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Grünen-Politiker Lindauer besucht Hausarztpraxis der Drs. Berger: Konsens über mehr Medizinstudienplätze und Stärkung der Allgemeinmedizin

Der Landtagsabgeordnete der CSU Bernhard Seidenath besuchte im Rahmen des Tages des Hausarztmedizin die Praxis von Dr. Abbushi in Deisenhofen bei Oberhaching, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen.
Grünen-Politiker Stefan Lindauer (Mi.) zu
Besuch in der Hausarztpraxis der Drs. Berger

Im Rahmen des Tages der Hausarztmedizin hat Stefan Lindauer, Bundestags-Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen, die Allgemeinarztpraxis der Drs. Jakob und Johannes Berger in Herbertshofen (Landkreis Augsburg) besucht, um sich vor Ort über die aktuelle Lage zu informieren.

Der 24Jährige ist vom Fach. Er hat eine Ausbildung zum Milchwirtschaftlichen Laboranten sowie zum Rettungssanitäter absolviert und über den zweiten Bildungsweg die Allgemeine Hochschulreife absolviert. Sein großes Ziel, abseits der Politik, ist es, Medizin zu studieren. Derzeit arbeitet Lindauer hauptberuflich als Rettungssanitäter. Außerdem ist er Büroleiter des Grünen Landtagsabgeordneten Cemal Bozoglu und organisiert die Öffentlichkeitsarbeit für die Grüne-MdL Christina Haubrich.

Mehr Studienplätze, eine Reform der Zulassungsverfahren und eine rasche sowie konsequenten Umsetzung des Masterplans Medizinstudium 2020 mit einer Stärkung der Allgemeinmedizin waren dann auch Punkte, über die sich Lindauer und die beiden Hausärzte sofort einig waren, um nachhaltig die medizinische Versorgung in Stadt und Land sicherzustellen.

Ein wesentlicher Punkt, angehende Ärztinnen und Ärzte für die Allgemeinmedizin zu begeistern, seien die Hausarztverträge, erklärte Dr. Jakob Berger. Der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes für Schwaben forderte deshalb: „Wir müssen die Hausarztverträge zu einem freiwilligen Primärarztsystem weiterentwickeln. Patientinnen und Patienten, die sich freiwillig in einen Hausarztvertrag einschreiben, leisten einen wesentlichen Beitrag gegen einen Missbrauch unseres solidarischen Gesundheitssystems, weil sie eben nicht völlig ungesteuert von Facharzt zu Facharzt rennen und überflüssige oder sogar kontraproduktive Therapien ertragen, sondern sich zuerst an ihren Hausarzt wenden.“

„Für mich ist es an der Zeit, diese starren Strukturen in der Finanzierung unserer Gesundheit zu brechen“, fand auch Lindauer und forderte, das Thema Gesundheit nicht ausschließlich unter Renditeaspekten zu betrachten. Der Grüne: „Daseinsvorsorge kostet Geld und soll für die Menschen da sein und keine Profite für rein gewinnorientierte Kapitalgesellschaften abwerfen. Als Sozialstaat sollte es unsere Aufgabe sein, mit der aktuellen Finanzierung zu brechen und neue Wege zu diskutieren und dabei auch das Große und Ganze im Blick zu behalten.“

Ein weiteres Thema war der aktuelle Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Neun von zehn Corona-Patienten werden von uns niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten versorgt. Wir Hausärzte leisten damit einen wesentlichen Teil, um den Krankenhäusern den Rücken für die Versorgung Schwersterkrankter freizuhalten“, sagte Dr. Jakob Berger. Und Dr. Johannes Berger ergänzte: „Wir stemmen seit über einem Jahr eine Doppelbelastung, da die normale Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiter geht. Auch in Pandemiezeiten müssen insbesondere Krebspatienten sowie andere multimorbide Menschen zuverlässig therapiert werden.“

Die beiden Hausärzte machten deshalb noch einmal deutlich, dass es völlig unverständlich sei, dass die MFAs in den Praxen noch immer keinen Corona-Bonus erhalten haben. „Unsere MFA stehen im Kampf gegen die Pandemie in der ersten Reihe. Diese Wertschätzung durch den Staat wäre mehr als verdient.“

 

 

 

 

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