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Gemeinsam schützen: Die Initiative „München impft“ startet in die Atemwegssaison 2026/2027

verfasst am 24. September 2026
Der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband unterstützt die die Initiative des Gesundheitsreferats München sowie des LMU Klinikums und des TUM Klinikums.

Infektionen mit Atemwegserregern (ARI) bedeuten insbesondere für chronisch Kranke oft mehr als nur unangenehme Symptome. Sie bergen das Risiko für schwere Verläufe, erhebliche Komplikationen und Therapieunterbrechungen. Um vulnerable Gruppen gezielt zu schützen und die Impfquoten gemäß den STIKO-Empfehlungen zu steigern, haben das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München sowie das LMU Klinikum und das TUM Klinikum die stadtweite Initiative „München impft“ gestartet, die der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband unterstützt.

Evidenzbasierter Impfschutz bei chronischen Erkrankungen

Für Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen sowie deren Umfeld wird in der aktuellen Saison folgendes empfohlen (STIKO):

  • COVID-19: Auffrischimpfung unabhängig vom Alter für Risikogruppen & Umfeld empfohlen (ab September)
  • Influenza: Auffrischimpfung unabhängig vom Alter für Risikogruppen & Umfeld empfohlen (ab Oktober)
  • RSV: Indikation für Personen ab 60 Jahren mit schweren Grunderkrankungen inkl. Hämato-Onkologie (bevorzugt Herbst)

Gemeinschaftsschutz (Kokon-Strategie): Appellieren Sie an das Umfeld! Denn Infektioinsschutz ist Teamarbeit. Die Impfung des Umfelds senkt die Infektionswahrscheinlichkeit für chronisch Kranke und Senioren relevant.

Verhalten gestalten: Das 5C-Framework in der Praxis

Die Entscheidung für eine Impfung basiert auf komplexen Einflussfaktoren. Um Praxen, Ambulanzen und Selbsthilfeorganisationen bei der zielgerichteten Kommunikation zu unterstützen, nutzt die Kampagne das 5C-Framework des ECDC. Für die hausärztliche Versorgung bedeutet das:

  1. Confidence (Vertrauen): Nutzen Sie das Vertrauensverhältnis im hausärztlichen Praxisteam, um Sorgen bezüglich Verträglichkeit und Wechselwirkungen aktiv auszuräumen.
  2. Complacency (Risikowahrnehmung): Verdeutlichen Sie Betroffenen das reale Risiko von Infektionskomplikationen und Therapieverzögerungen.
  3. Constraints (Zugangsbarrieren): Bieten Sie Impfungen niedrigschwellig direkt im Rahmen von Routineterminen in der Sprechstunde beziehungsweise bei Haus- und Pflegeheimbesuchen an.
  4. Calculation (Informationsabwägung): Liefern Sie sachliche, Evidenz-basierte Fakten gegen Mythen und Falschinformationen.
  5. Collective Responsibility (Gemeinschaftsschutz): Appellieren Sie an das Umfeld: Schutz ist Teamarbeit.

Jetzt mitmachen und Materialien sichern!
Unter www.muenchen-impft.de/mitmachen können Sie sich einen Überblick über die verfügbaren Materialien verschaffen und diese direkt herunterladen.