Fünf Jahre Bavarian Circle: „Tolle positive Veranstaltung, die Bock auf Niederlassung macht!“
Fünf Jahre Erfolgsveranstaltung Bavarian Circle – und nach wie vor sind die Workshop-Wochenenden die beste Adresse für (angehende) Hausärztinnen und Hausärzte, die sich niederlassen wollen oder diesen Schritt gerade gewagt haben. Das wurde beim jüngsten Bavarian-Circle-Wochenende vom 18. bis 20. September in Haidhof/Gräfenberg im oberfränkischen Landkreis Forchheim deutlich.
Bavarian Circle – eine Idee, die wächst
Referentin Sonja Frihs, die bereits bei der Premiere des Bavarian Circle vor fünf Jahren in Gößweinstein als Teilnehmerin dabei war, bestätigte das in einer kleinen Ansprache. „Der Bavarian Circle ist seither gewachsen – auf drei Veranstaltungen jährlich, und die Idee breitet sich auch in anderen Regionen Deutschlands aus“, resümierte sie und hob hervor, dass inzwischen auch immer eine Ansprechperson des BHÄV für die HZV vor Ort ist. „Geblieben ist die hohe Qualität der Inhalte und der Veranstaltungsorte, motivierte Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die trotz aller politischen Querelen Lust auf Niederlassung haben“, sagte sie.
Fester Programmteil sind von Beginn an jeweils vier Module aus dem Werkzeugkasten Niederlassung. Die Referierenden sind ausschließlich Hausärztinnen und Hausärzte, deren eigene Niederlassung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt und die aus noch frischer eigener Erfahrung erzählen können, welche Hürden auf dem Weg zur eigenen Praxis sie bewältigen mussten, wo Stolpersteine lauern und welche Lösungen sie selbst gefunden haben, die sie den Teilnehmenden als Tipp mit auf den Weg geben können.
Viel Raum zum Austauschen und Kontakte knüpfen
Eine Wanderung und gesellige Runden in den Pausen, zu den Mahlzeiten und am Abend bieten den nötigen Raum, sich gegenseitig kennenzulernen, auszutauschen und Kontakte zu knüpfen, aus denen nicht selten Freundschaften oder Praxispartnerschaften erwachsen.
Zudem bietet der Bavarian Circle auch Gelegenheit, den Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband und seine Arbeit kennenzulernen und in berufspolitische Themen hineinzuschnuppern. Als Vertreterinnen des BHÄV waren die BHÄV-Bezirksdelegierte Dr. Beate Martens, die BHÄV-Bezirksvorsitzende Oberfranken Anja Tischer und Dr. Beate Reinhardt, stellvertretende Landesvorsitzende, vor Ort, um sich mit den künftigen Praxis-Chefinnen und -Chefs auszutauschen.
Ein Konzept, das überzeugt
Insgesamt eine gute Strategie, findet Teilnehmer Dr. Vitus Bräunig. Die Rahmenbedingungen einer Niederlassung ändern sich im Laufe der Zeit, deshalb sei der aktuelle Bezug der Referentinnen und Referenten wichtig. Wie Sonja Frihs war auch Dr. Bräunig schon beim ersten Bavarian Circle dabei, damals noch ganz am Anfang seiner Weiterbildung. Inzwischen hat er auch online Module aus dem Werkzeugkasten Niederlassung absolviert. „Aber in Präsenz beim Bavarian Circle ist das Ganze viel intensiver“, findet er und war inzwischen insgesamt dreimal dabei.
„Man kann immer was mitnehmen“
Ihm gefällt der Rahmen, das „Klausur-Feeling“ der abgelegenen Veranstaltungsorte, die Möglichkeit zum kollegialen Austausch und die Verknüpfung der Fortbildung mit den eigenen Karriereplänen. „Es geht darum, wie ich meine Niederlassung gestalten und mich zurechtfinden kann“, erläutert er. Dazu kommt der Kontakt zur Berufspolitik und Verbandsarbeit, den der Bavarian Circle bietet. „Es ist immer jemand vom Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband dabei, den man beispielsweise aus der Presse kennt, und der Einblicke gibt, wie sich das Gesundheitssystem verändert, was auf einen zukommt in der Niederlassung und was der Verband tut für bessere Rahmenbedingungen“, so Dr. Bräunig. Sein Fazit: Ganz gleich, auf welcher Stufe der beruflichen Entwicklung man steht, ob am Beginn der Weiterbildung oder kurz vor der Niederlassung – man kann immer was mitnehmen.“
Daumen hoch für die Referentinnen
Dass die anderen Teilnehmenden Dr. Bräunigs Begeisterung für den Bavarian Circle teilen, zeigt ihr Feedback. Die Referentinnen erhielten durchweg sehr gute Bewertungen. Das gilt selbst für Module mit eher trockenen Themen wie Abrechnung, wo auch die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) vorgestellt wurde. Gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten bietet die HZV ein sicheres wirtschaftliches Standbein und ist als bewährtes freiwilliges Primärarztsystem auch politisch von großer Bedeutung. Dass zudem noch eine HZV-Praxisberaterin des Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbands vor Ort war, die man „löchern“ konnte, kam auch sehr gut an. Alle Teilnehmenden gaben in den Feedbackbögen zum Bavarian Circle an, Interesse an der HZV zu haben. Eine Teilnehmerstimme sah sich „bestärkt, dass die HZV weiter ausgebaut werden sollte“.
Überwältigendes Feedback
Von der Location über das Programm und die Organisation bis hin zum Austausch untereinander sowie mit den Referentinnen und BHÄV-Vertreterinnen war der Bavarian Circle wieder ein voller Erfolg. Anders lässt sich das Feedback der Teilnehmenden nicht interpretieren: „Es ist eine tolle, positive Veranstaltung, die Bock auf Niederlassung macht“, „Es war wunderschön, weiter so“, „Sehr wertvolle und tolle Veranstaltung“, „Ich werde Werbung für das Format in meiner Community machen“ – so oder so ähnlich lauten die Kommentare.
Bavarian Circle: „Energiequelle und Auftrag gleichermaßen“
So viel Lob bestärkt die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband natürlich, auch im nächsten Jahr wieder den Bavarian Circle anzubieten. Für Dr. Beate Reinhardt, Ideengeberin des Formats, ist das überwältigende Feedback eine Bestätigung. „Ich bin immer sehr gerne dabei“, sagt sie. „Für mich ist der Bavarian Circle Energiequelle und Auftrag gleichermaßen. Unsere politische Aufgabe als Berufsverband der Hausärztinnen und Hausärzte ist es, sicherzustellen, dass diese motivierten Kolleginnen und Kollegen, die am Anfang ihres Berufslebens stehen, eine sichere Existenz aufbauen und diesen wundervollen Beruf leben können.“
Die Termine für den Bavarian Circle im kommenden Jahr stehen schon, am Programm wird noch gefeilt. Bleibt nur, mit einem Satz aus den Teilnehmer-Feedbacks zu schließen: „Ich freue mich auf die Veranstaltung im nächsten Jahr“.