angefordert wurde:

 

Per Zielauftrag angeforderte Einzelleistungen:

Abrechnungsregel:

AOK S15

  • Aufzeichnung Langzeit- EKG
  • Langzeit-RR
  • Belastungs-EKG
  • Sonografie Abdomen
  • Sonografie Schilddrüse
  • CW-Doppler-Sonografie
    der extremitätenversorgenden
    u./o. extrakraniellen Gefäße
  • Chirotherapie an der Wirbelsäule
  • Körperakupunktur
  • Zusätzlich ist die im Zielauftrag definierte
    Einzelleistung max. 1 x pro Quartal abrechenbar,
    Ausnahme Körperakupunktur (30791);
  • Nicht am selben Tag mit der Vertreterpauschale
    abrechenbar;
  • Zielauftrag innerhalb einer BAG/eines MVZ
    nicht abrechenbar

 BKK

 
  • Aufzeichnung Langzeit-EKG
  • Langzeit-RR
  • Belastungs-EKG
  • Sonografie Abdomen
  • Sonografie Schilddrüse
  • CW-Doppler-Sonografie der
    extremitätenversorgenden
    u./o. extrakraniellen Gefäße
 
  • Zusätzlich ist die im Zielauftrag definierte
    Einzelleistung abrechenbar;
  • jede Einzelleistung max. 1 x pro Quartal
    zuzüglich abrechenbar;
  • Nicht am selben Tag mit der
    Vertreterpauschale abrechenbar;
  • Zielauftrag innerhalb einer
    BAG/eines MVZ nicht abrechenbar

 EK

Erbringung der im Zielauftrag
definierten Leistung inklusive
Befundermittlung
 
  • Zusätzlich ist die im Zielauftrag definierte
    Einzelleistung abrechenbar;
  • jede Einzelleistung max. 1 x pro Quartal
    zuzüglich abrechenbar;
  • Nicht am selben Tag mit der
    Vertreterpauschale abrechenbar;
  • Zielauftrag innerhalb einer BAG/
    eines MVZ nicht abrechenbar

Bosch BKK, IKK classic, TK, SVLFG (LKK)

Erbringung der im Zielauftrag
definierten Leistung inklusive
Befundermittlung

 
  • Keine Abrechnung von Einzelleistungen;
  • Nicht am selben Tag mit der
    Vertreterpauschale abrechenbar;
  • Zielauftrag innerhalb einer BAG/
    eines MVZ nicht abrechenbar

Was ist eigentlich die Strukturpauschale?

Die sogenannte Strukturpauschale dient der Honorierung der gehobenen Technikausstattung und des Qualitätsmanagements in der HZV-Hausarztpraxis. Die Strukturpauschale wird für jeden eingeschriebenen HZV-Patienten automatisch vergütet. Diese Pauschale ist kontaktunabhängig, d.h. es ist kein Arzt-Patienten-Kontakt notwendig. Auch eine Erfassung in der Praxissoftware ist nicht nötig.
Die Strukturpauschale ist Bestandteil der HZV-Verträge der AOK Bayern, der LKK/SVLFG, der IKK classic und der Bosch BKK.

Doppel- und Fehlabrechnung

Was sind Doppelabrechnungen und was sind Fehlabrechnungen?

Leistungen, die Bestandteil der HZV-Verträge sind, dürfen nicht zusätzlich oder stattdessen gegenüber der KVB abgerechnet werden, da dies zu Doppel- oder Fehlabrechnungen führt:

  • Bei „Doppelabrechnungen“ handelt es sich um Leistungen der HZV-Verträge, die für einen Patienten innerhalb eines Quartales gleichzeitig sowohl im Rahmen der HZV als auch über die KVB abgerechnet wurden.
  • Bei „Fehlabrechnungen“ handelt es sich um Leistungen der HZV-Verträge, die fälschlicherweise über die KVB abgerechnet wurden, obwohl diese Bestandteil des Ziffernkranzes des HZV-Vertrages sind.

