"Man nimmt man ja gerade beim kollegialen Austausch oft was für die eigene Praxis mit"
Herr Dr. Semmler, warum sollte man sich am 28. Oktober auf dem Weg nach Bodenwöhr machen?
Dr. Semmler: Zunächst einmal: Um sich über die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen aus erster Hand auf den Stand der Dinge bringen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass unser Landesvorsitzender Dr. Wolfgang Ritter in seinem berufspolitischen Update eine Reihe interessanter Informationen und Hintergrundwissen zu den Themen, die uns Hausärztinnen und Hausärzten auf den Nägeln brennen, liefern kann. Es geht ja jetzt Schlag auf Schlag. Mit interessanten Drehungen und Wendungen, wie wir bei der Fixkostendegression gesehen haben.
Im Programm steht diesmal als ein besonderes Highlight eine kostenlose Fortbildung mit Prof. Dr. Patricia Schartau, die als Lehrstuhlinhaberin seit gut einem Jahr in Regensburg einen neuen Standort für allgemeinmedizinische Präventions- und Versorgungsforschung aufbaut. Worum geht es dabei?
Dr. Semmler: Prof. Schartau wird einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen am Zentrum für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Regensburg geben und Neuerungen in der Lehre, laufende und geplante Forschungsprojekte sowie Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Zentrums vorstellen. Ein Fokus liegt dabei auf dem Ausbau der Lehr- und Forschungspraxennetzwerke und der weiteren Stärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Allgemeinmedizin und den hausärztlichen Praxen.
Deshalb freut es mich auch sehr, dass sie diese Fortbildung bei uns anbietet. Denn „Gemeinsam Allgemeinmedizin gestalten“ wie es im Titel der Fortbildung heißt, ist für uns Programm: Gemeinsam heißt ja auch, dass wir Hausärztinnen und Hausärzte uns einbringen. Zum Beispiel als Lehrpraxen für die Studierenden.
Die kommende Bezirks-Mitgliederversammlung Oberpfalz findet in Präsenz statt. Was spricht für dieses Format?
Dr. Semmler: Dr. Semmler: Berufspolitik lebt nach wie vor zu großen Teilen auch vom besonderen Engagement der Mitglieder und Netzwerken vor Ort. Der persönliche Kontakt bei einer Präsenzveranstaltung ist deshalb wichtig. Eben, weil die Mitglieder in den Regionen auf ihre Bezirksvorsitzenden und Delegierten direkt zugehen können. Es läuft in unserem Verband ja nicht „Top-Down“, sondern es geht ja auch darum, Anregungen von der Basis zu erhalten, die in unsere politische Arbeit einfließen. Einzelne Themen und Fragestellungen können im ländlichen Raum anders sein als in Ballungsgebieten. Und man nimmt man ja gerade beim kollegialen Austausch oft was für die eigene Praxis mit. Insbesondere was Neuerungen im Bereich Abrechnung, Verordnung, Zusammenarbeit mit Fachärzten und Krankenhäusern angeht.
Noch nicht angemeldet?
Wir freuen uns übrigens auch über Gäste, die noch nicht Mitglieder des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes sind, es aber vielleicht werden möchten. Gerne können daher auch Praxiskolleginnen und -kollegen mit zur Veranstaltung gebracht werden. Wir bitten vorab um Anmeldung.






































