Der Erfolg der Kampagne „Hausarztpraxen retten“ hängt von einer hohen Beteiligung ab. Die Erlanger Hausärztin Dr. Anke Lemmer nutzte das Stadtteilfest vor ihrer Praxistür, um Passanten zum Mitmachen zu bewegen. „Das Stadtteilfest bietet Unternehmen und Institutionen vor Ort die Möglichkeit, sich und ihre Angebote vorzustellen“, erläutert sie. Ihre Praxis beteiligte sich und bot an ihrem Stand Blutdruckmessungen sowie die Kontrolle von Sauerstoffsättigung und Puls an.
Gespräche zur Situation der hausärztlichen Versorgung, die durch das GKV-Spargesetz bekanntlich in Gefahr ist, stießen auf große Resonanz. Auch Unterschriftenlisten wegen der Streichung homöopathischer Leistungen als freiwillige Kassenleistung – ein persönliches Anliegen von Dr. Lemmer - füllten sich rasch.
„Ich habe ein Kampagnenplakat aufgehängt und jede Menge Postkarten mit dem QR-Code zur Kampagnen-Website verteilt“, erzählt Dr. Lemmer und zieht positive Bilanz ihres Einsatzes. Das Interesse sei groß gewesen, „ich habe viele gute Gespräche geführt“, berichtet sie.
Ihr Einsatz wirkt über das Stadtteilfest hinaus: „Das Plakat hängt immer noch gut sichtbar mitten in der Fußgängerzone.“
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