Sowohl Doppel- als auch Fehlabrechnungen können als „Nicht vertragskonforme Inanspruchnahme“ (NVI) zu einem Schaden der Krankenkasse führen, der Ihnen gegenüber mittels eines Korrekturanforderungsnachweises geltend gemacht werden kann.

Wie funktioniert die Regelwerksprüfung und welche Vorteile habe ich durch sie?

Die Regelwerksprüfung wurde in Abstimmung zwischen KVB, Krankenkassen/ -verbänden und BHÄV umgesetzt. Die KVB prüft bei jeder Quartalsabrechnung, ob Leistungen, die Bestandteil der HZV-Verträge sind, fälschlicherweise über die KVB abgerechnet wurden. Damit die Regelwerksprüfung greift, müssen der Hausarzt und der Patient am jeweils selben HZV-Vertrag teilnehmen.

Durch die Regelwerksprüfung können sowohl rückwirkende Korrekturen von Fehl- und Doppelabrechnungen als auch Kosten durch nicht vertragskonforme Inanspruchnahmen vermieden werden.

Zurückgewiesene Leistungen finden Sie in Ihrer Richtigstellungsmitteilung des Honorarbescheids der KVB ausgewiesen. Sie haben die Möglichkeit Leistungen, die im Rahmen der Regelwerksprüfung zurückgewiesen wurden, innerhalb der definierten Fristen in der HZV nachzureichen. Die Nachreichfristen können Sie unter www.hausaerzte-bayern.de / HZV / HZV in der Praxis / Mitteilungen / Fragen und Antworten nachlesen.

Eine ausführliche Erklärung der Regelwerksprüfung finden Sie unter www.hausaerzte-bayern.de  / HZV / HZV in der Praxis / Regelwerksprüfung.

Wie können rückwirkende Korrekturen von Doppel- und Fehlabrechnungen vermieden werden?

Nutzung HZV Online Key:

Mittels der Funktion der Online-Teilnahmeprüfung des HZV Online Keys können Sie feststellen, ob der Patient an einem HZV-Vertrag teilnimmt. Damit stellen Sie insbesondere für die Ihnen noch unbekannten Patienten eine vertragskonforme Abrechnung der erbrachten Leistungen sicher und können eine versehentliche Abrechnung über die KVB vermeiden.

Online Service im Arztportal:

Stellen Sie zudem sicher, dass Patienten, die bei Ihnen in die HZV eingeschrieben sind, auch in Ihrer HZV-Vertragssoftware aktiviert werden. Über den Online-Service im Arztportal können Sie Ihre Patiententeilnahmeinformationen in Ihre Praxissoftware importieren – ohne zeitaufwendiges und fehleranfälliges manuelles Bearbeiten. Weitere Informationen zum Arztportal finden Siehier.

Regelwerksprüfung der KVB:

Im Rahmen der HZV-Regelwerksprüfung prüft die KVB seit dem Quartal 3/2019 bei der KV-Quartalsabrechnung, ob Leistungen für HZV-Versicherte, die Bestandteil der HZV-Ziffernkränze sind, fälschlicherweise über die KVB abgerechnet wurden. Diese Leistungen werden von der KV-Abrechnung gestrichen und in der Richtigstellungsmitteilung des Honorarbescheids Ihnen gegenüber als abgelehnt ausgewiesen.

Durch die HZV-Regelwerksprüfung können rückwirkende Abrechnungskorrekturen von Doppel- und Fehlabrechnungen deutlich reduziert werden, da Ihnen die irrtümlich über die KVB abgerechneten HZV-Leistungen erst gar nicht vergütet werden. Durch die zeitnahe Rückmeldung der KVB zu abgelehnten Leistungen haben Sie so die Möglichkeit, HZV-Leistungen über die HZV nachzureichen. Weitere Informationen zur Regelwerksprüfung finden Sie hier.

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